Konstanz über 60 Minuten fehlt

Zwei Siege am Wochenende - Entwarnung bei Jason DunhamZwei Siege am Wochenende - Entwarnung bei Jason Dunham
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Die Heilbronner Falken müssen weiter auf einen weiteren Auswärtssieg seit

dem 6:4 in Bremerhaven warten. 3:5 verloren sie am Freitag beim SC

Riessersee. Ausschlaggebend war dabei die desolate Leistung im zweiten

Spielabschnitt.

Die Unterländer begannen gut, hatten über das ganze erste Drittel deutlich

mehr vom Spiel und kamen immer wieder gefährlich vor das Tor des SCR.

Bereits in der zweiten Spielminute zeigte die Reihe um Kapitän J.-F.

Caudron, wieso sie die gefährlichste der Falken ist, doch noch blieb

SCR-Schlussmann McArthur Sieger. Nach vier Minuten musste man dann die erste

Unterzahlsituation überstehen und tat dies souverän. Die Bayern fanden nicht

zur Powerplay-Aufstellung, oft hinderten sie sich allerdings selbst daran

durch Abseitspositionen und Fehlpässe. Sogar in Unterzahl kamen die Falken

in Person von Caudron zu Chancen. Eine konnte Garmischs Kapitän Paderhuber

nur durch eine Strafe verhindern und nachdem kurze Zeit auf beiden Seiten

vier Cracks auf dem Eis standen, konnten die Käthchenstädter nach Rückkehr

von Langwieder von der Strafbank ihrerseits das Powerplay üben. Zählbares

sprang trotz guter Formation nicht dabei heraus. Anders in der 12. Minute:

Mauer und Caudron starteten aus dem eigenen Drittel zu einer

2-auf-1-Situation, es folgte ein Kabinettstückchen: Unbemerkt hatte sich

Luigi Calce ebenfalls auf den Weg gemacht, anstatt eines Querpasses auf

Mauer vor dem SCR-Gehäuse legte Caudron die Scheibe zu Calce zurück und

dieser hämmerte das Hartgummi zur verdienten Führung ins Netz.

Ob der vielversprechenden Leistung im ersten Drittel war es umso

erschreckender, wie die Falken aus der Drittelpause kamen. Die Werdenfelser

hatten keine Mühe sich im Heilbronner Drittel festzusetzen und so konnte

sich Neuzugang Mattias Wikström völlig unbedrängt frei vor Kauhanen spielen

und aus kurzer Distanz einnetzen (24.). Heilbronn war nun völlig von der

Rolle, dies gipfelte in einem Fehlpass aus dem eigenen Drittel, Simon Maier

bedankte sich und schoss den SCR in Führung. Nun kam bei den Falken kaum ein

Pass noch an, kein Check wurde zu Ende gefahren. Anders bei den Bayern, sie

kombinierten nach Belieben, scheiterten aber entweder an Kauhanen oder an

eigenem Unvermögen. Gegen Ende des Mittelabschnitts fingen die Falken sich

wieder und schienen das Spiel wieder in die Hand nehmen zu wollen. Gerade in

einer Sturm- und Drangphase, als zunächst Calce und kurz darauf Firsanov an

McArthur scheiterten, fiel der Treffer zur 3:1-Führung von Riessersee.

Magowan fand die Lücke zwischen Stockhand und Pfosten.

Einiges kann man den Jungs von Rico Rossi vorwerfen, doch den Kampfgeist

absprechen, das kann man nicht. Im Schlussabschnitt mobilisierten sie noch

mal alle Kräfte und bereits nach 49 Sekunden tauchte Calce vor McArthur auf,

konnte die Chance aber nicht verwerten. Und wieder war es der SCR, der seine

Chancen besser zu nutzen wusste. Die Falken hatten gerade eine

Unterzahlsituation überstanden, als die Scheibe hinter Kauhanen im Netz

zappelte (44.). Rob Brown hieß diesmal der Torschütze. Jetzt folgte die

Antwort allerdings auf dem Fuße. Nur 20 Sekunden später hämmerte Edwardson

seinen Frust, in Form des Pucks, an McArthur vorbei zum 2:4 in die Maschen.

Bezeichnend für dieses Spiel allerdings, dass die Falken nach einem

erzielten Treffer das Spiel einstellten und so Garmisch viel Raum ließen. Zu

viel Raum, den die Werdenfelser erneut nutzten. Nach 53 Minuten schoss

Magowan mit seinem zweiten Tor zum 5:2 ein. Eine doppelte Überzahl in der

54. Minute nutzen die Falken durch den starken Calce noch zum 5:3. Mehr

sollte trotz Herausnehmen des Torwarts kurz vor Spielende nicht mehr drin

sein.



Verloren wurde das Spiel im zweiten Drittel, als man durch eklatante Fehler,

kaum Konsequenz im Körperspiel und allgemeiner Nachlässigkeit auf die

Verliererstraße kam. Am Sonntag steigt in Heilbronn das Derby gegen

Bietigheim, die Lavatec Arena könnte ausverkauft sein. Eine bessere

Möglichkeit, als vor so großen Zuschauermassen für das Heilbronner Eishockey

zu werben, werden die Falken in den nächsten Wochen kaum bekommen. Ein Sieg

wäre wichtig, allein um nicht in den Tabellenkeller abzurutschen, denn

Garmisch kam durch den Sieg gegen Heilbronn bis auf einen Punkt an den

neunten Platz, den die Falken innehaben, heran. Wie auch Rico Rossi nach dem

Spiel auf der Pressekonferenz bemerkte, haben die Käthchenstädter noch

Probleme über 60 Minuten eine konstante Leistung zu bringen. (FG82)



SC Riessersee - Heilbronner Falken 5:3 (0:1, 3:0, 2:2)

Tore: 0:1 Calce 12., 1:1 Wikström 24., 2:1 Maier 25., 3:1 Magowan 37., 4:1

Brown 45., 4:2 Edwardson 45., 5:2 Magowan 53., 5:3 Calce 55. 5-3

Strafminuten: Riessersee 6, Heilbronn 4

Schiedsrichter: Trainer

Zuschauer: 2.068