Leidenschaftlicher Sieg zum Jahresende

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Ausverkauftes Haus, ein Spiel auf höchstem Zweitliganiveau, leidenschaftlicher Kampf und Einsatz von beiden Mannschaften und jede Menge Emotionen. Die Partie der Schwenninger Wild Wings lieferte von Anfang bis zum Ende das perfekte Drehbuch und wechselte von Drama in der Anfangsphase bis hin zum Krimi in der Schlussphase, aber das Wichtigste war aus Schwenninger Sicht das Happy End. Und tatsächlich, nach nicht einmal zwei Minuten stand es bereits 0:2 und die Gäste aus Niederbayern ließen ihre spielerische Klasse aufblitzen. Die Wild Wings hingegen verschliefen den Spielbeginn und bekamen prompt die kalte Dusche. Doch von Minute zu Minute kämpfe sich Schwenningen zurück in das Spitzenspiel und 6214 begeisterte Zuschauer sahen nach dem frühen Rückstand nun ein Spiel mit offenem Visier. Beide Teams suchten ihre Chancen, Schwenningen sollte den Kasten von Sebastian Vogl immer besser ins Visier nehmen. In der sechsten Spielminute wurde der tolle Einsatz dann auch belohnt.

In seiner unnachahmlichen Art setzte sich Jason Pinizzotto im Slot durch und stocherte die Scheibe über die Linie- nur noch 1:2. Spätestens als nach zwei Minuten Dan Hacker nur den Pfosten traf, lag das Momentum auf Seiten der Wild Wings. Im zweiten Abschnitt riss Schwenningen die Partie an sich und der Tabellenführer aus Landshut war fast pausenlos im eigenen Verteidigungsdrittel anzutreffen. Dort gab es auch allerhand zu tun, denn Schwenningen drückte nun mit aller Macht auf den Ausgleich. Innerhalb von 120 Sekunden vergaben Philipp Schlager, Marc Wittfoth und Maximilian Hofbauer gleich zu Beginn des zweiten Abschnitts beste Chancen. Drei Minuten später war es dann endlich soweit und Dan Hacker brachte die Helios-Arena mit seinem tollen Solo und dem Ausgleichstreffer zum Beben.

In der Folgezeit überstand Schwenningen sieben (!) Minuten Unterzahl schadlos- Einsatz, Kampf und Mathias Lange als sicherer Rückhalt waren dafür der Garant.

Kaum war David Walker zurück auf dem Eis und Schwenningen damit wieder vollzählig, schon vernaschte Brock Hooton gleich drei Gegenspieler und hatte dann noch das Auge für seinen kongenialen Sturmpartner Pierre-Luc Sleigher. Der nahm die Vorlage dankend an, umkurvte Sebastian Vogl und hob die Scheibe zur erstmaligen Führung in die Maschen (39. Minute). Die Wild Wings hatten das Spiel gedreht und ließen sich auch vom erneuten Ausgleichstreffer durch Ostwald nicht aus der Bahn werfen. Zu groß war an diesem Abend der unbedingte Wille, die Landshut Cannibals zu schlagen und die Siegesserie weiter fortzusetzen. Kurz nach dem Ausgleichstreffer musste Schwenningen erneut in Unterzahl agieren. Aber auch hier musste Mathias Lange keinen weiteren Treffer mehr hinnehmen, im Gegenteil: David Walker fand die Lücke in der Landshuter Defensive und brachte seine Mannschaft mit einem Shorthander erneut in Führung. Der Spitzenreiter war damit geschlagen und Schwenningen setzte sogar noch einen drauf. Einen sehenswerten Angriff vollendete Dominik Walsh zum 5:3-Endstand. Es war das Happy-End eines echten Spitzenspiels vor traumhafter Kulisse.

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