Kaltschnäuzige Füchse entführen "Dreier" vom Gutenbergweg

Cory Gustafson kehrt nach Landshut zurückCory Gustafson kehrt nach Landshut zurück
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"Null-Nummer" für die Cannibals: Nur zwei Tage nach dem 0:3 in Crimmitschau

hat es die Englbrecht-Schützlinge am Sonntagabend erstmals auch in eigener

Halle erwischt. Nach dem 4:5 (1:2, 1:1, 2:2) gegen die Duisburger Füchse

sind die Dreihelmenstädter nun auch ihre Tabellenführung los, parken jedoch,

da auch die direkte Konkurrenz patzte (Regensburg – Schwenningen 1:2 und

Straubing – Bad Tölz 3:5), derzeit auf dem zweiten Rang. Die Niederlage

war freilich absolut unnötig, ließen die Kannibalen doch einmal mehr eine

Vielzahl hochkarätiger Einschussmöglichkeiten ungenutzt. Dass nebenbei Duisburgs

Goalie Patrick Koslow auch noch den direkten Vergleich mit Nolan McDonald

für sich entscheiden konnte, mag dem Spiel, das über weite Strecken von

den Cannibals dominiert wurde, zwar die entscheidende Wende gegeben haben.

Die Gründe für die Niederlage jedoch an der Leistung des Kanadiers im Landshuter

Kasten, der durchaus eine solide Leistung ablieferte, festzumachen, wäre

dann aber doch zu weit hergeholt. Vielmehr gelang es dessen Vorderleuten

selbst bei mehreren gern als "Hundertprozentige" bezeichneten Chancen nicht,

den Duisburger Keeper zu überwinden – insofern mag der Sieg der Gäste zwar

durchaus glücklich zustande gekommen sein, unverdient war er jedoch vor

allem aufgrund der Kaltschnäuzigkeit, welche die Füchse-Angreifer vor dem

Cannibals-Tor zeigten, keineswegs.

Schon früh in der Partie konnten sich die Gastgeber im Powerplay üben,

als nacheinander zwei Gästespieler in der "Kühlbox" landeten. Aki Tuominen

nutzte die doppelte Unterzahl des Gegners und markierte nach gut vier Minuten

mit einem wuchtigen Schuss aus der Halbdistanz den Führungstreffer. Die

Cannibals setzten nach und kamen noch während des Powerplays zu Möglichkeiten,

scheiterten aber entweder an Koslow oder zogen, wie etwa Eric Dylla, von

der "Blauen" knapp am Tor vorbei. Das hätte sich beinahe gerächt, jeoch

traf Niklas Sundblad bei einem Gegenstoß in eigener Unterzahl nur den Pfosten

des Landshuter Gehäuses. In der Folge entschärfte Nolan McDonald einen Versuch

von Shawn McNeil und blieb wenig später auch gegen Niklas Sundblad, der

aus kurzer Distanz den Erfolg suchte, siegreich. In der zehnten Minute brachte

McDonald die Hartgummischeibe auch im Nachfassen nicht unter Kontrolle.

Hugo Boisvert war zur Stelle und bugsierte den Puck zum Ausgleich über die

Linie. Nach 10:47 Minuten kassierten die Cannibals, zu diesem Zeitpunkt

ohnehin schon dezimiert, eine ebenso unnötige wie folgenschwere Bankstrafe

wegen zu vielen Spielern auf dem Eis. Die erste Strafzeit war eben abgelaufen,

als Niklas Sundblad die Scheibe zum 1:2 in die Maschen hämmerte. Was folgte,

waren wütende Angriffe der Kannibalen, die jedoch die sich während einiger

Überzahlmöglichkeiten bietenden Chancen ungenutzt ließen. Alex Rusch vergab,

Andi Geipel und Zdislaw Zareba scheiterten an Patrick Koslow.

Eine halbe Minute nach Wiederbeginn war der EVD-Keeper bei einem Bauerntrick-

Versuch von Markus Hundhammer zur Stelle und auf der anderen Seite hatten

die Heimischen Glück, dass Hugo Boisvert, als er völlig allein vor Nolan

McDonald in Puckbesitz kam, die Scheibe nicht richtig traf. Über Raphael

Kapzan und Eric Dylla landete in der 23. Spielminute die Scheibe bei Alex

Feistl. Der Youngster lief allein auf Koslow zu, schickte diesen mit einer

Körpertäuschung ins falsche Eck und verwandelte eiskalt zum 2:2-Gleichstand.

Kurze Zeit später konnten die Kannibalen eine fast zweiminütige 5:3-Überzahl

nicht zum Führungstreffer nutzen. Eric Dylla, Zdislaw Zareba und Andi Geipel

mussten die an diesem Tag blendende Verfassung des Patrick Koslow anerkennen.

Auch in der Folge bestimmte der Gastgeber das Geschehen. Chris Bahen kann

Koslow ebenso wenig überwinden, wie unter anderem Aki Tuominen. Pech für

Eric Dylla, dass er bei einem Nachschuss-Versuch seinen Schläger zerdepperte.

Thomas Schinko , Zdislaw Zareba und Thomas Daffner konnten aus der Überlegenheit

kein Kapital schlagen. So kam es, wie es kommen musste: In die Drangperiode

der Cannibals hinein starteten die Gäste ein Break, Michael Waginger bediente

Shawn McNeil und dieser ließ mit einer Direktabnahme McDonald keine Chance

– 2:3 in der 39. Minute.

Hoffnung, dass das "Spiel der verpassten Möglichkeiten" für die Cannibals

doch noch ein gutes Ende finden könnte, kam unter den 2492 Zuschauern im

Stadion am Gutenbergweg nochmals auf, als in der 45. Minute Aki Tuominen

mit einem seiner berümtberüchtigten "Hämmer" der erneute Ausgleich gelang.

Die Freude darüber war freilich nur von kurzer Dauer, denn keine drei Minuten

später brachte Niklas Sundblad seine Farben abermals in Front, als er eine

Hereingabe in den Winkel abfälschte. Der Schwede im Füchse-Dress war es

dann auch, der in der 53. Minute für die Vorentscheidung sorgte. Bernie

Englbrecht setzte in der Schlussphase der Partie alles auf eine Karte, als

er bereits gut drei Minuten vor Spielende Nolan McDonald vom Eis nahm und

fortan mit sechs Feldspielern agieren ließ. Am Ende sollte diese Maßnahme

auch erfolgreich sein, der Anschlusstreffer von Bobby Brown zum 4:5 elf

Sekunden vor der Schlusssirene kam dann aber doch zu spät, um sich zumindest

noch in die Verlängerung retten zu können.

Man wird jetzt sehen müssen, ob Kamil Toupal und Co. dieses Wochenende

schnell wegstecken können, steht doch schon am kommenden Freitag (19:30

Uhr) die nächste schwere Aufgabe an, wenn der neue Klassenprimus, die Wölfe

Freiburg, zum Spitzenspiel im Stadion am Gutenbergweg aufkreuzen wird. (gl)

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