Licht und Schatten im UnterlandHeilbronner Falken

Lesedauer: ca. 3 Minuten

Von schnellen Passkombination und einem schnellen Rotationsspiel war das Spiel der Falken geprägt. Die Gäste aus dem Breisgau wurden primär durch den agilen Steven Billich -ein ehemaliger Falken-Spieler- oder durch harte Schlagschüsse gefährlich. Die Falken hatten den wesentlich höheren Spielanteil, führten und spielten den Puck sicher in ihren Reihen, allerdings stand die Abwehr der Wölfe sicher und so boten sich kaum aussichtsreiche Abschlussmöglichkeiten für die Unterländer.

In der 9. Spielminute gingen die Gäste durch oben genannten Steven Billich in Führung. Ein Schuss wie ein Strich, Innenpfosten, Führung. Philip Lehr im Gehäuse der Heilbronner hatte keine Abwehrmöglichkeit. Bevor es mit diesem 1:0 für die Gäste in die erste Pause ging flogen die Fäuste. Gegen den Heilbronner Robin Thomson wurde eine Strafe wegen eines Checks gegen den Kopf angezeigt. Noch bevor die Strafe ausgesprochen werden konnte lagen Handschuhe und Schläger auf dem Eis. Das Duell gegen Robert Peleikis gewann der Heilbronner klar. Beide Spieler erhielten 2+2+10 Strafminuten für diese Boxeinlage. Da Robin Thomson wegen des Checks zudem 2 Strafminuten und eine weitere zehnminütige Disziplinarstrafe erhielt, war das Spiel für ihn beendet.

Im zweiten Drittel schlossen die Falken ihre Kombinationen -die Falken-Anhänger werden sagen „endlich“- schneller ab und schon fiel der 1:1 Ausgleich. Alexander Ackermann sah Dustin Cameron und der schoss sofort. Ein klassischer „One-Timer“. Weniger als eine Minute später lag der Puck wieder hinter Christoph Mathis und somit im Tor der Freiburger. Allerdings fand der Treffer keine Anerkennung. Ein Stockschlag des vermeintlichen Torschützen Grant Toulmin führte nicht zum 2:1, sondern zu einer zweiminütigen Strafe gegen den Heilbronner. Da zu diesem Zeitpunkt bereits eine Strafe gegen den Freiburger Jannik Herm angezeigt war, wurde das Spiel mit Vier gegen Vier fortgeführt. Etwas unglücklich verlief dies für Steven Bär. Zunächst scheiterte er freistehend am Goalie der Breisgauer und im direkten Gegenangriff der Freiburger -Philip Lehr hatte den Alleingang von Steven Billich nach klären können- lenkte er den eigentlich schon geretteten Puck ins eigenen Tor. Nun stand es 2:1, allerdings für die Breisgauer. Noch in der gleichen Spielminute konnten die Falken den abermaligen Ausgleich erzielen. Wieder nach einer schnellen Passkombination war es Marcel Kurth der traf. Den Falken kann man anlasten, dass sie ihr sicheres Passspiel nicht zu mehr Torschüssen genutzt haben. Wie dies zum Erfolg führen kann, haben die zwei Tore gezeigt. Gewiss muss man den Breisgauern auch attestieren, dass sie geschickt verteidigt haben. Sie verstanden es gut, die Heilbronner Stürmer vom Tor fernzuhalten.

Kurz nach Beginn des Schlussdrittels konnten die Falken doch noch in Führung gehen. Steven Bär brachte einen Schlagschuss (wahrscheinlich) im Tor unter. Die Freiburger sahen die Scheibe nicht hinter der Linie, sondern nur am Pfosten. Genau aufklären ließ sich dies nicht, auf der Tribüne waren sich die Zuschauer ebenso uneinig.  Schiedsrichter Tony Engelmann war gut positioniert und hatte freie Sicht auf das Geschehen. Er entschied ohne Zögern auf Tor. Die Freiburger Proteste konnten ihn nicht umstimmen.  Bis zum Ende der regulären Spielzeit wurde rustikales Eishockey geboten. Schnelle Konter und hartes Körperspiel ersetzen die vorherigen Passkombinationen. Bis zur 60. Spielminute blieb es bei dieser knappen Führung der Käthchenstädter. Zu diesem Zeitpunkt nahm Gästetrainer Leos Sulak seinen Goalie zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Jannik Herm kam auf Eis, machte sich auf dem Weg zum Tor der Falken, bekam den Puck und traf zum 3:3.

Weder in den verbliebenen Sekunden noch in der Verlängerung fiel das entscheidende Tor. Nach insgesamt sechs Fehlschüssen war es Grant Toulmin, der als erster einen Penalty im Tor versenken konnte. Danko Deveri konnte für die Freiburger nicht treffen und somit stand der knappe Sieg der Falken fest.

Statistik:

0:1       9.         Steven Billich (Timo Linsenmaier, Nikolas Linsenmaier)

1:1       33.       Dustin Cameron (Alexander Ackermann, T.J. Fast)

1:2       35.       Steven Billich

2:2       35.       Marcel Kurth (T.J. Fast, Alexander Ackermann)

3:2       42.       Steven Bär -PP-

3:3       60.       Jannik Herms

4:3                   Grant Toulmin -Penalty-

Strafminuten:

Heilbronner Falken:      20, +10 Thomson, +10 Thomson, +10 Tiffels

Wölfe Freiburg:                       14, +10 Peleikis

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