Kassel fährt den zweiten Heimsieg einDresdner Eislöwen unterlegen

Heimsieg für die Huskies im Duell mit Dresden - hier im Bild: Michael Christ  (Foto: dpa/picture alliance/CITYPRESS 24)Heimsieg für die Huskies im Duell mit Dresden - hier im Bild: Michael Christ (Foto: dpa/picture alliance/CITYPRESS 24)
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Nach dem verschenkten Sieg gegen den EC Bad Nauheim war für die Huskies Wiedergutmachung angesagt. Viele Gespräche und eine gute Trainingswoche lagen hinter dem Team von Tim Kehler. Für Dresden war es ebenfalls ein richtungsweisendes Spiel, der Saisonstart verlief keinesfalls nach dem Geschmack von Ex-Huskies Trainer Rico Rossi. Die Vorzeichen für ein intensives Spiel hätten nicht schlechter stehen können. Nicht weniger als sechs ehemalige Huskies liefern am Freitagabend für die Dresdner Eislöwen auf, auf Kasseler Seite saßen Derek Dinger und Marco Müller überzählig auf der Tribüne. Denis Shevyrin rückte nach dreiwöchiger Verletzungspause zurück in den Kader an die Seite des Kanadiers Troy Rutkowski. Ebenso dabei war Nathan Burns, der nach seiner Verletzung aus dem Weißwasser-Spiel gegen Bad Nauheim pausierte.

Beide Teams begannen mit viel Tempo - die erste Chance kreierten die Huskies: Der schnelle Lukas Laub passte auf den genesenen Nathan Burns, dieser spielte den 18-jährigen Nick Jordan Vieregge im Tor der Dresdner aus, hat das leere Tor vor sich, trifft die Scheibe aber nicht richtig. Im Gegenzug prüfte Dresdens Topscorer Jordan Knackstedt Jerry Kuhn zum ersten Mal, Kuhn konnte den Schuss aus dem rechten Halbfeld aber gekonnt entschärfen. Kassel in der Folge mit guten Chancen, die allesamt leichtfertig vergeben wurden. Die Huskies bis zum heutigen Spieltag mit nur zehn Toren aus vier Spielen nicht unter den Top-Teams der Liga. Nathan Burns nach Zuspiel vom agilen Lukas Laub vergab ebenso wie Ryan Olsen nach Pass von Clarke Breitkreuz aus dem Slot. Es entwickelte sich ein munteres Spiel mit wenig Unterbrechungen. In der achten Minute wurde es brenzlich für Jerry Kuhn, als Dennis Swinnen eine gute Chance vergab. Im Gegenzug verzog erneut Nathan Burns im Alleingang an Vieregge. Im folgenden Angriff platzte der Knoten schließlich: Moritz Müller kam über die linke Seite hinter das Tor der Dresdner, passte auf den im rechten Slot einschussbereiten Stephan Tramm, der die Scheibe kompromisslos in die Maschen jagte.

Im ersten Powerplay klappte bei den Dresdnern nicht viel - als die Sachsen kurz vor dem Ende der Strafe gut in der Box standen und Steve Hanusch Maß nahm, konnte Jerry Kuhn nur abprallen lassen und Ex-Husky Toni Ritter vollendete aus kurzer Distanz zum 1:1. Die Huskies ließen sich aber nicht beirren, spielten weiterhin mutig nach vorne und das wurde in der 18. Minute nach einer Traumkombination auch belohnt: Brett Cameron fing einen Aufbaupass der Dresdner ab, spielte zu Marcel Müller, der in klassischer Tiki-Taka Manier die Scheibe mit Corey Trivino zuspielte, der dann wiederum zum 2:1 vollendete. Vieregge bei dieser zwei auf null Situation ohne Chance.

Zu Beginn des zweiten Drittels sahen die TV-Zuschauer eine Dresdner Mannschaft, die deutlich besser ins Spiel fand. Die Dominanz und klare Linie der Huskies ging verloren. Beste Chancen vergaben die Huskies kläglich und hatten bei guten Chancen auf Seite der Eislöwen mehr als einmal Glück. Gut und gerne hätte es 2:2 stehen können nach dem nach Ende des mittleren Spielabschnitts. Jordan Knackstedt, der sich - wie so oft - irgendwo zwischen Genie und Wahnsinn bewegte, hätte in der 24. Minute mit einem Pass auf den freistehenden Nick Huard das Spiel egalisieren können. Aus sehr spitzen Winkel versuchte er es jedoch selbst; Kuhn war zur Stelle, hätte gegen den freistehenden Huard aber keine Chance gehabt. Bei den Huskies war die Topreihe um Marcel Müller, Corey Trevino und Brett Cameron für Chancen am laufenden Band verantwortlich, Zählbares kam dabei jedoch nicht raus. Somit gingen die Teams mit dem 2:1 in die Pause.

Die Huskies begannen präsenter, das Spiel war in den ersten Minuten des Schlussabschnitts aber von Unkonzentriertheit und fehlender Präzision geprägt. Lukas Laub hätte frühzeitig für die Vorentscheidung sorgen können, verzog aus zentraler Position aber kläglich. Das Spiel stand zeitweise auf Messers Schneide. Einige brisante Momente überstanden die Huskies in der Folge. In der 55. Spielminute machte es Lukas Laub dann besser als zuvor und erhöhte zum 3:1 für die Huskies nach tollem Pass vom Lois Spitzner. Die hungrige dritte Reihe der Huskies spielte am Freitagabend ein starkes Forechecking und konnte so zahlreiche Scheiben erobern, so auch vorm alles entscheidenden 4:1 - erneut durch Lukas Laub: Nathan Burns fing die Scheibe im Spielaufbau der Dresdner ab, fuhr hinter das Tor und bediente den zentral stehenden Laub, der flach einschieben konnte.

Die Huskies fuhren einem am Ende nicht überzeugenden Sieg ein, der aber für die kommenden Aufgaben zuversichtlich stimmt. Am Sonntag reisen die Hessen zu den Ravensburg Towerstars die nach 0:2-Führung ihr Spiel in Frankfurt 5:2 verloren.

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