"Kein gutes Spiel heute von uns"Heimniederlage im zweiten Playoffspiel gegen Ravensburg

Lesedauer: ca. 3 Minuten

"Es war heute kein gutes Spiel meines Teams. Ravensburg hat defensiv gut gestanden und mit den drei schnellen Gegentoren den Weg früh zum Sieg geebnet. Wenn wir bei 5 gegen 3 das 1:1 schießen, geht vielleicht noch was, aber so fahren wir nun gut vorbereitet am Dienstag nach Ravensburg", so EC-Coach Petri Kujala nach dem Spiel.

Bei den Hausherren waren die zuletzt fehlenden Henri Laurila sowie Andreas Pauli wieder mit von der Partie, so dass Joel Johansson als überzähliger Ausländer ebenso zuschauen musste wie Tim May als fünfzehnter Ü23-Spieler. Das Match begann wie das erste Spiel am Freitag: beide Seiten machten Dampf und kamen zu frühen Chancen. Carciola scheiterte in der 2. Minute im Slot, im Gegenzug verfehlte Pauli aus Nahdistanz das Tor von Nemec, so dass beide Goalies frühzeitig voll auf der Höhe waren. Anders als noch in Spiel eins wollten sich die Roten Teufel diesmal aber nicht frühzeitig abkochen lassen und hielten gut gegen das Forechecking der Towerstars. Dennoch gingen die Gäste in Führung, wenn auch in höchst umstrittener doppelter Überzahl, denn mindestens eine Strafe gegen Joel Keussen erhitzte die Gemüter auf den Rängen, so dass die Oberschwaben mehr als 90 Sekunden lang zwei Mann mehr auf dem Eis hatten, nachdem dort bereits Dusan Frosch zwei Minuten absaß. Es war schließlich Carciola, der in der 9. Minute diesen Vorteil ausnutzte, zuvor hielt Rämö bereits sensationell gegen Kapzan. Die Roten Teufel benötigten einige Zeit, um sich von diesem Gegentreffer zu erholen, kamen dann aber um die 15. Minute herum noch einmal stark auf. Nemec hielt jedoch alles, was auf seinen Kasten kam, zumal es keine absolut zwingenden Torchancen waren. Die beste Szene hatte noch Eugen Alanov kurz vor dem Pausenpfiff aus dem Slot heraus, als Nemec schnell die Beinschoner ausfuhr.

Mit Beginn des Mittelabschnitts bekamen die Hausherren ihrerseits die große Chance, in doppelter Überzahl zurück zu schlagen. Man hatte aber den Eindruck, dass die Roten Teufel es zu perfekt machen wollten, so dass die Szene erfolglos verpuffte und somit am Ende der Knackpunkt in dieser Partie war. Denn gerade wieder komplett erkämpfte sich Ravensburgs Smith an der Bande im Bad Nauheimer Drittel das Hartgummi, passte blind in die Mitte, wo Roloff bereit stand und Rämö zum 0:2 überwand. Die Gastgeber schienen wie gelähmt, denn exakt 33 Sekunden später zappelte die Scheibe nach einem Move von Tousignant erneut im Netz: 0:3. Die Roten Teufel waren bemüht, es gab aber so gut wie kein Durchkommen durch die Ravensburger Abwehrreihen. Die Towerstars benötigten nur eine weitere gute Szene nach einem überfallartigen Angriff, als erneut Tousignant zum vorentscheidenden 0:4 traf (29.). Die Gäste verlagerten sich nun auf die Defensive und ließen die Hausherren immer wieder erfolglos anrennen, was physische wie auc h mentale Kraft kostete, denn man erspielte sich so gut wie keine erfolgsversprechenden Torszenen.

Im letzten Abschnitt verwalteten die Oberschwaben das Resultat souverän, auch wenn den Hessen das Bemühen nicht abzusprechen war. Wie auch in den ersten beiden Dritteln zuvor entwickelten die Roten Teufel aber keine Durchschlagskraft, so dass es am Ende beim 0:4 blieb. "Wir haben ein gutes Auswärtsspiel absolviert und sind durch ein Powerplay mit 1:0 in Front gegangen. Danach hatten wir den Blick aber nicht nach hinten, so dass Bad Nauheim mit den lauten Fans im Rücken dran war am Ausgleich. Noch ist nichts gelaufen, wir brauchen vier Siege zum Weiterkommen", so Towerstars-Coach Danny Naud nach dem Schlusspfiff.

 
EC Bad Nauheim - Ravensburg Towerstars 0:4 (0:1, 0:3, 0:0)
Tore:
0:1 (08:45) Carciola (Roloff, Schmidt) PP2
0:2 (24:48) Roloff (Smith, Schmidt)
0:3 (25:21) Tousignant (Carciola, Roloff)
0:4 (28:37) Tousignant (MacLean, Smith)
Strafminuten: ECN 10 / EVR 10
Zuschauer: 3.708

Pressemitteilung EC Bad Nauheim


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