Löwen Frankfurt kommen ins Rollen5:2-Erfolg gegen Kaufbeuren, der zu einem 5:0 wurde

Die Löwen Frankfurt – hier mit Magnus Eisenmenger (rechts) gegen ESVK-Spieler Joe Lewis – entwischten dem ESV Kaufbeuren. (Foto: dpa/picture alliance)Die Löwen Frankfurt – hier mit Magnus Eisenmenger (rechts) gegen ESVK-Spieler Joe Lewis – entwischten dem ESV Kaufbeuren. (Foto: dpa/picture alliance)
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Nach zwei Auswärtssiegen in Serie – jeweils 3:2 nach Penaltyschießen beim Winter Game gegen den EC Bad Nauheim sowie in Ravensburg am vergangenen Freitag – konnten auch die zuletzt erstarkten Kaufbeurer Joker die Tiilikainen-Truppe nicht aufhalten und verloren zwei Tage vor Heiligabend am Frankfurter Ratsweg mit 5:2 (1:0, 1:2, 3:0) vor über 4600 Zuschauern. 

Vermutlich läuteten die Löwen den Umschwung beim „Winter Game“ ein, dem Event des Rivalen. Das vom EC Bad Nauheim als wichtigstes Spiel der Vereinsgeschichte deklarierte Match entschieden die Löwen im Shootout mit 3:2 für sich, spielten dabei dominant und selbstbewusst auf. Mit demselben Ergebnis siegten diese am Freitagabend in Ravensburg, welches zudem die heiße Phase vieler Spiele einleitete. In beiden sehr eng geführten Spielen sollten jeweils nur Nuancen fehlen, das Spiel bereits nach 60 Minuten für sich zu entscheiden.

Auch beim Heimspiel gegen die Joker boten sich den Löwen im Anfangsdrittel genügend Chancen, schon früh im Spiel höher zu führen, doch nach dem ersten Drittel stand ein eher knappes 1:0 auf der Frankfurter Habenseite, nachdem Roope Ranta Nutznießer des starken Frankfurter Forecheckings wurde und trocken in den Winkel zur Führung abschloss. Die Joker schüttelten sich und zeigten ein anderes Gesicht, nahmen im Mitteldrittel das Heft in die Hand. Folgerichtig glich die Mannschaft von dem bereits im vierten Jahr an der Bande der Allgäuer tätigen Andi Brockmann beide Löwen-Führungen aus, die zuvor gezeigten, teils ungewohnten Fehler im Spielaufbau der Joker waren passé. Und so musste das Schlussdrittel herhalten, um das Spiel, das im Nachgang wegen eines nicht spielberechtigten Gästespielers mit 5:0 für die Löwen Frankfurt am „Grünen Tisch“ gewertet wurde, auf dem Eis zu entscheiden. Martin Buchwieser fälschte einen Ranta-Schuss von der Blauen zum spielentscheidenden dritten Frankfurter Tor hinter ESVK-Schlussmann Jan Dalgic ab, Max Eisenmenger machte mit einem tollen Move und einem satten Schlagschuss alles klar.„Ich war sechs Wochen verletzt und es dauert eben seine Zeit, bis man zurückkommt. In der neuen Reihe mit MacAulay und Adam Mitchell funktioniere ich auch immer wieder, wir finden uns immer besser. Mein Job liegt vor allem darin, Pucks in den Ecken zu gewinnen, hart zu arbeiten und die anderen beiden zu füttern“, sagte er danach.

Angesprochen auf sein 4:2, bei dem Eisenmenger zwei Verteidiger der Gäste aussteigen ließ und trocken abschloss, beweist der ältere Eisenmenger-Bruder Bescheidenheit: „Ich habe einfach gemacht, den Kopf nach unten und durchgezogen, die Lücke gesehen – zum Glück ist er reingegangen“.  Das sieht man auch auf dem Eis, wenn wir mehr und mehr treffen. Stephan MacAulay erhöhte sogar auf 5:2 nach einem Abpraller des Kaufbeurer Goalies und traf damit zugleich zum 100. Frankfurter Tor der Saison. Mit neuem Selbstbewusstsein, starken Einsatz und sehenswerten Kombinationen verschafften sich die Löwen nicht nur drei Punkte und damit die ersten sieben aus neun des noch vier Spiele andauernden Spiele-Marathons bis Anfang Januar, sondern setzten mit dem dritten Erfolg in Serie ein Ausrufezeichen in Richtung Gesamtklassement. Mit den mitunter wenigsten gespielten Matches der Liga visieren die Löwen die direkten Play-off-Plätze wieder an und werden dabei von den wiederkehrenden Verletzten unterstützt: Verteidiger Alex Roach, der vor seiner Verletzung seinen Vertrag bis Saisonende verlängerte und im Defensivbund zu überzeugen wusste, kehrt vermutlich beim Heimspiel gegen den EV Landshut aufs Eis zurück. Auch Jung-Verteidiger Thomas Gauch steht in den nächsten Wochen vor seiner Rückkehr, um das erste Punktspiel im Löwen-Dress zu bestreiten. Der aus Kaufbeuren nach Frankfurt gewechselte Mike Mieszkowski, der in Frankfurt auf seinen jüngeren Bruder Darren trifft und bereits in seinem ersten Löwen-Heimspiel ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub zum zwischenzeitlichen 2:1 traf, hat die Atmosphäre in der Eissporthalle sofort genossen: „Die ganze Atmosphäre war klasse, die Fans waren super laut. Es war einfach rundum gelungen.“ Personelle Entlastung, positive Auftritte und letztlich drei Siege aus drei Partien – so darf es nach Geschmack der Löwen Frankfurt sicherlich weitergehen.


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