Löwen Frankfurt siegen im letzten Hessenderby der Saison4:1-Sieg gegen den EC Bad Nauheim

Zuvor Nauheimer, nun Frankfurter Löwe: Manuel Strodel.  (Foto: dpa/picture alliance)Zuvor Nauheimer, nun Frankfurter Löwe: Manuel Strodel. (Foto: dpa/picture alliance)
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Die 5308 Zuschauer sahen im ersten Drittel zwei vor allem auf die Defensive bedachte Mannschaften. Gerade die Nauheimer Kufencracks waren von ihrem Trainer Christof Kreutzer perfekt eingestellt worden. Die Nauheimer agierten nah am Mann und ließen den Frankfurtern so kaum Raum, um Pässe an zu bringen, geschweige dessen, sich nennenswerte Chancen herauszuspielen. In der neunten Spielminute war es Darren Mieskowski, der sich mit einem Solo durch die Hintermannschaft der Teufel tankte, den Puck dann aber am Tor von Felix Bick vorbeilegte. Im Gegenzug kam der EC in Person von Andreas Pauli zum 1:0 aus ihrer Sicht und damit zum einzigen Treffer für die Teufel am diesem Abend.

Auch im zweiten Spielabschnitt blieben die Wetterauer dabei, erstmal in der Defensive sicher zu stehen. Mit Pässen hinter die Abwehrreihen der Löwen schafften sie es, sich Zwei-auf-Eins-Situationen zu erarbeiten; so auch Andrej Bires, der Andreas Pauli im Slot hätte anspielen können – und so das 2:0 aus Nauheimer Sicht vergab. Es dauerte bis zur 39. Spielminute, ehe Martin Buchwieser im Powerplay das 1:1 für die Löwen markieren konnte. Buchwieser, der nach seiner Genesung wieder zurück in die zweite Reihe zurückkehrte, in der in den letzten Spielen der ehemalige Nauheimer, Manuel Strodel, für ihn agierte, glich aus. „Mir ist das wurscht, in welcher Reihe ich spiele, ich will spielen, ich will der Mannschaft helfen, egal wo, egal wie. Das ist meine Aufgabe und das mache ich gerne“, so Strodel nach dem Spiel.

Die Löwen kamen mit etwas mehr Biss aus der Kabine und erhöhten den Druck. In der 45. Spielminute war es Max Eisenmenger, der – ausgerechnet – nach Zuspiel von Manuel Strodel zum 2:1 für die Frankfurter einschieben konnte. Nach knapp eineinhalb Minuten später klingelte es erneut im Kasten von Felix Bick. Nachdem Mike Card wegen unerlaubten Körperangriffs vom Eis musste, fälschte Adam Mitchell, der den zweiten Powerplaytreffer der Löwen erzielt, vor Bick unhaltbar ab. Knapp zwei Minuten vor der Schlusssirene nahmen die Kurstädter eine Auszeit und Felix Bick vom Eis – doch die Löwen gewannen das Anspiel, befreiten sich sofort und MacAuley sorgte für den 4:1-Endstand.


„Es ist natürlich was Besonderes, gegen den ehemaligen Verein zu spielen. Man kennt sie ja alle. Ich bin happy, dass es heute gut für uns aus gegangen ist und wir gewonnen haben. Die drei Punkte waren sehr wichtig“, so Strodel auf die Frage zu dem Sieg gegen das Team, mit dem er noch in die Saison gestartet ist. Weiter sagte er: „Ich fühle mich wirklich pudelwohl hier in Frankfurt, in der Mannschaft, in der Arena und bei den Fans. Natürlich war es, wenn man in den Trott reinkommt, nicht einfach, da wieder raus zu kommen. Deswegen war der Tapetenwechsel für mich Gold wert. Ich vertraue mir selbst immer und meinem Spiel immer mehr und werde von Spiel zu Spiel sicherer.“

Nach dem Spiel bleibt der EC Bad Nauheim mit 72 Punkten auf dem fünften Platz und fährt am Freitag, 14. Februar, nach Weißwasser zu den Füchsen zum ersten Teil des Back-to-Back-Wochenendes. Die Löwen klettern mit dem Sieg auf den dritten Tabellenplatz und haben nur noch drei Punkte Rückstand auf den Gegner des kommenden Wochenendes, die Wölfe aus Freiburg, die aktuell an der Tabellenspitze der DEL2 verweilen, bevor es am Sonntag um 18.30 Uhr in der heimischen Eissporthalle zum Rückspiel kommt, bei welchem auch die finnische Neuverpflichtung der Löwen Frankfurt, Markus Kankaanperä, zum ersten Mal vor den eigenen Fans auflaufen wird. Matti Tiilikainen, der Trainer der Frankfurter, antwortete auf Nachfrage mit einem Lächeln auf den Lippen über ihn: „Es gibt wohl keinen in Finnland, der Markus nicht kennt.“ Gerne darf er auch in Frankfurt in Erinnerung bleiben.

Christian Scheuermann