Kaufbeuren und Heilbronn stellen ihren Defensivbetrieb bei 5:8 Schützenfest vorzeitig ein

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Die Rede ist von Joker-Trainer Ken Latta und Falken-Coach Rico Rossi, die sich einig waren, dass dies kein Spiel war, das Trainern Spaß macht. Von Pond-Hockey, open house und wenig Strukturiertem war da die Rede. Aber beginnen wir von vorne.

Jeder Schuss ein Treffer. Das war die Devise der ersten 455 Sekunden, in denen sage und schreibe sieben Treffer fallen sollten. Nachdem die Joker nach den Toren von Daniel Menge (1.) und Andrew McPherson (4.) bei einem Gegentreffer von Michel Léveillé (3.) eigentlich gut in die Partie gekommen waren, schlich sich fortan der Schlendrian ein. Die reichlich vorhandenen Gastgeschenke nahmen die Falken dankend an und zogen binnen 74 Sekunden durch Bryan Marshall (7.), erneut Michel Léveillé (7.) und Adriano Carciola (8.) auf 2:4 davon. Im weiteren Verlauf des ersten Drittels, welches ohne großen Körperkontakt geführt wurde, beruhigte sich das Spiel ein wenig, ehe Andrew McPherson (15.) auf 3:4 verkürzte. In der 17. Minute gab es dann das erste Mal ein wenig Körperkontakt, was gleich zur ersten gesalzenen Massenkeilerei führen sollte, welche den Jokern eine vierminütige Überzahl bescherte. 8 Sekunden vor Drittelende hätte Bernhard Ebner fast noch für den Ausgleich gesorgt, scheiterte aber am Außennetz.

Der 2. Abschnitt begann etwas ruhiger, bis Stefan Vajs nach einem unvorteilhaften Wechsel seiner Vorderleute einen Monstersave zeigte. Anschließend war Vajs' Arbeitstag aufgrund einer Magen-Darm-Grippe gelaufen und Florian Neumann kam zu seinem Saisondebut. Der bedauernswerte Nachwuchsgoalie musste in der 30. Minute bereits das erste Mal hinter sich greifen, als Steven Billich in Überzahl auf 3:5 erhöhte. In der 34. Minute folgte dann die zweite Massenkeilerei des Abends, in welcher vor allem Jannik Woidtke und Steven Billich die Telefonnummern austauschten. Als dann kurz darauf Jakub Körner für 2 Minuten in die Kühlbox geschickt wurde, platzte Ken Latta der Kragen. Dessen Unmutsbekundungen ahndete Schiedsrichter Haupt ebenfalls mit 2 Minuten und in der folgenden 3:5 Situation kassierten die Joker das 3:6 durch Cory Urquhart (36.). Kurz vor Drittelende scheiterte Dominic Krabbat noch am Pfosten und Gästegoalie Ford, der an diesem Abend nicht unbedingt seine beste Leistung abrufen konnte, hatte noch Glück, als er ohne Not ausrutschte und umfiel wie ein Baum während der kullernden Puck gerade noch so in seiner Fanghand landete.

Letztes Drittel - gleiches Bild. Die Defensivreihen der beiden Mannschaften luden die gegnerischen Sturmreihen weiterhin zum lustigen Tore schießen ein. Während Luigi Calce in der 44. zentral vor Neumann stehend vollstrecken konnte (3:7), schlug Rob Brown in der 46. Minute zu, als er einen Schlenzer in den Winkel setzte (4:7). Brady Leisenring und Rob McFeeters hatten in der 53. bzw. 55. den Anschluss auf dem Schläger, scheiterten aber jeweils knapp. Die Entscheidung führte Adriano Carciola mit dem Treffer zum 4:8 in der 57. Minute herbei. Als Rob Brown auf der Strafbank saß verkürzte Christian Grosch (58.) auf 5:8. 34 Sekunden später wurde Brady Leisenring bei einem Break unfair gestoppt und hatte via Penalty die Chance die Joker nochmal in Schlagdistanz zu bringen. Doch leider ging sein Versuch am Tor vorbei...

Dort saßen sie nun also in der Pressekonferenz und während der eine froh über die drei Punkte war, meinte der andere bitter-süß lächelnd, dass er am liebsten schon morgen wieder antreten würde anstatt in die Länderspielpause zu gehen...


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