Kassel Huskies entscheiden Spiel eins gegen die Heilbronner Falken für sichHeilbronn sah lange wie der sichere Sieger aus

Eric Valentin leitete mit seinem Treffer die Kasseler Aufholjagd ein. (Foto: picture alliance/Eibner-Pressefoto)Eric Valentin leitete mit seinem Treffer die Kasseler Aufholjagd ein. (Foto: picture alliance/Eibner-Pressefoto)
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Auf Seiten der Nordhessen kehrten Cornet und Schmidtpeter nach langer Verletzungspause zurück ins Team während auf Seite der Falken mit Brady, Preto, Koch, Nemec, Götz, Neal, Miller, Della Rovere, Maschmeyer, Mnich und Maginot etliche Leistungsträger die Reise nicht mit nach Nordhessen antreten konnten. Tolle Geste des Gästeteams: die Trikots der Erkrankten und Verletzten wurden hinter der Spielerbank aufgehängt.

Ausgerechnet zum Beginn der Play-offs erlebten die Huskies ihr schlechtestes erstes Drittel dieser Saison. Nicht nur, dass Ex-Husky Justin Kirsch nach nur sieben gespielten Sekunden Jerry Kuhn über rechts kommend durch die Hosenträger überwand - die Huskies fanden zunächst nicht ins Spiel. Die kreierten Chancen durch Oliver Granz, der links vorbei schoss (2. Min.) oder Spitzners Schuss aus zentraler Position (5. Min.) fanden nicht den Weg vorbei am jungen Tiefensee. Das Spiel der Huskies wirkte zerfahren. Die Heilbronner machten ihre Sache gut und störten früh. Es entwickelte sich ein Spiel mit vielen technischen Fehlern und Fehlpässen. Mit zunehmender Spieldauer kam der Hauptrundenprimus besser ins Spiel, hatte zahlreiche Torchancen. Heilbronn konterte, kam so zu guten Chancen: So auch zum schnellen 2:0 nach nur elf Minuten, als Topscorer Dylan Wruck die gesamte Breite des Angriffsdrittels nutzte und den über links mitgelaufenen Jan Pavlu bediente. Ungläubige Blicke auf der Pressetribüne und auch die Gesichter der Kasseler sprachen Bände. So hatte man sich das nicht vorgestellt. Weil die Huskies selbst beste Chancen vergaben und auch im Powerplay nicht auf die Anzeigetafel kamen, blieb es bis zur 19. Minute beim 0:2. Der nächste Schock folgte sogleich: Als die Heilbronner im ersten Powerplay in der Formation standen, zog Simon Thiel ansatzlos aus dem rechten Bullykreis ab und überwand Kuhn zum dritten Mal ins kurze Eck – 0:3.

Im zweiten Drittel lief weiterhin nicht viel zusammen auf Heimseite. Die Mannschaft aus der Fuldastadt ließ jeglichen Spielwitz der Hauptrunde vermissen. Oftmals kam schon der erste Pass nicht an, die Gäste standen gut in der neutralen Zone. Die Huskies fanden keinen Zugriff, Heilbronn hatte viel Platz. Weil noch Pech dazu kam, nutzten die Mannen von Bill Stewart einen Wechselfehler der Gastgeber in der 25. Minute zum 0:4 durch Dylan Wruck. Das roch nach Vorentscheidung. Die Nordhessen aber nahmen fortan die Zweikämpfe besser an, wirkten strukturierter. Zählbares konnten sie in diesem zweiten Abschnitt jedoch nicht kreieren, rannten sie zu oft gegen die gut stehende Defensive der Gäste.

Der Schlussabschnitt bot zunächst nur magere Kost, die Heilbronner verwalteten den Vorsprung souverän. Bis zur 49. Minute hatte der Gast das Spiel im Griff, was dann passierte, gehört in die Kategorie außergewöhnlich! Als Eric Valentin im Nachschuss den 1:4-Anschlusstreffer erzielte, führte das zur Initialzündung des gesamten Teams. Wie ausgewechselt spielte der ECK, knüpfte an die Tugenden der Vorrunde an und konnte nur 20 Sekunden später durch Oliver Granz auf 2:4 verkürzen. Plötzlich schien alles möglich, die Körpersprache war fortan eine andere. Endlich wurden die Angriffe zu Ende gespielt und Heilbronn unter Druck gesetzt. Die Huskies nun mit dem Momentum und bereits der nächste Angriff führte zum 3:4: Marco Müller kam mit Schwung ins Drittel und sein Schlenzer fand den Weg vorbei an Tiefensee. Noch über 10 Minuten waren auf der Uhr und völlig konsternierte Heilbronner konnten dem Sturmlauf der Schlittenhunde nichts mehr entgegensetzen. Joel Keussen konnte schließlich zum 4:4 am kurzen Pfosten aus dem Gewühl heraus einschieben. In der "normalen" Zeiten würde das Rund am Auestadion beben, an diesem Abend hallten nur die Freudenschreie der Blau-Weißen durch die Halle. Und die wollten mehr und warfen alles nach vorn - das wurde belohnt, als Ryan Olsen an der rechten Bande einen entscheidenden Zweikampf gewann und den zentral stehenden Moser bediente, der Tiefensee keine Chance ließ und zum 5:4 vollendete (55. Min.). Heilbronn hatte fortan nicht mehr viel zu bieten, Kassel spielte überlegen und konnte die starke Schlussphase mit dem 6:4 krönen, als Lois Spitzner Tiefensee überwand und die Verhältnisse zurechtrückte (57. Min.). Dank einer unglaublichen Moral und dem Glauben an die eigenen Fähigkeiten konnten die Nordhessen am Ende glücklich, aber verdient, das Eis als Sieger verlassen.


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