Lausitzer Füchse bezwingen auch die Bayreuth TigersSiegreiches Wochenende für Weißwasser

Hunter Garlent erzielte zwei Treffer beim Lausitzer Sieg in Bad Tölz. (Foto: picture alliance/dpa/Kessler-Sportfotografie)Hunter Garlent erzielte zwei Treffer beim Lausitzer Sieg in Bad Tölz. (Foto: picture alliance/dpa/Kessler-Sportfotografie)
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Die Füchse lagen vor Spielbeginn einen Punkt vor dem Tabellennachbarn auf Platz zwölf, allerdings hatten die Tigers noch zwei Nachholspiele offen. Sowohl Weißwasser als auch Bayreuth hatten mit Verletzungssorgen zu kämpfen, die Tigers waren mit nur 14 Feldspielern angereist. Die Füchse mussten u.a. auf Routinier Jens Baxmann verzichten, konnten aber immerhin das volle Kontingent ausschöpfen.

Es ging munter los in der mit 729 Zuschauern zumindest zum Teil gefüllten Eisarena in Weißwasser. Gleich kurz nach Beginn konnten die Gastgeber die Tigers fast wie im Powerplay einschnüren, Zählbares kam dabei aber zunächst nicht heraus. Dann rettete Leon Hungerecker im Tor der Füchse bei einem Konter von Ivan Kolozvary. Aufregung gab es in der achten Minute, als Tim Zimmermann zu Fall kam. Schuld war aber nicht Jakub Kania, der zunächst auf die Strafbank sollte, sondern ein Tiger. Zur Drittelmitte waren die Füchse im Vorwärtsgang, das Tor aber machten die Bayreuther in der zehnten Spielminute. Cabana stand frei und schoss zum 0:1 aus Sicht der Füchse ein. Doch zwei Minuten später dann Jubel in der Halle, als Hunter Garlent den Ausgleich für die Gastgeber machte. Bayreuths Goalie Timo Herden war hinter seinem Tor, Garlent schnappte sich den Puck und schob ihn in das leere Gehäuse. Zum Schluss des ersten Drittels waren die Füchse deutlich aktiver, sie scheiterten aber immer wieder an ihren eigenen Fehlpässen und an Timo Herden im Tor der Gäste. Schließlich war noch eine Minute zu spielen, als Kurt Davis von den Tigers Roope Mäkitalo zu Fall brachte und in die Kühlbox musste. Die Füchse spielten dieses Powerplay mit wirklich viel Power, den vierten oder fünften Torschuss brachte Clarke Breitkreuz mit der Schlusssirene ins Bayreuther Tor zum 2:1.

So waren beide Mannschaften zu Beginn des zweiten Drittels wieder vollzählig. Bayreuth drängte jetzt nach vorn, kam aber nicht an Leon Hungerecker vorbei. Dass beide Mannschaften nervös waren, merkte man an zwei seltsamen Powerplays, zunächst gegen die Tigers wegen Spielverzögerung, dann gegen die Füchse wegen eines überzähligen Spielers auf dem Eis. Die Bayreuther schlugen jetzt zu. Ville Järveläinen markierte in der 26. Minute den Ausgleich zum 2:2. Bennet Roßmy hatte seinen Schläger verloren, so war der Slot frei. Doch die Lausitzer ließen sich nicht beeindrucken. Vier Minuten später im nächsten Powerplay nutzte Peter Quenneville das Gewühl vor dem Bayreuther Tor und traf zum 3:2. Aufregung kurz danach, als Daniel Visner zu Fall kam und verletzt in die Kabine musste. Danach passierte, bis auf einen wunderschönen, aber erfolglosen Unterzahl-Konter der Lausitzer nicht mehr allzu viel. Mit der knappen, aber verdienten Führung für die Füchse ging es in die zweite Pause.

Die ersten fünf Minuten des Schlussdrittels gehörten dann den Tigers, von Busbeinen und kurzer Bank war in dieser Spielphase nichts zu sehen. Aber Leon Hungerecker im Tor der Gastgeber war der gewohnte Fels in der Brandung. Die Füchse schlugen dann in der 46. Minute zurück: Hunter Garlent schloss einen schnellen Angriff der Gastgeber mit dem 4:2 ab. Die Füchse waren jetzt aufgewacht und bestimmten das Spielgeschehen. Aber den Tigers waren die Zähne noch nicht gezogen. Sie kamen immer wieder gefährlich ins Drittel der Lausitzer und Ivan Kolozvary konnte vier Minuten vor Schluss den Anschlusstreffer ins Netz bringen. Mit dem 4:3 wurde es noch einmal spannend. Die Füchse behielten aber die Nerven und Hunter Garlent machte drei Sekunden vor Schluss mit dem Empty-Net-Goal zum Endstand von 5:3 sein drittes Tor in diesem Spiel.

Wichtig für dieses Spiel waren die Special-Teams. Weißwasser nutzte gleich zwei Powerplays erfolgreich und machte fast noch ein Tor in Unterzahl. Standen die Tigers dagegen heute mit einem Mann mehr auf dem Eis, konnten sie, bis auf den Ausgleichstreffer zum 2:2, nur selten richtig Druck aufbauen. Gleichzeitig fingen sie sich mit Blick auf ihre dünne Personaldecke zu viele Strafzeiten ein.

So verbuchten die Lausitzer drei wichtige Punkte auf ihrem Konto und arbeiteten sich in der Tabelle auf Platz elf vor. Die Verfolger Landshut und Bayreuth haben allerdings noch ein bzw. zwei Spiele nachzuholen. Es bleibt also spannend im Tabellenkeller der DEL 2.


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