Kassel Huskies wehren Frankfurter Angriff auf die Tabellenspitze ab Hessischer Machtkampf an der Spitze der DEL2

Der EV Landshut gewann bei den Tölzer Löwen.  (Foto: dpa/picture alliance)Der EV Landshut gewann bei den Tölzer Löwen. (Foto: dpa/picture alliance)
Lesedauer: ca. 4 Minuten

EHC Freiburg – Löwen Frankfurt 2:4 (1:2, 1:1, 0:1)

Im Topspiel des 47. Spieltags standen sich der Tabellenzweite aus Freiburg und der Drittplatzierte aus Frankfurt gegenüber. Beide Teams konnten durch einen Sieg auf die Tabellenführung hoffen und gingen daher auch hochmotiviert in das Spiel. Topscorer Lewandowski und Martin Buchweiser brachten die Löwen mit 2:0 in Führung. Am Ende eines actionreichen Drittels mit 23 Schüssen erzielte Marc Wittfoth den Anschlusstreffer. Das zweite Drittel begann sehr hektisch mit drei Strafzeiten innerhalb der fünf Minuten. Doch nach der dritten Strafzeit, der zweiten auf Seiten der Gäste, nutzten die Hausherren ihre Chancen und erzielten in Person von Luke Pither den Ausgleich zum 2:2. Kurz vor Ende des Mitteldrittels erzielte David Suvanto die erneute Führung der Gäste. Zum Ende des zweiten Drittels gab es dann die erste Strafzeit des Frankfurter Neuzugang aus Finnland (Kankaanperä) zu notieren, was aber keine Auswirkungen mehr auf den Ausgang des zweiten Drittels hatte.  Adam Mitchell entschied im dritten Drittel die Partie zu Gunsten der Gäste entschieden. Insgesamt sahen die Fans eine packende Partie mit zehn Strafzeiten an der Zahl.

Tore: 0:1 (5:24) Eduard Lewandowski, 0:2 (11:30 Martin Buchweiser, 1:2 (18:35) Marc Wittfoth, 2:2 (25:53) Luke Pither, 2:3 (10:42) David Suvanto, 2:4 (48:01) Adam Mitchell

Tölzer Löwen – EV Landshut 4:5 (2:3, 1:0, 1:1, 0:1) n.P.

Beim Debüt des Landshuter Neuzugangs Matic Podlipnik fanden die Gäste aus Landshut anfangs nicht so richtig ins „Bayernderby“ und wurden in Person von Johannes Sedlmayer nach 2:37 Minuten bestraft. Doch Maximilian Forster brachte sein Team Captain-like wieder ins Spiel zurück. Fortan erlebten die 3532 Zuschauer in der WEE Arena ein sehr ausgeglichenes Spiel. Den 2:1-Führungstreffer der Hausherren konterte die erste Reihe der Landshuter und sorgte für einen 3:2-Pausenstand. Im zweiten Drittel tat sich außer dem Treffer von McNeely zum 3:3-Ausgleich herzlich wenig, nur neun Schüsse wurden auf die Gehäuse von Patrick Berger und Andreas Schwarz abgefeuert.

Mit dem 3:3 ging es also in die Kabine. Im dritten Drittel sah es nach dem erneuten Treffer durch Max Forster zum zwischenzeitlichen 4:3 lange nach einem Auswärtssieg aus; sogar die Unterzahl nach Beinstellen von Alexander Dersch überstanden die Dreihelmstädter ohne Gegentor. Doch die Tölzer Löwen übernahmen immer mehr die Überhand und dann kam es 35 Sekunden vor Schluss wie es kommen musste und Shawn Weller ließ die sonst sehr ruhige Arena beben. In der Overtime konnte kein Team den entscheidenden Schuss ins Glück erzielen, trotz zwischenzeitlicher Überzahl der Landshuter – also musste der zweite Punkt im Penaltyschießen vergeben werden. Dort traf nur Maximilian Forster als erster Schütze der Landshuter. Nachdem Patrick Berger auch den letzten Penalty der Löwen abwehren konnte, brachen die Landshuter in Jubel aus und Tölz musste sich geschlagen geben.

