Löwen Frankfurt siegen erneut gegen Freiburg5:4-Erfolg nach Verlängerung am Doppelwochenende

David Suvanto erzielte den Siegtreffer für die Löwen Frankfurt.  (Foto: dpa/picture alliance)David Suvanto erzielte den Siegtreffer für die Löwen Frankfurt. (Foto: dpa/picture alliance)
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4798 Zuschauer in der Frankfurter Eissporthalle sahen zu Beginn ein nicht ganz so offensives Spiel beider Mannschaften, wie das noch am Freitag der Fall war. Die Löwen hatten im ersten Drittel etwas mehr vom Spiel. In der zweiten Minute war es Lukas Koziol, der seit Freitag wieder im Aufgebot der Löwen Frankfurt stand und nach einem Pass von Mike Mieskowski nur knapp vergab. Auch Freiburg kam zu Chancen in Person von Chris Billich. Diese konnte jedoch von Patrick Klein im Kasten der Frankfurter abgewehrt werden. Es dauerte bis zur vierzehnten Spielminute, ehe die Löwen durch einen One-Timer von Roope Ranta mit 1:0 in Führung gehen konnten. Die Freiburger Wölfe kamen nach einem Treffer von Christian Billich noch im ersten Drittel zum Ausgleich.

In der 27. Spielminute war es Lukas Koziol, der nach einer Strafe wegen Behinderung auf der Strafbank Platz nehmen musste. Lange musste er allerdings nicht sitzen bleiben, da nach nur zehn Sekunden im Powerplay Alexander Brückmann den Treffer zum 2:1 aus Sicht der Gäste erzielte. Nur zwei Minuten später agierten die Löwen im Powerplay, nachdem Nikolas Linsenmaier nach einem Stockschlag für zwei Minuten vom Eis musste. In diesem Powerplay zündete erneut Roope Ranta, der wieder mit einer Direktabnahme den Ausgleich besorgen konnte. Nur zwei Minuten später war der Arm des Hauptschiedsrichters erneut oben. Patrick Klein fuhr vom Eis und mit zusätzlichem Stürmer bei sechs gegen fünf erzielte Alex Roach mit einem satten Schlagschuss die erneute 3:2-Führung der Hausherren.

Aber auch die Freiburger gaben nicht auf, und so wechselte die Führung im Mitteldrittel erneut: Die Wölfe spielten nun geradliniger und brachten mehr Scheiben zum Tor, wodurch sie auch prompt gefährlicher wurden. So erzielte Alexander Brückmann in der dreiunddreißigsten Spielminute seinen zweiten Treffer des Abends und glich zum 3:3 aus. Nur 17 Sekunden später konnte Cam Spiro, nach Ausfall Luke Pithers der Topscorer der Breisgauer, Patrick Klein zum 4:3 erneut überwinden.

Mit diesem ging es in das letzte Drittel, welches in den letzten Spielen „das Drittel“ der Löwen Frankfurt war und so kamen sie auch diesmal aus der Kabine. Die Löwen erhöhten in der Phase merklich den Druck auf das Gehäuse von Ben Meisner. So auch im ersten Powerplay des Drittels, aber der Ausgleich wollte nicht fallen. Dann musste halt ein Tor in Unterzahl für den Ausgleich herhalten, dachten sich wohl die Frankfurter. In der fünfzigsten Spielminute zieht Max Eisenmenger, als die Zuschauer sich darauf einstellten, dass dieser mit einem Mann weniger Zeit von der Uhr nehmen wollte, just vor Ben Meisner und vollendete sehenswert zum verdienten 4:4-Ausgleich.

Trotz des folgenden Frankfurter Sturmlaufs auf drei Punkte blieb es beim Unentschieden nach 60 Minuten – Verlängerung!  In dieser hatten die Löwen das bessere Ende für sich. Nach schönem Pass von Eduard Lewandowski findet der Puck den Weg zum im Slot völlig freistehenden David Suvanto, der den 5:4-Siegtreffer für die Frankfurter erzielte.

„Der Sieg war wichtig, auch nach dem Rückstand. Es  war auf jeden Fall eine gute Mannschaftsleistung gegen ein gutes Team. Wir haben ein paar unglückliche Strafen bekommen“, sprach Leon Hüttl vor allem das zweite Drittel an.

Neben einem wirklichen Topspiel sahen die Frankfurter Fans auch ihren Finnischen Neuzugang Martin Kankaanperä das erste Mal auf dem heimischen Eis. „Macht auf jeden Fall Spaß mit ihm. Er bringt schon Erfahrung rein und redet viel. Das finde ich gut und gibt mir die Möglichkeit offensiver zu agieren. Wenn du mitgehen willst, dann geh mit, hat er zu mir gesagt“, so Leon Hüttl über seinen neuen Partner in der Verteidigung.

Die Löwen Frankfurt stehen jetzt, vier Spieltage vor Ende der Hauptrunde, auf Platz zwei mit 86 Punkten und sind somit den Kassel Huskies, die noch zwei Punkte Vorsprung auf die Mainstädter haben, dicht auf den Fersen – aber auch mit 85 Punkten sind die Wölfe Freiburg weiter im Rennen um die Hauptrundenmeisterschaft.

Weiter geht es für die Löwen Frankfurt am Freitag, 21. Februar, bei den Bietigheim Steelers. Freiburg tritt ebenfalls am Freitag zum Auswärtsspiel bei den Tölzer Löwen an.

Christian Scheuermann