Löwen Frankfurt siegen zum Stelldichein gegen Eispiraten Crimmitschau3:1 im ersten Viertelfinalspiel

Max Faber ist der DEL2-Verteidiger des Jahres. (Foto: dpa/picture alliance)Max Faber ist der DEL2-Verteidiger des Jahres. (Foto: dpa/picture alliance)
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Noch vor dem Spiel wurde den Frankfurtern zwei Ehrungen zuteil. Neben dem Titel als bester Verteidiger des Jahres für Maximilian Faber empfing Löwen-Kapitän Adam Mitchell den Geschäftsführer der DEL2, Rene Rudorisch, zur Pokalübergabe des Hauptrundenmeister der Saison 2018/19. Da jedoch der obligatorische Hauptrundenpokal im Eishockey nur eine Zwischenstation innerhalb einer Spielzeit darstellt, stiegen die Teams umso engagierter in das Spielgeschehen ein, als sei der an die Löwen übergebene Pokal nur eine Randnotiz.

Trotz der überaus couragierten Leistung der West-Sachsen gelang es den Löwen dabei, mit einer guten Balance aus Offensive und Defensive die Gäste nur dann zu fordern, wenn diese genau das den Löwen abverlangten: Schalteten die Crimmitschauer einen Gang hoch, taten es die Frankfurter ihnen gleich. Früh stellte der DEL2-Verteidiger des Jahres Max Faber die Führung her, ehe Carter Proft zum Ende des ersten Drittels auf 2:0 erhöhte. „Verdient“, wie Verteidiger Leon Hüttl in seinem ersten Play-off-Spiel freudestrahlend befand; „wir haben uns das auf jeden Fall verdient, auch wenn wir nach einem starken Anfangsdrittel im zweiten Drittel ein wenig nachgelassen haben. Da haben wir es etwas zu kompliziert gehalten.“ Eine erstaunlich treffende Analyse für den Jungspund in der Verteidigung, der hinsichtlich Profi-Play-offs sein erstes Mal gerade hinter sich hatte. Statistisch waren die Löwen selbst im zweiten Drittel mit 15:6 Torschüssen klar überlegen, doch Hüttl sieht Optimierungsbedarf: „Wir haben uns das alle angeschaut und wissen darauf zu antworten. Wir wissen, dass Crimmitschau auch körperlich dagegenhalten kann, darauf sind wir vorbereitet.“

Und auch der Haudegen der Löwen, Rückkehrer Eddi Lewandowski, nach kurzer Verletzungspause wieder Aktivposten der Offensivpause, schien nach dem ersten Sieg von anvisierten vieren erleichtert: „Crimmitschau hatte keine lange Pause und war im Spielbetrieb drinnen, wir hingegen müssen und in den Spielrhythmus finden. Wir sind froh über den Sieg und fahren jetzt damit im Rücken nach Crimmitschau, zudem müssen die Crimmitschauer ihre Kräfte eher einteilen“. Wie viel ein Spielrhythmus ausmacht, macht Lewandowski damit deutlich, denn die Eispiraten haben bereits ein Achtelfinale hinter sich und sind im Modus drinnen. Bedenken, dass den Löwen ein Umschalten schwerfallen könnte, haben diese am mit ihrem ersten Sieg zunichte gemacht; mit Dominanz und nur sporadischer Gefahr der Eispiraten auf das Löwen-Tor unterstrichen ihre Ambitionen, fokussiert auf die Viertelfinalserie ausgerichtet zu sein. „Crimmitschau spielt durchaus anderes Eishockey unter Danny Naud. Auch das Forechecking ist aggressiver geworden, die Verteidiger versuchen früher den Puck abzufangen. Natürlich schauen wir, was der Gegner macht, aber wir konzentrieren uns auf uns. Wir müssen unsere Linie durchziehen.“ Genau diese Linie hat zum 1:0 in Serie verholfen, doch legt man den Finger in die Wunde, zeichnet sich die Wunde Überzahlspiel; in fünf derer gelang den Löwen kein Treffer, und wie eine Eishockey-Binsenweisheit sagt, sind die Special Teams für eine erfolgreiche Playoff-Serie entscheidend. Auch Lewandowski kommt nur schwer zu einer Antwort: „Tja, schwer zu sagen, das müsste man im Video angucken und analysieren. Wie bereits gesagt, waren wir durchaus raus aus dem Spielrhythmus draußen – nach der Videoanalyse lässt sich das eher besprechen.“  Trotz seiner 38 Lenzen schien die kurze Pause eher an „Eddi“ genagt zu haben: „Mit dem Kopf bin ich ja schon länger in die Playoffs. Weit vorher beginnt dafür die Vorbereitung. Man wartet so lange, also will man genau dafür auch vorbereitet sein.“ Was ist dabei schon eine 52 Spiele lang andauernde Hauptrunde? In Serie führt Frankfurt 1:0, Spiel 1 ist abgehakt, und doch ist es nur ein kleiner Meilenstein in einer Serie, deren Weiterkommen vier Siege erfordert. Am Sonntag geht es weiter, wenn der südhessische Tross nach Westsachsen reist und ein heißes Spiel im Sahnpark erwartet.


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