Joker marschieren weiter

ESVK verpflichtet Max KaltenhauserESVK verpflichtet Max Kaltenhauser
Lesedauer: ca. 4 Minuten

Vor den Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt. Dieses Sprichwort galt

heute auch für die Joker. Denn es war ein hartes Stück Arbeit gegen die gut

mitspielenden Gäste aus Weißwasser, bis die 3 Punkte nach dem letztendlich

verdienten 2:1 Sieg eingefahren waren. In einem Spiel, bei dem vor allem die

beiden bärenstarken Goalies  (und jeweiligen Spieler des Tages) Thomas

"Tschomby" Tragust und Ryan MacDonald im Mittelpunkt standen, sollte auch die

Qualität des Eises in den Fokus des Geschehens rücken.
 Das Spiel begann mit

einem Paukenschlag. Nach 45 Sekunden zappelte der Puck bereits im Kasten der

Gäste. Daniel Oppolzer hatte sich die Scheibe im Angriffsdrittel der Lausitzer

erkämpft und an Jordan Webb weitergeleitet.  In gewohnter Manier  bediente

dieser hinter dem Tor stehend den in den Slot gelaufenen Oppolzer, der nur noch

zum 1:0 zu verwerten brauchte. Die Gäste aus der Lausitz waren von diesem

Treffer allerdings nicht sonderlich geschockt und es entwickelte sich ein Spiel

mit offenem Visier. Während vor allem die erste Reihe des ESVK Dampf machte

waren es bei den Füchsen die Verteidiger Valenti in der 5. Minute und Sochan in

der 8. Minute, die die ersten guten Gelegenheiten der Gäste zu verzeichnen

hatten. Im Gegenzug verpassten es Marco Habermann, der frei vor Ryan MacDonald

auftauchte und Robert Paule mit einem Schlagschuss von der blauen Linie, den

Spielstand auf 2:0 zu erhöhen. Ab der zehnten Minute hatten die Gäste ein

leichtes Übergewicht zu verzeichnen, und in der zwölften Minute war es Thomas

Tragust und dem Pfosten zu verdanken, dass die die knappe Führung der Hausherren

hielt. Bis zum Ende des Drittels hatten die Joker noch einige gute

Möglichkeiten, aber weder Go Tanaka (16. Minute), Robert Paule noch Mike

Wehrstedt (beide 18. Minute im Powerplay) brachten die Scheibe am glänzend

parierenden Goalie Ryan MacDonals vorbei.
Im zweiten Drittel hatten die Joker

ab der 22. Minute fast sechs Minuten lang die Möglichkeit im Powerplay den

Spielstand zu erhöhen. Und hier kommt die oben angesprochene Qualität der des

Eises ins  Spiel.  Aufgrund des weichen Untergrunds gelang den Mannen von Ken

Latta kaum eine Aktion. Speedpässe und ein schlüssiger Aufbau waren kaum

möglich, da der Puck entweder versprang, sich schlecht weiterspielen lies oder

schlicht liegen blieb. Nicht umsonst sprach Trainer Latta in der Pressekonferenz

von "Zufall", was das Powerplay anbelangte. Kam doch einmal ein Pass an, dann

wurde es wie in der 23. Minute brandgefährlich vor dem Gästegehäuse, als Aßner

und McFeeters aus aussichtsreicher Position scheiterten. Nach Ablauf der

Lausitzer "Strafenstafette" hatten die Joker mächtig Dusel als Petr Sikora den

Puck an der Mittellinie verlor und Mike Sullivan in Penalty-Manier auf Thomas

Tragust zulief. Doch dieser konnte sich wieder einmal durch eine Glanzparade

auszeichnen und die Führung für die Joker festhalten. Im weiteren Verlauf des

Drittels bekamen die Füchse vermehrt Oberwasser und scheiterten des öfteren an

Goalie Tragust. Als Robert Paule in der 38. Minute auf der Strafbank saß,  fiel

dann der Ausgleich. Während Valenti einen Querpass vor das leere Tor noch

verpasste war es kurze Zeit später Robert Bartlick, der einen Hammer von der

blauen Linie unhaltbar ins Jokergehäuse abfälschte.  Die letzten Minuten des

zweiten Drittels gehörten den Jokern. Doch leider blieb es beim Spielstand von

1:1, da Rob McFeeters, schön freigespielt von Jordan Webb,  an Ryan MacDonald

scheiterte.
Zu Beginn des letzten Drittels dann eine Schrecksekunde. Rob

McFeeters versprang die Scheibe im eigenen Drittel. Die "Drei Füchse gegen

Tragust" Situation entschied der Jokergoalie aber für sich, als er beherzt mit

einem Hechtsprung den Querpass abfing und somit den Rückstand verhinderte.  Auch

im letzten Drittel schwächten sich die Gäste mehrfach durch teils unnötige

Strafen selbst. Doch entweder war es das Eis oder Ryan MacDonald mit teilweise

unglaublichen Paraden, die den Jokern zwischen der 44. und 48. Minute ein

Schnippchen schlugen.  Nach überstandener Strafe tauchten die Gäste wieder

mehrmals gefährlich vor Thomas Tragust auf, der seinem Gegenüber in nichts

nachstand und in der 52. Minute einen grandiosen Save nach einem Schuss von

Robin Sochan ablieferte. Kurz darauf musste dann Gästekapitän Klenner auf die

Strafbank. Und diesmal sollte es klappen. Nachdem die Joker in der 53. Minute

mehrere Großchancen nicht nutzen konnten und die Fans am Rande der Verzweiflung

waren gelang es Mike Wehrstedt dann doch noch irgendwie die Scheibe an Ryan

MacDonald zum verdienten 2:1 vorbeizuschieben. Die Sparkassen Arena glich nun

einem Tollhaus und die Joker drückten auf die endgültige Entscheidung. Doch

leider konnten Webb und McFeeters noch Krabbat das 3:1 nicht herbeiführen.

Demzufolge wurde es am Ende nocheinmal spannend. Vor allem, nachdem Marco

Habermann, der heute in der zweiten Reihe mit Go Tanaka und Mike Wehrstedt

agierte auf die Strafbank musste. Doch ein Quäntchen Glück und ein überragender

Thomas Tragust sicherten den Jokern die hart erkämpften aber verdienten drei

Punkte.
In der Pressekonferenz haderte Gästetrainer Rohrbach mit der nicht

eingehaltenen Disziplin seiner Mannen und erkannte den Jokersieg neidlos

an.
Ken Latta sprach von einem Traumstart und war sehr zufrieden mit seinen

Mannen, die sowohl dem Gegner als auch den Bedingungen getrotzt hatten. Vor

einem Höhenflug seines Teams hat er keine Angst und das Team sei sich im Klaren,

dass es sich "nur" um Heimsiege handelt. Auf die Auswärtsspiele komme es nun an.

Besonders freute er sich für Mike Wehrstedt und lobte den wieder einmal grandios

auftretenden Thomas Tragust.

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