Knaller-Duell zum AuftaktFreitag beginnt die neue Saison der DEL2

In der vergangenen Saison wurde Richie Mueller mit Frankfurt Meister. Jetzt spielt er für Riessersee. Foto: picture alliance /bild pressehaus In der vergangenen Saison wurde Richie Mueller mit Frankfurt Meister. Jetzt spielt er für Riessersee. Foto: picture alliance /bild pressehaus
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Endlich. Das Warten hat ein Ende. Am Freitag startet die DEL2 in ihre neue Spielzeit. Gleich am ersten Spieltag kommt es zur Neuauflage des Finales. Meister Löwen Frankfurt empfängt Vize Bietigheim Steelers. Ein Knaller! Eishockey-Herz, was willst du mehr? Beide Teams gehen erneut als Top-Favoriten in die mit Spannung erwartete neue Saison.

Zoff um Auf- und Abstieg  

Für Aufregung sorgte im Sommer das nach wie vor fehlende Recht zum Aufstieg in die Deutsche Eishockey-Liga (DEL). Der Antrag von sechs Zweitligisten zur Wiedereinführung von Auf- und Abstieg wurde im Mai von der DEL abgelehnt. ’Die DEL2 ist in den vergangenen zwei Jahren eine vorbildliche Solidargemeinschaft geworden. Alle 14 Clubs sind der vollen Überzeugung, dass Auf- und Abstieg dringend erforderlich sind“, kündigt Frankfurt-Sprecher Matthias Scholze stellvertretend für alle Klubs an, dass die DEL2 weiter kämpfen wird. Finanziell geht die Liga mit insgesamt 31,6 Millionen Euro Etat mit einem Rekordwert in die neue Spielzeit. Auch die Arenen werden sicherlich gut gefüllt sein. 2567 Fans kamen in der vergangenen Saison in die Stadien. Damit ist die DEL2 neben dem Fußball weiter das bestbesuchte Unterhaus im deutschen Sport.

Auftakt-Hammer elektrisiert

Der Auftakt-Hammer in Frankfurt elektrisiert: ’Es ist schon besonders, gleich mit der Final-Paarung der vergangenen Spielzeit in die neue Saison zu starten,“ sagt Löwen-Geschäftsführer Stefan Krämer. Rivale Steelers gibt sich angriffslustig: ’Wir wollen unter die ersten Vier“, erklärt Marc St. Jean. Doch der Sportchef weiß: ’Es wird ein langer Weg. Es gibt keine Garantie für eine Finalteilnahme.“  

Kassel und Ravensburg Mitfavoriten

Härtester Verfolger des Top-Duos dürften die Kassel Huskies werden. Der Champion von 2016 hat sich vor allem in der Defensive mit Heimkehrer Mike Little, John Rogl und DEL-Haudegen Andy Reiß (550 Spiele) für mehr Sicherheit sorgen. Im Angriff kommt Stefan Della Rovere dazu. Der Kanadier hat in der NHL sieben Spiele für die St. Louis Blues absolviert.

Aufbruchstimmung herrscht bei den Ravensburg Towerstars. Mit Neuzugängen wie dem gebürtigen Berliner Thomas Supis von den Krefeld Pinguinen in der Verteidigung sowie dem Kanadier Mathieu Pompei aus Montreal und David Zucker von den Fischtown Pinguins Bremerhaven im Sturm wollen die Oberschwaben ganz oben mitmischen.

Tölzer Löwen wieder da

Wieder zurück in Liga zwei sind die stolzen Tölzer Löwen, für die es nach dem Aufstieg vorrangig um den Klassenerhalt gehen dürfte. Andre Lakos soll die Defensive lenken. Der 38-jährige Routinier ist ein echter Globetrotter, spielte zum Beispiel in der DEL für die Kölner Haie, in Kanada, den USA, Schweden, Tschechien oder bei Traktor Tscheljabinsk in Russland. Der 57-malige Nationalspieler aus Österreich dürfte allein schon wegen seiner Körpergröße (2,01 m) herausstechen. Im ersten Spiel geht es zu den Eispiraten Crimmitschau.

Umbruch in Crimmitschau

Die haben den Abstieg in den Play-Downs gerade so vermieden. Der neue starke Mann im Sahnepark heißt Kimberlay Jay Collins, kurz Kim Collins. Als Trainer und sportlicher Leiter in Personalunion soll er die Eispiraten nach der enttäuschenden letzten Saison stabilisieren. Gleich neun neue Spieler wurden geholt. Darunter Heimkehrer Elia Oswald oder der US-Amerikaner Robbie Czarnik. Collins, der 55-jährige Deutsch-Kanadier hatte also viel zu tun. Abwarten, ob der Umbruch gelingt.

Riessersee mit Super-Richie   

Überraschungsteam könnte der SC Riessersee werden. Mit Ex-Nationalspieler Richie Mueller, drei Mal DEL-Champion mit den Eisbären Berlin, wurde ein Meister-Stürmer von den Löwen aus Frankfurt verpflichtet. Von DEL-Vizemeister Wolfsburg Grizzlys Wolfsburg kehrt Lubor Dibelka bereits zum dritten Mal nach Garmisch-Partenkirchen zurück.      

Schweden-Happen für die Füchse      

Auch andere Teams sorgten mit Top-Transfern für Aufsehen. Wie zum Beispiel die Dresdner Eislöwen, die DEL-Haudegen Thomas Pielmeier vom ERC Ingolstadt nach Elbflorenz lotsten. Oder die Lausitzer Füchse, die mit Anders Eriksson einen Kracher verpflichteten. Ein echter Schweden-Happen. Der 32-jährige Stürmer war bislang ausschließlich in seinem Heimatland aktiv, absolvierte bislang 234 Partien in der ersten schwedischen Liga.

Es ist also angerichtet. Vorhang auf zur neuen Saison. Lasst die Spiele beginnen. (Autor: HW)    

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