Joker sind wieder in der Erfolgsspur und feiern wichtigen Sieg gegen den Meister

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Beide Teams begannen eher zerfahren, die Zuschauer bekamen wenig gute Torchancen zu sehen. Erwähnenswert auf Seiten der Hausherren war ein Schlenzer von Rob Brown auf das Ravensburger Tor, vor dem jede Menge Betrieb herrschte. Mit ein Wenig Glück hätte der Puck durchaus den Weg ins Gehäuse finden können. Auf der Gegenseite verfehlte der Ex-Joker Alexander Thiel nur um Haaresbreite die Führung für die Gäste. Als Christian Grosch auf die Strafbank wanderte, funktionierte das Penalty-Killing der Hausherren hervorragend. Levi Nelson krönte schließlich die starke Kaufbeurer Phase mit einem absolut sehenswerten Tor in Unterzahl, als er unwiderstehlich vors Tor zog und den verdutzten Christian Rohde im Ravensburger Gehäuse zum 1:0 überwand. Kurz vor der Pausensirene durften endlich auch mal die Joker in Überzahl agieren. Und beinahe wäre sogar noch der zweite Kaufbeurer Treffer gefallen. Nach schönem Paß von Brady Leisenring traf Andrew McPherson per Direktabnahme allerdings nur das Quergestänge.
So langsam tauten beide Teams im Mitteldrittel auf. Vor allem die Joker übernahmen zunächst das Kommando, obwohl die Gäste durch Friedrich die erste hochkarätige Möglichkeit zum Ausgleich hatten. Etwas glücklich tauchte Andrew McPherson wenig später allein aus halbrechter Position vor Torhüter Rohde auf, konnte diesen aber leider nicht überwinden. Auch Levi Nelson machte es nur eine Zeigerumdrehung später nach Doppelpass mit Andreas Morhardt nicht besser. So langsam kamen auch die Gäste mehr und mehr auf und erarbeiteten sich durchaus gute Ausgleichschancen. Bräuners Rückhandschlenzer strich nur äußerst knapp am Tor vorbei. Zudem verhinderte ein aufmerksamer Stefan Vajs zweimal gegen Champagne und Cabana das mögliche 1:1. Sogar bei Kaufbeurer Überzahl hatten die Oberschwaben zwei dicke Möglichkeiten.
Im Schlußdrittel übernahmen allerdings wieder die Rot-Gelben die Initiative und wollten sich auf keinen Fall den wichtigen Heimsieg durch die Lappen gehen lassen. Pechvogel Mark Soares, der auch schon in den letzten Spielen mehrmals am Aluminium gescheitert war, hatte erneut nicht das Glück auf seiner Seite. Auch in der Folge bewahrte eher Gästegoalie Rohde sein Team vor einem höheren Rückstand, als dass die Gäste sich Hoffnungen auf den Ausgleich machen konnten. Innerhalb weniger Sekunden parierte der Torhüter gegen Levi Nelson und Bernhard Ebner. Doch Sekunden später sorgte Nelson endlich doch noch für das erlösende 2:0.
Als gleich zwei Tower Stars die Strafbank drückten, gelang Leisenring das vermeintliche 3:0 aus spitzem Winkel, bei dem neben dem Torjäger auch die meisten Zuschauer bereits jubelten. Der Torjäger hatte aber wohl lediglich Pfosten und Latte getroffen, ganz genau konnte allerdings nicht aufgeklärt werden, ob der Puck tatsächlich hinter der Linie war.
Dies hätte sich auf der Gegenseite beinahe gerächt, als Ravensburgs Neuzugang Maloney beinahe der Anschlußtreffer gelungen wäre. Doch der starke Stefan Vajs bewahrte sein Team vor einer turbulenten Schlußphase. Drei Minuten vor dem Ende sorgte Schlitzohr Dominic Krabbat schließlich noch für den 3:0 Endstand, als er von außen auf den mitgelaufenen Christian Grosch passen wollte und im zweiten Versuch von der Torlinie den verdutzten Torhüter Rohde am Rücken anschoß und der Puck von dort in die Maschen fiel. Stefan Vajs musste eine Minute vor dem Ende noch einmal gegen Friedrich sein ganzes Können aufbieten, um sich seinen bereits vierten Shut-Out der Saison zu sichern.
In der anschließenden Pressekonferenz sah Gästetrainer Liebsch ein enges Spiel beider Teams, in dem die Joker ihre Chancen einfach besser genutzt hatten. Ken Latta zollte seinem Torhüter, der seine Mannschaft im Spiel gehalten habe, ein großes Lob. Zudem hob der Jokerdompteur das starke Unterzahlspiel seiner Truppe hervor.


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