Kannibalen verspeisen Wildschwäne Landshut Cannibals

Kannibalen verspeisen Wildschwäne Kannibalen verspeisen Wildschwäne
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Die Landshut Cannibals haben vor gut 3.200 Zuschauern in der Helios Arena zu Schwenningen den, vor der Saison, selbsternannten Titelfavoriten Nummer eins abblitzen lassen. Die Mannschaft war bis auf die verletzte "Zaubermaus" Roland Kaspitz (Handgelenks- und Fußbruch) komplett und konnte somit auch über 60 Minuten volles Tempo gehen. Wie auch im letzten Auswärtsspiel bei den Bietigheim Steelers legten die Kannibalen engagiert und konzenrtiert los. Torchancen durch die wiedererstarkten Cracks Frantisek Mrazek und Martin Davidek waren die Folge. Beide konnten leider genannte Möglichkeiten nicht in Zählbares ummünzen und so mussten die Kannibalen tief durchatmen, als Wild Wings Topscorer Dan Hacker nach knapp 15 gespielten Minuten den Außenpfosten des von Timo Pielmeier gehüteten Landshuter Gehäuses anvisierte.

Dieses "Klingeln" vor dem eigenen Tor war der Weckruf für Peter "Absche" Abstreiter. Die Nummer 71 der Dreihelmenstädter setzte in unwiderstehlicher Manier zum Solo an und ließ dem Sohn von Torhüterlegende Karel Lang, Lukas Lang, keine Abwehrchance (15. Min.). Die Vorarbeit kam von Dauerbrenner Kamil Toupal. Dieser bewies am gestrigen Abend im Übrigen, dass er noch längst nicht zum alten Eisen gehört und mit den jungen Wilden noch jederzeit mithalten kann! Beim Stand von 1:0 für die Cannibals wurden das erste Mal die Seiten gewechselt.

Das zweite Drittel begann, wie der erste Abschnitt geendet hatte: Die Gastgeber wollten, konnten aber, bedingt durch den unbändigen Willen sowie die spielerische Klasse der Gäste, nicht ihr gewohntes Kombinations- sowie Angriffsspiel aufziehen. Die Folge war der zweite Kannibalen-Treffer an diesem Abend. Der wie entfesselt aufspielende Martin Davidek konnte sich in höchster Bedrängnis behaupten und auf Zuspiel von Kamil Toupal und Jungspund Sebastian "Buschi" Busch auf 2:0 erhöhen. Spätestens jetzt gab es für die mitgereisten Cannibals-Fans kein Halten mehr!

In der Folge machte es U20-Nationalspieler Stephan Kronthaler "spannend", mit zwei Strafzeiten binnen sieben Minuten kamen die Gastgeber zu hervorragenden Einschussmöglichkeiten. In dieser Phase zeigte der in letzter Zeit viel gescholtene Timo Pielmeier sein wahres Gesicht und brachte die Angreifer der Wildschwäne schier zur Verzweiflung!

Im Schlussabschnitt verlegten sich die Cannibals aufs Kontern und lieferten durch die Bank eine geschlossene Mannschafts- sowie Defensivleistung ab. Schwenningen wollte mit aller Macht dem Spiel noch eine Wende geben, aber mehr als der Anschlusstreffer fünf Minuten vor Schluss durch Philipp Schlager wollte nicht mehr gelingen. Fünf Sekunden vor dem Ende machte "Allzweckwaffe" Markus Welz dann alles klar. Auf Zuspiel von Goldhelm Peter Abstreiter traf der Routinier zum 3:1 Endstand!

O-Ton Geschäftsführer Jürgen Rumrich: "Wir wussten die ganze Zeit über, dass die Mannschaft im Stande ist großes zu leisten. Heute haben wir eindrucksvoll bewiesen, dass wir uns vor keiner Mannschaft in der zweiten Liga verstecken brauchen. Alle Anwesenden haben ein tolles Eishockeyspiel gesehen. Zwei starke Mannschaften haben tollen Sport geboten und die Cannibals unterm Strich hoch verdient gewonnen. Die ganze Mannschaft hat heute eine bärenstarke Leistung gezeigt und Timo Pielmeier hat uns mit einigen Glanzparaden den Weg zum Sieg geebnet".

Anmerkung am Rande: Die Schwenninger Wild Wings hatten ihre letzten 9 Heimspiele allesamt gewonnen und allein in den letzten beiden Heimpartien eine Torbilanz von 17:3 (!!!) Treffern ausgewiesen. Einen solchen Gegner vor heimischer Kulisse kontrolliert und in die Schranken verwiesen zu haben darf getrost als Erfolg auf der ganzen Linie gewertet werden!!!