Löwen Frankfurt setzen sich in der Spitzengruppe festMarius Erk: „Mussten näher zusammenrücken“

Marius Erk von den Löwen Frankfurt.  (Foto: dpa/picture alliance/Eibner-Pressefoto)Marius Erk von den Löwen Frankfurt. (Foto: dpa/picture alliance/Eibner-Pressefoto)
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Mit fünf verschiedenen Torschützen bewiesen die Frankfurter zudem ihre wiedererstarkte Reihentiefe, die in den letzten Wochen neben den Unter- und Überzahlformationen auch unter der Verletztenmisere litt. Während die Löwen durch die U20-WM-Rückkehrer gestern erstmals wieder vertieft auftraten und zudem mit Manuel Strodel einen Neuzugang aus Bad Nauheim begrüßen durften, traten die Gäste aus dem Ellental mit gleicher Spielerzahl an. Die vor der Saison als Mitfavorit auf die Meisterschaft gewähnten Steelers erwiesen sich als gefährlich im Forecheck und störten nicht selten den Spielaufbau der Frankfurter mit Gefallen, konnten sich dabei aber nur selten gefährliche Chancen herausarbeiten – bei zugleich ähnlicher Schusszahl wie die Heimmannschaft. Und war die gutstehende Löwen-Verteidigung mal geschlagen, hieß die Bietigheimer Endstation Patrick Klein im Tor der Löwen, der sich seinen zweiten Shutout der Saison verdiente. Zur gutstehenden Verteidigung zählt auch Marius Erk, seines Zeichens Verteidiger der Löwen: „Ich glaube, dass wir einfach super Team-Leistungen bringen mittlerweile, auch heute. Patrick Klein hat super gehalten, Unter- und Überzahl laufen auch. Jeder agiert als Team und gibt Gas, das macht uns zurzeit so stark. Wir waren ja nicht schlecht in Unterzahl zuvor, sind aber mental stärker geworden und lassen einfachere Gegentore weniger zu. Was das dann ausmacht, sind die 1-2 Prozent, die jeder mehr arbeitet. Wir hatten eben unseren Durchhänger nach dem Saisonstart, wobei uns auch die Verletzungen gezeigt haben, dass wir näher zusammenrücken müssen. Das ist passiert, dürfen wir aber auch nicht lockerlassen, dann bleibt es auch beim Erfolg wie aktuell.“ Erk, der in der letzten Saison eher in den hinteren Defensiv-Reihen eingesetzt wurde, spürt das Vertrauen der Trainer durch mehr Eiszeit deutlich, weist sogar eine starke Statistik von +15 in dieser bisherigen Saison auf: „Ich glaube, das ist auch einfach erarbeitet. Ich mache meinen Job und gebe Gas, dann gibt dir der Trainer das Vertrauen auch automatisch. Zudem klappt das mit meinem Verteidigungs-Partner Diesel [Steven Deslile, Anm. aus der Redaktion] super.“

Auch der jüngere Mieszkowski-Bruder Darren schlägt ins ähnliche Boxhorn: „Momentan stimmt alles. Wir halten uns an die Struktur, die der Trainer uns vorgibt, spielen einfaches Eishockey und der Einsatz stimmt. Wir pushen uns gegenseitig, halten als Mannschaft zusammen. Für das bessere Unterzahlspiel ist auch die mentale Stärke verantwortlich, wobei wir uns auch etwas später erst gefunden haben und dann angefangen haben, einfach zu spielen, was wir auch schon früher hätten machen können.“ Am Sonntag reist die Truppe von Trainer Matti Tiilikainen zum Tabellenletzten nach Crimmitschau in den Sahnpark, Spielbeginn ist 17 Uhr.