Kampfgeist wird nicht belohntESV Kaufbeuren

Kampfgeist wird nicht belohntKampfgeist wird nicht belohnt
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Mit Förderlizenzstürmer Stefan Loibl, der die zweite Reihe mit den beiden ehemaligen Ravensburgern Schmidle und Menge verstärkte, ging es für die Rot-Gelben in den neunten Spieltag. Diese Reihe erwischte auf Anhieb auch einen perfekten Start im ersten Wechsel. Daniel Menge sah den in der Mitte durchgehenden Max Schmidle, legte quer und der A-Kapitän überwand Christian Rohde zur 0:1 Führung der Gäste mit der Rückhand. Hatte auf Kaufbeurer Seite wiederum die zweite Reihe eine große Chance, brannte es in der sechsten Minute lichterloh vor Stefan Vajs, als Johannes Sedlmayer zuerst nur das Außennetz traf und sein Pass durch den Torraum keinen Abnehmer fand. Auf der Gegenseite waren es dann Brad Snetsinger und Florian Thomas, der die erste Reihe als Mittelstürmer anführte, die einen Fehler der Ravensburger Defensive ausnutzen wollten, doch war auch hier Endstation am Außennetz. Towerstars-Kapitän und Goldhelm Radek Krestan hatte dann vielleicht die größte Chance zum Ausgleich der Oberschwaben, doch setzte er den völlig misslungenen Aufbaupass der Joker freistehend am Gästegehäuse vorbei. In der Folge gab es für beide Teams je zwei Überzahlmöglichkeiten, doch blieben diese ungenutzt. Und obwohl Ravensburg mehr Schüsse auf Stefan Vajs abfeuerte, ließ dieser sich bis zur ersten Pause nicht mehr überwinden und hielt seinen Kasten sauber.

Dies änderte sich zu Beginn des zweiten Drittels, als Stephan Vogt durch die Mitte durchgehen konnte und Shawn Weller dessen Abpraller nur noch ins Tor einschieben musste. Vajs verletzte sich in dieser Abwehrreaktion und Maximilian Sigl kam zu seinem ersten Einsatz in der neuen Saison. Der junge Schlussmann stand auch zugleich mehrfach im Mittelpunkt des Geschehens, denn die Oberschwaben erhöhten immer mehr den Druck und hatten gar eine doppelte Überzahl. Als die Unterzahlspiele kurz vor dem Ende waren, nahm sich Stefan Loibl ein Herz und tankte sich mittig gegen unentschlossene Gegenspieler durch. Den Konter verwertete dann Menge kurz nach Ablauf der Strafe gegen Schmidle zur erneuten Führung. Die Führung stachelte die Hausherren nochmals an, doch auch der ESVK kam bei Entlastungsangriffen immer wieder zu guten Chancen, aber mehr als der Pfosten bei Marquardt sprang leider nicht heraus. Bitter kam es dann zum Ende des zweiten Drittels. Stefan Vogt brachte den Puck mit der Schlusssirene vors Tor und Brandl fälschte den Puck am kurzen Pfosten ins Tor zum Ausgleich ab.

Gleich am Anfang des Schlussabschnitts hatten die Towerstars dann das erste Mal die Chance in Überzahl in Führung zu gehen, doch Sigl blieb unter anderem gegen Edwards mit einer schönen Parade Sieger. Mit schnellen Pässen spielten die Oberschwaben dann Alex Leavitt frei, der sich mit seiner ganzen Klasse zum 3:2 der Hausherren durchsetzte. In der 51. Minute hatte dann Matt Marquardt die große Chance auf den Ausgleich, als Kwiet den Puck in der Offensivzone hielt und Marquardt zuerst mit einem abgefälschten Schuss und dann zwei Rebounds an Rohde scheiterte. Die Joker setzten immer wieder empfindliche Nadelstiche gegen die heimstarken Hausherren, dochderAusgleich sollte den Rot-Gelben nicht mehr gelingen.

Auf der anschließenden Pressekonferenz stellte Uli Egen eine wessentlich bessere Leistung seines Team fest, das alles probiert habe. Knackpunkt für ihn war der Ausgleich zum 2:2 mit der Schlusssirene. Zu Vajs' Verletzung konnte er noch keine genauen Angaben machen. Sein Gegenüber Danny Naud lobte den ESVK mit seinen jungen und talentierten Spielern. Rohde hatte für ihn mit "Big-Saves" im letzten Drittel einen großen Anteil am Sieg seiner Truppe.

Eine Leistung, die für das kommende Heimspiel am Sonntag um 18:30 Uhr gegen die Heilbronner Falken positiv stimmt.