Tore: 1:0 (2:37) Johannes Sedlmayr, 1:1 (6:19) Maximilian Forster, 2:1 (7:03) Shawn Weller, 2:2 (7:52) Robbie Czarnik, 2:3 (18:01) Tomas Plihal, 3:3 (26:36) Tyler McNeely, 3:4 (25:51) Maximilian Forster, 4:4 (59:25) Matt McKenzie, 4:5 (PSO) Maximilian Forster

Kassel Huskies – ESV Kaufbeuren 6:3 (3:0, 0:3, 3:0)

Von Beginn an zeigte der Gastgeber, warum man aktuell auf der Tabellenspitze thront. Schon nach dem ersten Drittel führten die Hausherren durch die Tore von Nathan Burns, Coreyy Trivino und Justin Kirsch mit 3:0. Doch die Gäste scheinen eine starke Ansprache von ihrem Trainer bekommen zu haben und glichen die Partie im Mittelabschnitt aus. Im dritten Drittel sahen die 2843 Zuschauer zwar mehr Chancen der Gäste aus Bayern, doch in puncto Effizienz waren ihnen die Huskies einen Schritt voraus. So erzielten die Kassel Huskies das zwischenzeitliche 5:3 in doppelter Unterzahl. Den Schlussstrich setzte Derek Dinger mit dem 6:3-Endstand, wodurch Kassel weiterhin auf Platz 1 bleibt.

Tore: 1:0 (4:37) Nathan Burns, 2:0 (8:24) Corey Trivino, 3:0 (13:01) Justin Kirsch, 3:1(28:43)  Jere Laaksonen, 3:2 (33:41) Max Lukes, 3:3 (36:03) Valentin Gschmeißner, 4:3 (41:50) Corey Trivino, 5:3 (49:28) Ryon Moser, 6:3 (58:20) Derek Dinger

Heilbronner Falken – Ravensburg Towerstars 2:5 (1:1, 1:2, 0:2)

Viele Spiele verbleiben nicht mehr, doch die Towerstars wollen noch den sicheren Playoff-Platz erreichen (Platz 6), von welchem sie nur 3 Punkte entfernt sind. Dafür müssen sie nach zuletzt zwei Pleiten in Folge gegen Mannschaften aus dem Tabellenkeller endlich wieder siegen. Und das gelang ihnen bei den Heilbronner Falken auch. In einem sehr ausgeglichenen Spiel mit 31:30 Schüssen auf Seiten der Falken wussten die Towerstars zu überzeugen und lagen immer in Führung, ehe einmal kurz vor Ende des ersten Drittels zum 1:1 und Mitte des 2.Drittels zum 2:2 ausgeglichen wurde. Doch die Towerstars blieben in der Spur und legten anschließend das dritte, vierte und fünfte Tor drauf, was letztendlich auch der Endstand der Partie war.

Tore:  0:1 (12:44) Robin Just, 1:1 (19:13) Kevin Magniot, 1:2 (21:22) Vinzenz Mayer, 2:2 (28:22) Ian Brady, 2:3 (32:48) Andreas Driendl, 2:4 (58:04) Robin Just, 2:5 (59:35) Thomas Merl

Eispiraten Crimmitschau – Bietigheim Steelers  3:5 (2:2, 0:0, 1:3)

Bis zur 45. Minute schlug sich der Tabellenletzte gegen den Play-off-Anwärter aus Baden-Württemberg tapfer und hielt ein 2:2-Unentschieden, ehe die Steelers im letzten Abschnitt ihre Klasse ausspielten und mit 3 Toren die Partie zu ihren Gunsten nach anfänglichem Rückstand zu drehen. Walsh glich zwischenzeitlich aus, Guillaume Leclerc macht die drei Punkte für die Steelers klar.

Tore:  1:0 (5:35) Carl Hudson, 1:1 (8:13) Frederik Cabana, 2:1 (9:51) Ty Wishart, 2:2 (15:10) Norman Hauner, 2:3 (41:58) Alexander Preibisch, 3:3 (45:48) Dominic Walsh, 3:4 (51:06) Guillaume Leclerc, 3:5 (58:30)  Guillaume Leclerc

Bayreuth Tigers – Dresdner Eislöwen 6:3 (4:1, 1:1, 1:1)

Einen Big Point verbuchten die Bayreuth Tigers, um eventuell doch noch die Pre-Playoffs zu erreichen. So ließ man den Gästen aus Sachsen keine Chance und besiegte so einen direkten Konkurrenten um den heißbegehrten Platz 10. Fünf verschiedene Tigers-Torschützen besiegeln die nächste Auswärtsniederlage der Eislöwen.

Tore: 1:0 (3:33) Martin Davidek, 2:0 (14:42) Ville Järveläinen, 3:0 (17:02) Christian Neuert, 3:1 (18:56) Tom Knobloch, 4:1 (19:06) Sebastian Busch, 4:2 (26:13) Petr Pohl, 5:2 (28:01) Ivan Kolozvary, 5:3 (52:56) Toni Ritter, 6:3 (56:03) Tyler Gron

Maximilian Steiger