Löwen-Sieg bringt den DEL2-Thron nach FrankfurtFrankfurt besiegt Crimmitschau deutlich

Mit vier Punkten hatte er großen Anteil am Frankfurter Erfolg - Adam Mitchell (Foto: dpa/picture alliance)Mit vier Punkten hatte er großen Anteil am Frankfurter Erfolg - Adam Mitchell (Foto: dpa/picture alliance)
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Nach zerfahrenem erstem Drittel und einem eher gleichwertigen Spiel gegen den Tabellenletzten aus West-Sachsen nahm der Kapitän Adam Mitchell selber die Sache in die Hand – kurzum: 18 Sekunden nach Wiederanspiel zum zweiten Drittel in der Frankfurter Eissporthalle jubelten die Löwen-Fans erstmals. Die 1:0-Führung am heutigen Abend, in dem Moment gleichbedeutend die Tabellenführung, als die Kassel Huskies erstmals 0:1 hinten lagen, besorgte Mitchell; und da ihm diese nicht genügte, setzte er noch unmittelbar an sein erstes die nächsten beiden Frankfurter Treffer drauf. „Ich glaube, im ersten Drittel haben wir etwas kompliziert gespielt, viel zugelassen, nicht sauber gespielt. Wir hatten viele Fehlpässe. Im zweiten Drittel haben wir einfach einfaches Eishockey gespielt: Druck auf das Tor, weniger Fehler, Chancen ausgenutzt. Ich habe ein paar schöne Pässe bekommen und ein paar Dinger reingemacht“, blickt der Löwen-Kapitän im Anschluss an das Spiel auch auf die mahnenden Worte seines Trainers bei der Pressekonferenz im Hinblick auf das Anfangsdrittel zurück. Den zwischenzeitlichen 1:2-Anschluss der Gäste beantworteten Stephan MacAulay, Max Eisenmenger und Luis Schinko sogar zweifach zum 7:1.

Auch der Reihentiefe der Löwen verdanken diese ihre bestechende aktuelle Form. Nach der Rückkehr vieler Verletzter und mit nunmehr zehn Siegen in Serie scheint es sich für die Löwen nun bemerkbar zu machen, wenn sie dem Gegner mit vier ausgeglichenen Reihen entgegensetzen. Auch für die Crimmitschauer wurde dies dann am Sonntagabend zum Ende deftig, obwohl diese lange gut mitspielten. „Wir haben vier gute Reihen jetzt, sieben starke Verteidiger. Ich glaube, wenn wir unser Spiel spielen, wird es schwer, gegen uns mit drei Reihen zu spielen. Irgendwann hat der Gegner dann kein Gas mehr“, resümiert der dreifache Torschütze des Abends. „Wir haben immer noch einen vollen Tank zur Mitte des zweiten Drittels. Das merkt man schon, dass die Luft des Gegners dann ein wenig raus ist. Das ist ein großer Vorteil von uns“.

Sechs Punkte sind in der DEL2-Hauptrunde noch zu vergeben. Eine schöne Bestandsaufnahme ist dieser Tabellenstand allemal, nachdem der Saisonstart der Südhessen gründlich misslang. Es folgten neben Pleiten, Pech und Pannen eine immense Verletzungsmisere – die die Löwen zusammenrücken ließ, den Bock mit dem Sieg im Winter Game über den EC Bad Nauheim umstießen ließ und der Saison die Wende verlieh, die die Löwen Frankfurt dahin gebracht hat, wo sie nun zu finden sind: trotz Platz neun im November in der wichtigsten Saisonphase am Platz an der Sonne, der bei vier Punkten aus eigener Kraft am kommenden Wochenende die Hauptrunden-Meisterschaft bedeuten würde. In Zeiten größter Unruhe bis in den Dezember scheute sich Headcoach Matti Tiilikainen nie davor, die Entwicklung der Spieler – vornehmlich der vielen jungen Talente – weiter voranzutreiben und seinen Weg unbeirrt weiter zu gehen, die vielen jungen Spieler zeitweise mit fast einer Minute in vielen Überzahlsituationen spielen zu lassen. Umso bitterer erscheint nun für die Frankfurter, dass eben jener Headcoch Tiilikainen in der kommenden Saison die Heimreise nach Finnland zu seinem Heimatverein in Hämeenlinna antritt und dort mit HPK finnische erste Liga trainieren wird. Bitter für die einen, verdienter Lohn für den anderen. Doch zuvor soll das i-Tüpfelchen nach der verpassten Möglichkeit im Vorjahr gesetzt werden. „Es ist alles offen jetzt und sind sehr zufrieden damit, aber wir haben auch bis jetzt gar nichts geschafft“, verweist auch Haudegen Mitchell auf die unbedeutendere Randnotiz der Hauptmeisterschaft. Fortsetzung folgt.


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