Löwen Frankfurt trotzen Verletzungsmisere3:1-Heimsieg gegen EHC Freiburg

Martin Buchwieser und Maximilian Faber bleiben bei den Löwen Frankfurt. (Foto: dpa/picture alliance)Martin Buchwieser und Maximilian Faber bleiben bei den Löwen Frankfurt. (Foto: dpa/picture alliance)
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Die Gäste aus dem Breisgau begannen überlegen und selbstbewusst, folgerichtig trafen die Freiburger mit einer schnellen Kombination in den Torraum zum 0:1. Die Truppe von Cheftrainer Matti Tiilikainen, der sich in der nächsten Saison seinem Heimatverein HPK als Rudelführer anschließen wird, zeigte sich jedoch weniger geschockt. Mit dem Rückstand wachten die Löwen auf, konnten die Scheibe aber nur selten gefährlich zum Tor bringen – bis Eddi Lewandowski den Bann zu Beginn des zweiten Drittels brach. Einer seiner insgesamt drei Vorlagen an diesem Abend verbuchte schon dort Martin Buchwieser, der sich immer besser einzufügen scheint: „Ich würde sagen, es war ein Schritt in die richtige Richtung. Ich habe ewig gebraucht, bis ich mich akklimatisiert hab und meine Mitspieler besser kenne. Wechsel brauchen bei mir immer ein wenig Zeit. Zudem habe ich die letzten sieben Jahre längst nicht so offensiv gespielt wie jetzt in der DEL2. Es ist jetzt ein ganz anderes Spiel: Vorher galt es, Tore zu verhindern, jetzt gilt es, Tore zu schießen“, schätzt der Garmisch-Partenkirchener seine Rolle nun völlig unterschiedlich ein. Nicht nur taktisch änderte sich für Buchwieser bereits Einiges, auch seine Außenstürmer-Position hat sich nun geändert: „Ich war eigentlich immer Außenstürmer, jetzt bin ich als Center Spiellenker zwischen Eddi Lewandowski und Roope Ranta. Das ist definitiv eine Umstellung, wenn du deine komplette Karriere zuvor Außen gespielt hast. Wenn du dann noch viele Verletzte hast, muss von jedem Spieler mehr kommen, jeder muss cleverer spielen. Wir können nur hoffen, demnächst weniger Verletzte zu haben; wenn wir zudem, einfacher und schneller spielen und weniger Chancen zulassen, dann können wir auch jeden schlagen – auch, weil wir laufen können.“ An der breiten Brust dürfte es Martin Buchwieser nicht mangeln.

Eine Position – wie die Rotation Buchwieser vom Flügel zum Center– ändert sich lediglich personell gelegentlich: nämlich die des Torhüters. Nach drei Einsätzen Patrick Kleins stand Jimmy Hertel gegen seinen Ex-Verein wieder im Löwen-Tor. „Für den Torhüter bleibt das Spiel dennoch gleich, es sind ja weiterhin noch fünf Leute auf dem Feld. Ein offensives Passspiel gehört heutzutage auch dazu, es geht ja auch darum, den Verteidigern zu helfen. Heute ist man als Torhüter durchaus der erste Mann, der den Break-Out oder einen Konter einleitet, das ist eben das moderne Torhüter-Spiel“, kommentiert der Spieler des Spiels Jimmy Hertel.