Löwen Frankfurt gewinnen enges Spitzenspiel gegen Bietigheim Hessen wollen als Erster in die Play-offs gehen

Die Löwen Frankfurt entscheiden das Spiel gegen die Bietigheim Steelers für sich. (Foto: dpa/picture alliance)Die Löwen Frankfurt entscheiden das Spiel gegen die Bietigheim Steelers für sich. (Foto: dpa/picture alliance)
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Nicht hochklassig, aber packend; ohne viele Großchancen, aber ein Fight um jeden Zentimeter Eis; dies könnte auch die Umschreibung eines klassischen Play-off-Spiels darstellen, ist in dem Fall aber doch die Kurzfassung des Topspiels der Löwen gegen die Steelers. Verdient gewannen die Löwen, hätten von den Spielanteilen her aber sicher auch eher drei Punkte anstatt nur zwei mitnehmen können.

Löwen-Verteidiger Max Faber stimmt zwar zu, wiegelt aber auch ab: „Wir waren im ersten Drittel die klar bessere Mannschaft, haben aber gegen eine sehr gute Mannschaft gespielt, die sehr effektiv war heute. Das ist eben ihr Ding, darauf waren wir vorbereitet. Ich denke, es sind zwei gewonnene Punkte, die wir mehr verdient hatten als die Steelers.“ Für den Rest der Hauptrunde mit zwei verbleibenden Spielen kann es also nur eine Marschroute geben: „Wir wollen die nächsten beiden Spiele gewinnen und Erster bleiben.“

Mit seinem 18. Saisontor zum 3:2 ist Faber zudem der punktbeste Verteidiger der DEL2: „Wenn der Torhüter nichts sieht, kann er auch nichts halten. Mein Tor war daher auch etwas glücklich. Insgesamt haben wir viel geschossen und haben bei meinem 3:2 gut vor dem Tor gearbeitet.“ „Bescheidenheit siegt“, dichtete bereits Fallersleben – und so gibt sich Faber trotz seines enormen Scorings Touchs als Verteidiger in dieser Saison. Sturmkollege und Torschütze zum 4:4 eineinhalb Minuten vor Schluss Matt Pistilli schiebt den Verteidigern Schüle, der das Siegtor mit einem strammen Schuss aufs Tor von Sinisa Martinovic brachte und damit die Vorlage für Adam Mitchell gab, der außerdem vom Patzer des Steelers-Schlussmanns profitierte, sowie Max Faber, ein Extralob zu: „Beide haben fantastische Arbeit vor den wichtigen Treffern geleistet, den Puck mehrmals im Drittel zu halten und uns damit letztlich im Spiel zu halten. Wir haben den Puck damit einfach zum Tor gebracht und dafür gesorgt, Chancen zu erarbeiten.“

Im Gegensatz zu Faber nimmt Pistilli, angesprochen auf seine Leistung heute, aber auch ein Eigenlob mit: „Ich habe ein gutes Spiel geliefert heute. Trotz der vielen Strafzeiten haben wir uns im Spiel gehalten und uns Chancen herausgearbeitet heute. Wir haben über alle Reihen hinweg stark gespielt.“ Die defensive Ausrichtung der Steelers schien für die Löwen aber weniger überraschend gewesen zu sein: „Wir sind nicht wirklich überrascht gewesen. Bietigheim war in dieser Saison gegen uns immer defensiv stark und sie überraschen uns damit nicht wirklich, dass sie Jahr für Jahr eine der besten Defensiven in der Liga haben. Zudem ist Bietigheim unheimlich erfahren besetzt. Wir müssen gegen sie immer alles geben. Das macht es immer schwer, Bietigheim zu schlagen.“ Und leichte Gegner wird es ab Mitte März sowieso nicht mehr geben. Nur noch zwei Spiele, dann folgt die fünfte Jahreszeit der Eishockey-Fans.