Kaltschnäuzige Bayreuth Tigers schicken EV Landshut in die Play-downs3:1-Sieg für die Gäste

Mathieu Pompei traf für den EV Landshut. (Foto: dpa/picture alliance/Eibner-Pressefoto)Mathieu Pompei traf für den EV Landshut. (Foto: dpa/picture alliance/Eibner-Pressefoto)
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Der Schwede Lukas Löfquist, der erst kurz vor Ende der Transferfrist verpflichtet wurde, gab vor 2645 Zuschauern am Gutenbergweg sein Debüt. Für ihn nahm Matic Podlipnik auf der Tribüne Platz, was auf einen offensiven Game-Plan des Trainers hinwies. Obwohl die Partie mit sehr hohem Tempo begann, gab es auf beiden Seiten kaum Torchancen. In der zehnten Spielminute bewiesen die Tigers aus Bayreuth, dass sie in der momentanen Form nicht viele Möglichkeiten brauchen, um auf dem Score Board zu landen: In einem überfallartigen 3:2-Angriff hebelte Tyler Gron mit einem wunderbaren Pass hinter seinen eigenen Körper die Defensive aus- Simon Karlsson verteilte die Scheibe sofort auf Ville Järveläinen weiter, der Dimitri Pätzold im Tor des EVL mit einem überlegten Schuss über die Fanghand keine Chance ließ. In der Folge landete Bayreuth auf Grund einiger Undiszipliniertheiten immer wieder auf der Strafbank, was der EVL nicht zu nutzen wusste. Selbst im 5:3-Powerplay wurde das Spiel zu kompliziert gestaltet, wodurch man kaum ernst zu nehmende Torchancen kreieren konnte. Die Latte (Matthieu Pompei) und ein blendend aufgelegter Timo Herden im Tor der Tigers verhinderten den Einschlag der Scheiben, die trotzdem den Weg aufs Tor der Gäste fanden und sorgten für die 1:0-Pausenführung der Tigers.

Im zweiten Drittel fand durch mehrere fragwürdige Schiedsrichter Entscheidungen eine chaosartige Unruhe ihren Platz im Spiel. Da diese auf beiden Seiten getroffen wurden, gab es jedoch keinen daraus resultierenden Vorteil für eine der beiden Mannschaften. In einem erneut sehr durchwachsen aufgezogenem Powerplay der Hausherren, in dem Bayreuth zweimal zum Break starten konnte, war es schlussendlich Matthieu Pompei, der über eine Einzelaktion die Scheibe im kurzen Eck an Timo Herden vorbei einschlagen lassen konnte (27.). Zur Sicherheit wurde der Videobeweis zu Rate gezogen, der den Ausgleich bestätigte. Während der EVL kurz darauf am Pfosten scheiterte, schlugen abgezockte Bayreuth Tigers im direkten Gegenzug erneut zu. Sebastian Busch konnte sich mit purer Willenskraft durch den Slot der Niederbayern tanken und scheiterte im ersten Versuch noch am toll reagierenden Dimitri Pätzold – mit dem Nachschuss ließ er den Landshuter Goalie dann trotzdem schlecht aussehen. Von hinter dem Tor brachte er die Scheibe über den Schoner des Schlussmanns im Tor unter (31.).

Im letzten Drittel schwächten sich die Gastgeber durch zu viele Strafzeiten immer wieder selbst, was das Ankurbeln des Offensivspieles sehr erschwerte. In der 54. Spielminute zeigte Bayreuth den Niederbayern, wie einfach Eishockey sein kann: Nach kurzer Druckphase kommt die Scheibe zu Markus Lillich, der mit einem satten Blueliner auf 3:1 aus Sicht der Gäste stellen konnte. Während die Zuschauer der Heimmannschaft ihrem Unmut lautstark Luft machten, zog Trainer Leif Carlsson bereits 1.40 Minute vor Ende der Partie seinen Torwart und versuchte das Ruder doch noch rum zu reißen. Auch wenn die Chancen kamen, brachte man Bayreuth nicht mehr von der Siegerstraße weg. Vor allem der sehr starke Timo Herden hatte großen Anteil daran, dass die drei Punkte mit nach Bayreuth reisten.

Durch den Sieg der Dresdner Eislöwen bei den Ravensburg Tower Stars steht für die Jungs aus der Drei-Helme-Stadt nun fest, dass der Kampf gegen den Abstieg in den Play-downs weitergehen wird.

Erik Pannach