Knappe Niederlage trotz guter LeistungKeine Punkte in Bremerhaven

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Dass die Starbulls im Endklassement Platz acht belegen werden, war bereits zuvor klar. Nun steht aber auch der Gegner für die Pre-Playoff-Runde fest: Es ist der SC Riessersee, der sein Heimspiel gegen Bietigheim mit 4:0 gewann, während die Eispiraten Crimmitschau überraschend gegen Freiburg mit 0:1 den Kürzeren zogen und auf Dresden treffen.
Die Starbulls mussten in Bremerhaven neben den Langzeitverletzten Christian Neuert, Simon
Fischhaber und Gustav Veisert auch auf den angeschlagenen David Vallorani verzichten. Franz Steer stellte dafür Leopold Tausch in die etatmäßige zweite Sturmreihe mit Maximilian Vollmayer und Tyler McNeely, die heute aber im Rahmen der Startaufstellung ins Spiel ging. Der Starbulls-Coach setzte konsequent auf vier Reihen und gab damit auch Florian Gaschke Spielpraxis neben Mondo Hilger und Andrej Strakhov. Das Rosenheimer Tor hütete Lukas Steinhauer.
Von Beginn an dem mit 20 Feldspielern angetretenen Tabellenzweiten ebenbürtig, gerieten die
Starbulls nach gut drei Minuten in Rückstand. Patrick Klöpper hatte auf der linken Seite zu viel Platz,
passte nach innen und Björn Bombis verwandelte aus Nahdistanz eiskalt und ließ Steinhauer keine
Abwehrchance. Ähnlich leicht mutete das Zustandekommen des verdienten Ausgleichstreffers der
Starbulls in der achten Spielminute an. Mondo Hilger passte schräg in den Slot, Stefan Loibl hielt den
Schläger hin und die Scheibe schlug unhaltbar hoch im kurzen Eck ein. Und es kam noch besser für
die Grün-Weißen. Güntzel ließ sich von Wade MacLeod foppen und der Rosenheimer Goldhelmträger versenkte die Scheibe nach einem kurzen Schlenker vom linken Bullypunkt trocken im kurzen Eck zur 2:1-Führung (9.). Die Grün-Weißen hatten nun sogar Vorteile und waren dem 3:1 näher als die klar favorisierten Hausherren dem Ausgleich, der aber dann doch fiel. Diesmal bereitete Dejdar vor, indem er aus der Drehung im Slot abschloss und an Steihauer scheiterte, doch die unkontrolliert nach oben hüpfende Scheibe fand aus der Luft von Patrick Klöpper Schläger den Weg ins Netz (16.). Wade MacLeod hätte die Grün-Weißen erneut in Führung bringen können, doch er traf nur die Latte (18.).

Im zweiten Drittel legten die Gastgeber sofort den Vorwärtsgang ein und wurden früh belohnt. Ganze
25 Sekunden waren gespielt, als Tim Miller aus unmöglichem Winkel fast von der Bande die Scheibe
in Richtung Starbulls-Tor spielte, wo sie Torwart Lukas Steinhauer durchrutschen ließ bzw. selbst ins
Tor legte. Die Mannschaft von Franz Steer gestaltete das Geschehen auf dem Eis aber auch im
weiteren Verlauf völlig offen. C.J.Stretch markierte bereits in der 25. Spielminute den Ausgleich.
Gemeinsam mit Dominik Daxlberger kreierte er eine in Überzahl eher ungewöhnliche Zwei-gegen-
Eins-Abschlussposition und tunnelte Bremerhavens-Keeper Kuhn aus schon kritisch werdendem
Winkel. Das 3:3 zur zweiten Pause war völlig leistungsgerecht, und auch im letzten Spielabschnitt schafften es die Starbulls dank geschickten, körperbetontem aber nie übertriebenem oder gar unfairem Zweikampfverhalten, keinen nachhaltigen Druck der Gastgeber aufkommen zu lassen. Trotzdem ging die Mannschaft von Thomas Popiesch mit 5:3 in Führung. Beide Treffer fielen in Überzahl, beide Male aber auf dafür untypische Weise und aus Sicht der Starbulls völlig unnötig. Zunächst ließ Torwart Steinhauer einen dezent gefährlichen Flachschuss von Zucker ganz komisch abprallen und Marian Dejdar konnte ins leere kurze Eck abstauben (48.). Und dann war es ebenfalls Dejdar, der die Scheibe aus einem unübersichtlichen Getümmel vor dem Tor der Starbulls herausstocherte und der von hinter dem Tor kommende David Stieler hatte keine Mühe, sie per Rückhand im leeren Tor zu versenken (51.). Mit einer energiereichen und im Abschluss raffinierten Einzelleistung sorgte Stretch aber noch einmal für den Rosenheimer Anschlusstreffer (55.). Und als Franz Steer eine Minute vor dem Ende Torwart Steinhauer zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahm, lag der Ausgleich zum 5:5 mehrfach in der Luft. Doch Wade MacLeod, der nach der Partie den Goldhelm wieder an Stretch abgeben musste, schlug einen Meter vor dem leeren Tor über einen Querpass und scheiterte Sekunden später erst an Torwart Kuhn und dann auch noch an einem Bremerhavener Schlittschuh im Torraum.
Starbulls-Coach Steer war nach der Partie dennoch nicht unzufrieden: „Wir haben ein passables Spiel abgeliefert, aber zu einfache Tore bekommen. Für einen Underdog, der wir gegen Bremerhaven sind, war das wirklich in Ordnung. Jetzt gilt die ganze Konzentration dem Pre-Playoff-Duell mit dem SC Riessersee“.

Pressemitteilung Starbulls Rosenheim

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