Löwen-Trainer Rothkirch: "Wenn schon, dann gegen Bernie..."

Cory Gustafson kehrt nach Landshut zurückCory Gustafson kehrt nach Landshut zurück
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Seine "Tölzer Buam" hatten eben gegen die Landshut Cannibals eine 1:4-Heimniederlage bezogen - die erste in der aktuellen Runde - da bemerkte Löwen-Coach Hans Rothkirch in der Pressekonferenz, dass Landshut verdientermaßen Tabellenführer wäre und überraschte mit einem Statement pro Cannibals-Trainer Bernie Englbrecht: "Wenn ich schon verlieren muss, dann am liebsten gegen Bernie Englbrecht, den ich persönlich sehr schätze." Der nach wie vor gesperrte Kannibalen-Übungsleiter wird's mit Genugtuung vernommen haben, wenngleich derartige Sympathiekundgebungen an seiner derzeitigen Situation wenig ändern. Auch heute, wenn um 18 Uhr Didi Hegen mit seinen Duisburger Füchsen versuchen wird, den Niederbayern die Pole Position abzujagen, wird der Ex-Nationalkeeper sein Team nicht coachen können.

Der EV Duisburg, vor Saisonbeginn eher in den hinteren Tabellenregionen erwartet, überraschte im bisherigen Saisonverlauf die Experten: Nach neun Spielen hätten wohl die wenigsten das Hegen-Team auf Rang zwei hinter den ebenfalls überraschend starken Dreihelmenstädtern gewettet. Garanten für das bislang exzellente Abschneiden der Hegen-Truppe waren sicherlich Goalie Dimitri Kotschnew, der von den Iserlohn Roosters zu den Füchsen kam, und der Ex-Kaufbeurer Torjäger Mika Puhakka. Wie überhaupt die Verantwortlichen des EVD bei der Auswahl der Neuzugänge ein glückliches Händchen bewiesen, denn auch John Kachur und Shawn McNeil haben ihre Aufgaben in der Offensive bisher mit Bravour erledigt. Auf dieses Trio werden die Cracks um Kapitän Kamil Toupal heute wohl ein besonders Augenmerk legen müssen.

Ob sie dabei auch Daniel Hilpert wieder unterstützen kann, hängt davon ab, ob dieser - wie beim Cannibals-Gastspiel am Freitag in Bad Tölz - von den Ingolstadt Panthern erneut eine Freigabe für seinen Ex-Klub erhält. Für die Niederbayern wäre dies sicher von Vorteil, zumal die Stammkräfte Andi Geipel und Mats Lindmark erneut passen müssen. Derweil wechseln sich die Kannibalen beim Toreschießen weiterhin kräftig ab. Nachdem beim Erfolg über die Isarwinkler auch Matthias Wittmann seinen ersten Saisontreffer beisteuern konnte, sind von den nominellen Angreifern nur noch Youngster Robert Pell, Tobias Hanöffner und Daniel Koslow ohne Torerfolg - die Vier-Reihen-Taktik von Bernie Englbrecht macht's möglich. LES-Manager Bernd Truntschka hofft, dass dem Versuch der Duisburger, die Rolle des Kronprinzen an sein Team zu übergeben und selbst wieder an die Tabellenspitze zurückzukehren, eine Rekordkulisse beiwohnt. Denn: "Zumindest 3000 Zuschauer sollten am Sonntagabend schon dabei sein", macht er kein Hehl daraus, dass er sich eine breitere Publikumswirksamkeit durch die zuletzt errungenen Erfolge wünscht. Bleibt abzuwarten, ob die Fans das von Truntschka abgesteckte Minimalziel ebenso erfüllen, wie das die Mannschaft - Truntschka vor dem Wochenende mit den beiden Spitzenspielen: "Drei Punkte sollten es schon sein" - bereits getan hat. (gl)

Die Stats aus dem Spiel in Bad Tölz:

Tore:

0:1 (2.) Zareba (Hammer/Toupal)

1:1 (12.) Stevens (F. Zeller/Hoad)

1:2 (34.) Wittmann (Hammer/Koslow)

1:3 (45.) Derraugh (Dylla/Hundhammer)

1:4 (60.) Hundhammer (Derraugh/Bahen)

Schiedsrichter: Schurr (Bad Wörishofen)

Strafminuten: Tölzer Löwen 6, Landshut Cannibals 10

Zuschauer: 1917


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