Krimi gegen Bad NauheimESV Kaufbeuren

Krimi gegen Bad NauheimKrimi gegen Bad Nauheim
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Bad Nauheim erwischte einen guten Start und setzte die Joker bereits früh unter Druck. Daraus entstand dann auch in der zweiten Minute der in der Entstehung etwas glückliche Führungstreffer durch Sven Schlicht, der von hinter dem Tor Johannes Wiedemann an den Rücken schoss. Von dort aus fand der Puck dann den Weg ins Tor. Bis zur ersten Strafzeit der Gäste tat sich der ESVK sehr schwer, in das Spiel zu kommen. Dies gelang den Hausherren aber dann umso besser, als nach Zuspiel von Max Schmidle Matti Näätänen mit einem Schlagschuss zur Stelle war. Thomas Ower konnte den Puck nur noch leicht ablenken und den Ausgleich der Joker nicht mehr verhindern. Von nun an waren auch die Gastgeber immer gefährlicher und es entwickelten sich Chancen auf beiden Seiten. Dabei verpassten Stephen Schultz und Max Schmidle nach jeweils schönen Einzelaktionen den zweiten Treffer. Schultz hatte dann sogar einen Alleingang, bei dem er aber zu Fall kam. Jedoch blieb der Pfiff des Unparteiischen Carsten Lenhart aus. In der 19. Minute hatten dann die Kaufbeurer etwas Glück, als nach einem Querpass durch den Torraum von Wiedemann kein Teufel seinen Schläger noch dazwischen bringen konnte.

So ging es mit dem Stand von 1:1 in das zweite Drittel. Dies begannen die Wetterauer erneut mit Druck, doch auch ein Überzahlspiel nutzte ihnen nicht, um am gut haltenden Wiedemann vorbeizukommen. Doch auch sein Gegenüber hatte Chancen, sich auszuzeichnen. Als nach einer schönen Kombination Hans Detsch frei vor Ower auftauchte, war dieser jedoch nur noch mit einem Foul zu stoppen. Das daraus resultierende Powerplay war wohl eines der Besten der Joker. Doch in aussichtsreichen Positionen scheiterten unter anderem Thiel, Näätänen, Edwards und Schmidle an Ower oder dem Pfosten. In der Folge wurde das Spiel etwas ruhiger - bis zur 36. Minute. Und die hatte es in sich. Maury Edwards konnte den Puck in der neutralen Zone erobern und lief in das gegnerische Drittel. Ryhänen empfing einen Pass, verzögerte leicht und legte Quer zum nachstürmenden Schmidle, der wiederum aus bester Schussposition verzögerte, seinen besser postierten Nebenmann Alexander Thiel sah und mustergültig auf dessen Schläger passte. Thiels Schuss fand dann endlich den Puck vorbei an Ower ins Netz zum Führungstreffer. Die Freude währte jedoch nicht lange, da sich Michael Dorr nur zwei Minuten später durchsetzen konnte und den zu diesem Zeitpunkt etwas glücklichen Ausgleich erzielte, mit dem es auch in die zweite Pause ging.

Das letzte Drittel begann der ESVK druckvoll, doch die größte Chance hatten die Gäste, als Wiedemann einen Konter der Gäste durch Pinizzotto vereitelte. Aber auch die Gastgeber hatten einige gute Chancen, die vor den 1051 Anwesenden aber den Weg ins gegnerische Netz nicht fanden. Dies machten die Roten Teufel besser. Nach einem ungenutzten Überzahlspiel war es Kyle Helms, der den Schläger dazwischen brachte und den Schuss unhaltbar für ESV-Keeper Wiedemann abfälschte. Die Joker hatten also nun knapp neun Minuten auf der Uhr, um den Ausgleich zu erzielen, doch die Bemühungen blieben erfolglos und Wiedemann musste bei den Kontern sein ganzes Können zeigen. Als dann nur noch 101 Sekunden auf der Anzeigetafel standen und die Zeit immer enger wurde für die Joker, war es schließlich Max Schmidle, der nach zwei Vorlagen an diesem Abend den Puck zur Freude der lautstarken Fans über die Torlinie befördern konnte. Nachdem Ryhänen die Scheibe vors Tor brachte, vollendete Schmidle im zweiten Versuch. Mit dem 3:3 ging es dann in die Verlängerung. In dieser war der ESVK nicht in der Lage, zwei Überzahlspiele zu verwerten und im Lotteriespiel Penaltyschießen zeigten sich die Gäste dann auf der glücklicheren Seite mit den zwei Toren von McMonagle und Trainersohn Taylor Carnevale bei sechs Versuchen. Für den ESV traf lediglich Tähtinen.

In der anschließenden Pressekonferenz lobte Gästetrainer Carnevale die kämpferische Spielweise des ESVK und war mit dem Sieg seines Teams zufrieden. Didi Hegen sah eine immense Steigerung zur Vorwoche mit einem guten Spiel. Ärgerlich für ihn jedoch waren die vergebenen Powerplaymöglichkeiten in der Verlängerung. Torhüter Wiedemann bekam ein großes Lob für eine gute Leistung. Nun gehe es, laut Hegen, mit Selbstvertrauen am Sonntag nach Crimmitschau.

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