Löwen Frankfurt schlagen aufopferungsvoll kämpfende Heilbronner Falken knappVierter Dreier in Folge

Den vierten Sieg in Folge gab es am Sonntagabend für die Löwen Frankfurt zu bejubeln. (Foto: dpa/picture alliance)Den vierten Sieg in Folge gab es am Sonntagabend für die Löwen Frankfurt zu bejubeln. (Foto: dpa/picture alliance)
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Nachdem Frankfurt die bittere Nachricht bekannt geben musste, dass ihre beiden Kontingent-Verteidiger David Suvanto (Corona-Spätfolgen) und Kyle Wood (Unterkörperverletzung) länger ausfallen werden, verpflichteten die Hessen einen alten Bekannten: Verteidiger Eric Stephan, der von 2016 bis 2018 schon einmal das Trikot der Löwen getragen hatte, wechselte von den Bietigheim Steelers zurück an den Main. „Es hat auf jeden Fall viel Spaß gemacht. Ich bin hier freundlich empfangen worden. Aber am Ende des Tages zählen natürlich die drei Punkte. Aber ich bin natürlich überglücklich, wieder hier zu sein.“, Eric Stephan zu seinem ersten Einsatz an neuer und alter Wirkungsstätte.

In Heilbronn übernahm unterdessen der vor allem DEL-erfahrene Bill Stewart das Amt des Cheftrainers nach der Entlassung des bisherigen Coaches Michel Zeiter. Allerdings soll Stewart erst am heutigen Sonntag in Deutschland ankommen und muss sich aufgrund der behördlichen Vorgaben zunächst in Quarantäne begeben, bevor er zum ersten Mal hinter der Heilbronner Bande agieren kann.

Zu Beginn des ersten Drittels neutralisieren sich beide Mannschaften weitestgehend. Durch die aggressiv geführte Verteidigungsarbeit beider Teams kamen beide Mannschaften kaum zu gefährlichen Abschlüssen. Bis zur neunten Spielminute, in der Dylan Wruck einen perfekt ausgespielten Zwei-auf-Null-Konter zur 1:0-Führung aus Sicht der Gäste nutzten konnte. Kurz darauf hatte Heilbronn die Chance, im ersten Powerplay des Sonntagnachmittags die Führung weiter auszubauen. Zwar fanden die Falken schnell ihre Formation, jedoch konnten sie kein Kapital daraus schlagen. In der Folge hatte auch Frankfurt zweimal die Gelegenheit, sein Powerplay zum Ausgleich zu nutzen. Aber im Gegensatz zum vergangenen Freitag, als man noch zweimal in Überzahl erfolgreich gewesen war, schafften es die Löwen an diesem Abend nicht, eine ihrer insgesamt vier Überzahlsituationen in Tore umzumünzen.

Auch zu Beginn des zweiten Drittels zeichnete sich zunächst ein ähnliches Bild ab, bis in der 28. Minute Louis Schinko das Gewühl vor Arno Tiefensee zum 1:1-Ausgleichstreffer nutzen konnte. Frankfurt zwar jetzt mit mehr Schüssen auf das Heilbronner Gehäuse, aber Heilbronn verteidigte weiter hart, blieb nah an seinen Gegenspielern dran und konnte so das Unentschieden mit in die zweite Pause nehmen.

Frankfurt erwischte den besseren Start ins letzte Drittel und hatte in der 42. Spielminute die Chance, durch Christian Kretschmann in Führung zu gehen, nachdem dieser vom starken Mike Fischer im Slot bedient wurde. Jedoch scheiterte er dann an Arno Tiefensee im Heilbronner Gehäuse. Nur zwei Minuten später hatte Dylan Wruck die Chance, sein Team erneut in Führung zu bringen, als Löwen-Kapitän Adam Mitchell im Aufbau gestört wurde und Wruck die Hartgummischeibe frei vor Basti Kucis auf die Kelle bekam. Er konnte den Frankfurter Goalie jedoch nicht überwinden.

Heilbronn erspielte sich weiter Chancen. Vor allem im Powerplay zeigten die Falken mit gefährlichen Abschlüssen, warum sie in dieser Kategorie vor dem Spiel Platz vier belegten. Kurz vor Ablauf der Strafe von Mike Mieszkowski hatte wieder Dylan Wruck aus kurzer Distanz die Führung für Heilbronn auf dem Schläger, aber Kucis blieb erneut der Sieger. Frankfurt erhöhte jetzt den Druck und erzielte in der 56. Spielminute durch Manuel Strodel den 2:1-Siegtreffer. Heilbronn probierte noch einmal alles und nahm knapp eineinhalb Minuten vor Schluss Arno Tiefensee vom Eis. Zum Ausgleich reichte es jedoch nicht mehr.

Eric Stephan zu seinem ersten Eindruck von seinem neuen Team: „Erst mal neben dem Eis: sehr sehr gut. Lustige Truppe und harmonisch. Und auf dem Eis: Ich denke, dass es eine sehr talentierte Truppe ist, die auch hart arbeitet und auch die dreckige Arbeit gut macht. Außerdem denke ich, dass wir im Team eine gute Balance haben zwischen Skill und harter Arbeit.“

Beide Mannschaften sind am Dienstag wieder im Einsatz. Heilbronn hat in der heimischen Kolbenschmidt Arena die Bayreuth Tigers zu Gast, während Frankfurt im Derby ebenfalls zu Hause auf Bad Nauheim treffen wird.


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