Kassel ohne Probleme gegen Schwenningen

Lesedauer: ca. 3 Minuten

Die Kassel Huskies sind

eines Favoriten würdig in die Halbfinalserie der 2. Bundesliga gestartet. Im

ersten Spiel gegen die Schwenninger Wild Wings ließ der souveräne Hauptrundenerste

nichts anbrennen und sicherte sich mit einem 4:1 (2:0; 0:0; 2:1) den ersten

Sieg in der Serie. Im Gegensatz zur kampfbetonten Serie gegen den ETC

Crimmitschau, sah die Partie aber nur selten nach einem wahren Play-Off-Spiel aus,

da den Wild Wings nach den sieben Spielen gegen Riessersee der Kräfteverschleiß

durchaus anzumerken war.

Von der ersten Minute an

bestimmten die Schlittenhunde das Spielgeschehen, spielten druckvoll und

engagiert. Die erste große Chance hatte allerdings Junker auf Seiten der Schwenninger,

konnte aber nicht verwerten, weil Boris Rousson glänzend hielt. Während die

Wild Wings schnell müde und unkonzentriert wirkten, waren die Huskies hellwach.

Allen voran Shawn McNeil (Foto): Als sich in Kasseler Überzahl plötzlich alle

Schwenninger an der Bande versammeln, vergibt Klinge frei vor Haas stehend noch

den ersten Schuss, doch dann ist Kassels Torjäger Nummer eins zur Stelle und

versenkt zu 1:0. Und die Kasseler erspielten sich weitere gute Chancen durch

Bannister, Boisvert und Klinge. In der 17. Minute war es dann aber wieder Shawn

McNeil der urplötzlich ein Zuspiel eines Schwenningers für einen mächtigen

Schuss in die Maschen nutzte. 2:0 zur ersten Pause – ganz nach dem Geschmack

der 5001 Fans in der Kasseler Eissporthalle.

Obwohl Kassel im zweiten

Drittel einen Gang zurückschalteten und die Wild Wings so zu einigen guten

Einschussmöglichkeiten durch Frosch, Dylla und Deniset kamen, wurden die Gäste

aus dem Schwarzwald nie wirklich gefährlich. Sie zeigten schlichtweg zu wenig

Biss, Einsatz und Wille, um die Partie noch zu drehen.

Im letzten Abschnitt

hatten sich die Huskies wohl noch einmal etwas vorgenommen. Knapp 45 Minuten

sind gespielt, da ist es wieder McNeil, der Haas überwindet. Wieder in Überzahl,

aber diesmal mit einem Schuss von der blauen Linie, der direkt unter dem

Gestänge einschlägt. Von den Gästen kam fortan immer weniger Gegenwehr und so

konnte Klinge nach einem Abwehrfehler sogar das 4:0 markieren (53.). Über den

Treffer zum 4:1 von Martin Heider in der 58. Minute, bei dem Rousson die Sicht

versperrt war, konnten sich die Wild Wings dann auch nicht mehr so richtig

freuen.

Dem Favoriten aus Kassel scheinen

die Schwenninger Wild Wings um einiges besser zu liegen, als noch der ETC

Crimmitschau. Abzuwarten bleibt nun aber noch, ob der SERC am Sonntag im

Bauchenbergstadion genauso lethargisch eine Niederlage akzeptieren wird.

Stimmen zum Spiel:

Greg Pruden, Trainer

Schwenninger Wild Wings:
„Kassel hat heute Abend

sehr gut gespielt. Gerade am Anfang haben sie uns sehr unter Druck gesetzt und

uns keinen Raum und keine Zeit gelassen. Dadurch haben wir in den ersten

zwanzig Minuten überhaupt keinen Rhythmus gefunden. Im Verlauf der Partie haben

wir dann besser ins Spiel gefunden. Wir waren ein bisschen müde von der letzten

Serie, aber das darf keine Ausrede oder Entschuldigung sein.“

Stéphane Richer, Trainer

Kassel Huskies:
„Wir wollten gut in die

Serie starten und von Anfang an viel Druck machen. Das erste Drittel war sehr

gut. Im zweiten sind wir ein bisschen von unserem Plan abgekommen, haben die

Kleinigkeiten nicht mehr so gut gemacht und ein bisschen zu kompliziert

gespielt. Dadurch ist Schwenningen zu einigen Torchancen gekommen. Im letzten

Drittel sind wir dann wieder gut zum Tor gegangen. Beim zweiten und vierten Tor

hatten wir das Glück ein bisschen auf unserer Seite. Ich gehe davon aus, dass

diese Serie durch Fehler entschieden werden wird. Hier spielen zwei

Top-Mannschaften: Schwenningen ist technisch sehr gefährlich. Am Sonntag in

Schwenningen müssen wir ein sehr gutes Auswärtsspiel machen, denn sie werden

alles versuchen und alles geben.“

Leona Malorny - Foto by City-Press

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