Löwen Frankfurt entführen zwei Punkte aus Bad NauheimPackendes Hessenderby zwischen Bad Nauheim und Frankfurt

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Die Schiedsrichter Tony Engelmann und Jens Steinecke zeigten gleich im Auftaktdrittel, dass sie eine konsequente Linie verfolgen würden. Eine 5:3-Situation zu Beginn wussten die Frankfurter nicht zu nutzen. Die Gäste wirkten mitunter etwas hektisch in ihren Abschlussaktionen. Besser machten es die Hausherren in Überzahl: Daniel Stiefenhofer traf zunächst nach Querpass (8./1:0) und später per Abstauber (14./2:0) jeweils bei einem Mann mehr auf dem Eis.

Nach der Pause kamen die Löwen spritziger aufs Parkett. Da war nur EC-Schlussmann Hendrik Hane, der sich nicht aus der Ruhe bringen ließ durch die Frankfurter Angriffe. Mitchell (21.), Tousignant (23.) und Koziol (25.) konnten beste Einschussmöglichkeiten nicht nutzen. Erst ein verdeckter Schlagschuss von Kevin Maginot (25./2:1) landete im Nest. Kurz darauf kassierte Löwen-Kapitän Mitchell zwei Strafminuten, weil er Dustin Sylvester im Laufduell behinderte. Ebendieser quirlige EC-Topscorer nutzte die Überzahlsituation zum dritten Powerplaytreffer der Gastgeber (29./3:1). Die Löwen ließen sich nicht abschütteln. Erneut brachte ein Schlagschuss die Lösung. Maximilian Faber (47./3:2) erzielte den so wichtiger Anschlusstreffer noch vor Drittelende.

Adam Mitchell (42./3:3) benötigte nur 94 Sekunden im Schlussabschnitt für den Ausgleich. In den folgenden Minuten kam Nauheim kaum aus der Defensivzone, Frankfurt rannte an, Zählbares sprang dabei nicht heraus und die Roten Teufel fanden schließlich einen Weg die Partie neutral zu gestalten. Das Unentschieden nach der regulären Spielzeit ging in Ordnung. In der Overtime hatte Bad Nauheim ein deutliches Chancenplus, den Extrapunkt sicherten sich aber die Mainstädter. Mathieu Tousignant (65./4:3) erzielte das goldene Tor.

„In der Verlängerung hätten wir den Treffer schießen müssen. Aber so ist es nun mal im Eishockey“, sagte Bad Nauheims Trainer Christof Kreutzer nach Spielende. „Ich bin mit der Mannschaftsleistung sehr zufrieden. Die Jungs haben alles gegeben!“ Am Sonntag gastiert Bad Nauheim bei Tabellenführer Ravensburg. Frankfurt erwartet die Lausitzer Füchse am heimischen Ratsweg.