Joker bringen Augsburger Panther gehörig ins Schwitzen

ESVK verpflichtet Max KaltenhauserESVK verpflichtet Max Kaltenhauser
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Vor 2.422 begeisterten Zuschauern zogen sich die gastgebenden Buron Joker aus Kaufbeuren gegen die Augsburger Panther aus der DEL hervorragend aus der Affäre und unterlagen lediglich mit 5:7. Nachdem die Kaufbeurer in der 50. Minute zum zweiten Mal an diesem Abend in Führung gegangen waren, deutete sich eine faustdicke Überraschung an. Die Führung hielt aber lediglich bis fünf Minuten vor Schluss, und die Panther konnten in den letzten Minuten das Spiel doch noch drehen und somit knapp zu ihren Gunsten entscheiden.

Gleich nach einer Minute lag die Scheibe im Kaufbeurer Kasten, doch Schiedsrichter Hascher entschied auf Torraumabseits. Das erste Überzahlspiel der favorisierten Gäste dauerte allerdings nicht lang, da nach 22 Sekunden ein Panther auf die Strafbank wanderte. Während dieser Phase konnte die erste Chance der Gastgeber durch Jordan Webb notiert werden. Doch der ehemalige Aufstiegsheld im Kasten der Panther, Leo Conti, war zur Stelle. Kurze Zeit später zeigte Thomas Tragust im Joker-Tor innerhalb von nur zwölf Sekunden zweimal seine ganze Klasse, als seine Fanghand blitzschnell unten im Eck war.

Im folgenden Unterzahlspiel sollte schließlich das 0:1 durch Chris Collins fallen, als die Joker nicht ganz auf der Höhe waren. Tragust im Tor war gegen den abgefälschten Schuss chancenlos. Sekunden später waren die Joker erneut in Unterzahl, hatten allerdings daraus gelernt und überstanden diese schwierige Phase nahezu problemlos.

Nach zwölf Minuten durften endlich die Joker auch einmal in Überzahl agieren und hatten folgerichtig ihre ersten hochkarätigen Chancen. Zuerst traf Go Tanaka lediglich das Außennetz. Wenige Sekunden später tankte sich Rob McFeeters allein durch, fand allerdings in Leo Conti seinen Meister. Kurz vor Drittelende hatten die Joker noch einmal bange Sekunden zu überstehen. Zuerst rettete Tragust in höchster Not, anschließend der Pfosten gegen Tyler Beechey.

Im Mittelabschnitt sollte recht zügig der Ausgleich durch Go Tanaka folgen, der Leo Conti tunnelte und die Scheibe in Zeitlupentempo über die Linie trudelte. Nur eine halbe Minute später stand Petr Sikora bei einer zwei gegen eins Situation die Latte im Weg. Doch beim nächsten Joker-Angriff war es schließlich soweit. Jordan Webb legte genial auf Sturmpartner McFeeters ab, der Conti mit einem schönen Schlenzer ins Kreuzeck zur 2:1 Führung überwand. Nachdem wenig später Thomas Tragust noch stark gerettet hatte, war er in der 25. Minute doch geschlagen, als Darin Olver hinter dem Tor so lange warten konnte, bis Torschütze Colin Murphy richtig stand. Gegen Mitte des zweiten Drittels stand erneut Thomas Tragust im Mittelpunkt, der in dieser Phase gegen Olver und Connor James über sich hinauswuchs. Ein Klassenunterschied war bis zu diesem Zeitpunkt kaum zu sehen. Zwei Minuten vor Drittelende fiel allerdings dennoch das 2:3 in Augsburger Überzahl. Tyler Beechey fälschte einen Schlagschuss von T.J. Kemp unhaltbar ab. Zwar hatte Robert Paule eine halbe Zeigerumdrehung später noch die Chance auf den Ausgleich, als er frei vor Conti zum Schuss kam. Doch mit einem Spielstand von 2:3 ging es zum letzten Mal in die Kabine.

Im Schlussabschnitt waren gerade 43 Sekunden gespielt, als die Joker-Fans erneut jubeln durften. Nachdem Jordan Webb mit einem Klasse-Pass Daniel Oppolzer freigespielt hatte, brauchte der überragende Rob McFeeters nur noch zum verdienten 3:3 Ausgleich vollenden. Wenig später lag die Scheibe sekundenlang frei hinter Leo Conti im Torraum, bis schließlich ein Augsburger Verteidiger klären konnte. Nach dem 3:4 durch Chris Collins wurden die Panther zusehends ruppiger, was sich in einigen Überzahlmöglichkeiten für die Joker niederschlug. Nach etwas mehr als 47 Minuten sollte sich den Jokern eine zweiminütige doppelte Überzahl ergeben - die große Chance zum erneuten Ausgleich! Nachdem Mats Lindmark noch den Pfosten anvisierte, machte es Verteidigerkollege Emil Ekblad wenige Sekunden besser und hämmerte den Puck zum umjubelten 4:4 in die Maschen. Doch die Joker durften weiterhin in doppelter Überzahl agieren. Nach einer unübersichtlichen Situation setzten die Joker konsequent nach und Robert Paule versenkte schließlich trocken die Scheibe zum 5:4 im Augsburger Netz. Die Halle tobte nun und die Joker-Fans begannen schon zu feiern, waren doch nur noch zehn Minuten zu spielen. Doch mitten in die Feierstimmung lochte ein Kaufbeurer in Diensten der Panther, Florian Kettemer, mit einem schönen Tor zum 5:5 ein. Bei den Jokern schwanden nun schier die Kräfte, zu aufwendig war die Spielweise gegen die Profi-Truppe aus der Fuggerstadt. Und so kam es, wie es kommen musste. Vier Minuten vor Schluss tunnelte Brett Engelhardt den ansonsten starken Tragust zum 5:6. Zwar bäumten sich die Joker noch einmal auf, doch nachdem McFeeters die Chance zum Ausgleich vergab, entschieden die Panther zwei Minuten vor Schluss durch einen weiteren Ex-Kaufbeurer, Thomas Jörg, das Spiel endgültig zu ihren Gunsten.

Nach dem Spiel feierten die Joker frenetisch ihre Mannschaft, die dem hohen Favoriten mehrmals entscheidend Paroli geboten hatte. Besonders die starken McFeeters, Jordan Webb, Mats Lindmark und Emil Ekblad drückten dem Spiel der Joker ihren Stempel auf. Torhüter Tragust erwies sich mehrmals als Turm in der Schlacht.


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