Joker nach unglücklicher 4:5 Niederlage ausgeschieden

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Da standen sie nach der 4:5 Niederlage nun ein wenig enttäuscht in der Pressekonferenz, waren aber auch stolz über das Geleistete und sagten „Danke" an alle, die mitgewirkt hatten, dass die Saison so toll verlaufen war. Alles in Allem sei es doch eine erfolgreiche Saison gewesen - konstatierten die Vorstände Karl-Heinz Kielhorn und Andreas Settele. Mit dem 5. Tabellenplatz, einer tollen Play-off Serie, einer DNL-Mannschaft, die als bester Aufsteiger aller Zeiten in die Play-offs gekommen waren könne man also sehr zufrieden sein....

Das 6. Play-off-Spiel, das gleichzeitig das letzte in dieser Saison für die Joker werden sollte, ging vor 3.450 Zuschauern äußerst ungünstig für die Gastgeber los, nachdem Jakub Körner und Bernhard Ebner kurz nacheinander in der 2. Minute auf die Strafbank mussten. Bei doppelter numerischer Überzahl nutzen die Starbulls eine ihrer vielen Chancen zum 0:1, als Mitch Stephens Stefan Vajs von hinten anschoss und der Puck über die Linie trudelte. Die Joker ließen sich in dem sehr intensiv geführten ersten Abschnitt nicht demoralisieren und kamen in der 7. Minute zum verdienten Ausgleich durch Christoph Fröhlich, der Gästekeeper Maracle auf der Stockhand-Seite kalt erwischte. Doch bereits in der 10. Minute schlugen die Rosenheimer erneut durch Mitch Stephens zurück und kamen durch den nächsten „Gurkentreffer" zum glücklichen 1:2. In der 11. Minute kamen die Joker ihrerseits in den Genuss einer doppelten Überzahl, die allerdings ungenutzt blieb. Und während die Starbulls zum Drittelende auf eine kleine Vorentscheidung drängten hatte Dominic Krabbat Sekunden vor Schluss den Ausgleich auf dem Schläger. Frei vor Norm Maracle brachte er die Scheibe allerdings am Gästekeeper nicht vorbei.

Wie grausam Eishockey sein kann bekamen die Zuschauer im 2. Drittel zu sehen. Die Joker kamen mit mehr Druck aus der Pause und konnten in der 24. Minute zum 2:2 ausgleichen. Nach einem tollen Solo von Bernhard Ebner legte dieser die Scheibe gekonnt von hinter dem Tor auf Levi Nelson zurück, der ins rechteKreuzeck vollstreckte. Für eine kurze Schrecksekunde sorgte Corey Quirk, dessen Versuch nur Zentimeter am linken Pfosten vorbeitrudelte. Die Joker ließen sich nicht beeindrucken und kamen vor allem in Überzahl zu mehreren guten Möglichkeiten. Die beste hatte Brady Leisenring, dessen Versuch jedoch an die Latte ging. Kurz nach Ablauf der Strafe dann der verdiente Führungstreffer für die Hausherren, als Bernhard Ebner einen scharfen Pass vor das Tor spielte und Brady Leisenring nur noch zum 3:2 einschieben musste. Die Halle tobte und das Momentum lag nun auf Seiten der Joker – dachten alle. Denn nur 10 Sekunden nach der Führung kamen die Gäste durch einen Alleingang von Patrick Asselin zum Ausgleich. Und während die Joker weiter auf die neuerliche Führung drängten war es nach einem weiteren Alleingang wieder Patrick Asselin, der in der 31. Minute das 3:4 für die Gäste besorgte. In der Folgezeit ließen Hudson, McFeeters und Krabbat beste Möglichkeiten liegen. Das sollte sich rächen. Erneut Patrick Asselin schraubte mit einem Abstauber das Ergebnis in der 36. Minute auf 3:5.

Das letzte Drittel ist schnell erzählt. Die Starbulls hielten die Joker geschickt von ihrem Tor fern, ohne selbst offensiv tätig zu werden. Brady Leisenring hatte in der 55. Minute noch die beste Chance auf den Anschluss, als er einen Pass von Christian Grosch knapp verpasste. In der 58. Minute wanderte Michael Rohner wegen Spielverzögerung auf die Strafbank. Und es sollte noch einmal spannend werden. Nach gewonnenem Bully knallte Carl Hudson einen Pass von Bernhard Ebner unhaltbar zum 4:5 in die Rosenheimer Maschen. Es blieben also noch über 2 Minuten um den Ausgleich zu erzielen. Doch trotz aller erdenklicher Maßnahmen fanden die Joker keinen Weg den Ausgleich zu erzielen und mussten sich den Rosenheimern geschlagen geben.

In der Pressekonferenz gab Gästetrainer Franz Steer zu Protokoll, dass er sehr glücklich über das verdiente Erreichen der nächsten Runde sei und zollte den Kaufbeurern großen Respekt, die in einer sehr fairen Serie nie aufgehört hatten Eishockey zu spielen.

Bei Ken Latta hingegen war die Enttäuschung sehr groß, da zum Dritten Mal in Folge das Ausscheiden im Viertelfinale zu Buche steht. Das Rosenheimer Weiterkommen erachtet auch er als verdient, da die Gäste auswärts gewonnen hatten.


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