Joker weiterhin zu Hause eine MachtESV Kaufbeuren

Joker weiterhin zu Hause eine MachtJoker weiterhin zu Hause eine Macht
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Die klar favorisierten Gäste zeigten gleich zu Beginn ihr dominantes Spiel und schnürten die Joker oftmals in deren Drittel ein. Nach einem Fehler in der Kaufbeurer Defensive brachte Greg Squires seine Farben bereits früh mit 1:0 in Führung. Hegens Mannen bissen sich fortan immer besser in die Partie und konnten sich mit einigen schönen Spielzügen gute Chancen erarbeiten. So dauerte es nicht lange, ehe die einheimischen Zuschauer über den Ausgleich jubeln konnten. Nachdem Stephen Schultz Maury Edwards schön freigespielt hatte, traf Letzterer mit einem verdeckten Handgelenkschuss zum 1:1. Nur vier Minuten später hatten die Hausherren das Spiel gedreht. Dabei nutzten sie nahezu die komplette Breite der Eisfläche, ehe Alexander Thiel den schönen Spielzug über Sami Ryhänen mit dem 2:1 ins kurze Eck vollendete. Die Gäste antworteten mit wütenden Angriffen, bei denen Stefan Vajs mehrere Male seine Klasse zeigen musste. Eine Strafzeit für die Gäste nutzten die Kaufbeurer dagegen eiskalt, um auf 3:1 zu erhöhen. Der Bietigheimer Spieler hatte gerade einmal 32 Sekunden auf dem Sünderbänkchen Platz genommen, da klingelte es bereits im Kasten der Gäste, da Matti Näätänen einen Abpraller über die Linie bugsierte. Doch die Gäste schlugen im Stile eines Spitzenteams nur 39 Sekunden später nach einer tollen Kombination zurück. Der Anschlusstreffer zum 3:2 durch Mark Heatley im Powerplay erinnerte ein wenig an das berühmte Tiki-Taka.

In der Drittelpause hatte Gästetrainer Gaudet wohl die richtigen Worte gefunden. Erneut eine starke Kombination führte im Powerplay zum 3:3 Ausgleichstreffer durch Verteidiger Marcus Sommerfeldt. Und nur 50 Sekunden später hatten die Gäste das Spiel komplett gedreht. Patrick Asselin erzielte im Fallen den Treffer zum 3:4. Nur weitere 46 Sekunden später klingelte es erneut im Kaufbeurer Kasten. Rene Schoofs erhöhte gar auf 3:5 und sorgte erst einmal für Ratlosigkeit im Stadion. Doch kurz vor dem zweiten Pausentee verlor ein Verteidiger der Gäste an der gegnerischen blauen Linie die Scheibe an Sami Ryhänen, der sich diese Möglichkeit zum Anschlusstreffer nicht nehmen ließ und somit die Partie wieder spannend machte.

Zu Beginn des Schlussabschnitts standen noch 93 Sekunden Powerplay auf der Anzeigetafel für die Joker. Doch Stephen Schultz traf leider nur den Innenpfosten. Die nächste Überzahlmöglichkeit ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Und diese nutzten die Joker erneut in Person von Alexander Thiel, der das Stadion nach einem Abpraller mit dem Ausgleichstreffer zum 5:5 zum Toben brachte. Hegens Mannen spielten sich nun in einen Rausch, mussten aber ständig auf der Hut sein, da die Gäste immer brandgefährlich waren. Erneut Alexander Thiel und Matti Näätänen waren bereits nah dran, doch erst Maury Edwards gelang im Powerplay der ersehnte Führungstreffer zum 6:5, der das Stadion endgültig zum Beben brachte. Doch es sollte noch ein hartes Stück Arbeit werden. Die Gäste bekamen noch zwei Powerplaymöglichkeiten zugesprochen und nahmen gut eine Minute vor Schluss auch noch Torhüter Mechel vom Eis. Doch mit viel Einsatz, Glück und Geschick sollten die drei Punkte am Berliner Platz bleiben und die Feier nach Spielende konnte beginnen.

Kevin Gaudet bedauerte in der anschließenden Pressekonferenz, dass die fünf Auswärtstore nicht für Punkte gereicht hätten und sprach von einer unglaublichen Effizienz der Joker im Torabschluss.

Didi Hegen war einfach nur glücklich, gegen den Ersten und Vierten der Tabelle an diesem Wochenende vor einem tollen Publikum gleich sechs Punkte geholt zu haben.