Joker begeistern ihre Fans beim wichtigen 4:2 Sieg über HeilbronnESV Kaufbeuren

Joker begeistern ihre Fans beim wichtigen 4:2 Sieg über HeilbronnJoker begeistern ihre Fans beim wichtigen 4:2 Sieg über Heilbronn
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Ken Latta musste immer noch auf Daniel Menge sowie den am Freitag verletzt ausgeschiedenen Jakub Körner verzichten. Doch die Hausherren begannen erfrischend und hatten durch Alexander Thiel die erste gute Chance, die der Neuzugang allerdings knapp neben das Tor setzte. Als sich die Gäste Sekunden später eine Strafzeit leisteten, dauerte es nicht lang, ehe die Joker nach schöner Vorarbeit von Hans Detsch durch Maximilian Forster mit 1:0 in Führung gingen. Doch nach einem Fehler im Verteidigungsdrittel war nur 51 Sekunden später der Ausgleich fällig. David Fischers Schlenzer vors Tor prallte ab und Brent Walton hatte keine Mühe, um das 1:1 zu erzielen. Doch Kaufbeuren blieb insbesondere im nächsten Überzahlspiel brandgefährlich und hätte nach guten Möglichkeiten mit zwei Hudson-Knallern eigentlich erneut in Führung gehen müssen. Als nach einer Unachtsamkeit im Powerplay plötzlich Michel Leveillé allein auf Stefan Vajs fuhr, stockte den Fans kurze Zeit der Atem. Doch der schon in den letzten Wochen überragende Keeper drängte den Kanadier gekonnt ab. Das Glück des Tüchtigen hatte der Kaufbeurer Goalie, als Verteidiger David Fischer nicht rechtzeitig angegriffen wurde, womit es beim 1:1 nach 20 Minuten blieb.

Die Gäste besannen sich im Mitteldrittel auf ihre weitaus größere Routine und Cleverness und schnürten die Joker mehr und mehr in deren Drittel ein. Die gut herausgespielten Chancen wurden aber meist sichere Beute von Stefan Vajs. Mit dem ersten guten Angriff gingen dagegen die Rot-Gelben wieder mit 2:1 in Führung. Nach schöner Vorarbeit von Dominic Krabbat war es Louke Oakley, der die Scheibe im zweiten Versuch über die Linie drückte. Und die Joker suchten nun die Vorentscheidung, drängten auf den dritten Treffer und brachten die Heilbronner Defensive mehrmals in arge Nöte. Doch weder Milos Vavrusa, Markku Tähtinen noch Maximilian Forster brachten die Scheibe hinter die Linie. Auf der Gegenseite musste Vajs nach einem Konter in höchster Not retten und kassierte eine Strafzeit. Im anschließenden Powerplay der Gäste stand erneut der Kaufbeurer Keeper im Mittelpunkt, der gegen die Heilbronner Nordamerikaner Leveillé und Capraro teilweise sogar mit dem Helm klärte. Die beste Möglichkeit sollte sich allerdings wenige Sekunden vor der zweiten Pausensirene auf der anderen Seite ergeben. Markku Tähtinen erkämpfte sich die Scheibe im gegnerischen Drittel, passte vors Tor auf Torjäger Dominic Krabbat, der diese hochkarätige Chance gegen einen toll reagierenden Gästegoalie Kevin Nastiuk aber leider nicht verwerten konnte.

Auch im Schlußdrittel vergaben zunächst die Gästespieler Fabiano Carciola und erneut Michel Leveillé gute Chancen, die den Gäste durchaus den Ausgleich hätten bringen können. Auf der Gegenseite verpasste Louke Oakley einen tollen Querpaß von Dominic Krabbat vors Tor nur knapp. Doch als die Gäste erneut eine Strafzeit kassierten, waren die Kaufbeurer wieder hellwach. Zunächst bekam erneut Oakley die Scheibe nicht richtig zu fassen, doch im nächsten Angriff fasste sich Alexander Thiel ein Herz und setzte einen Handgelenksschuß zum vorentscheidenden 3:1 ins lange Eck. Doch die Heilbronner Falken gaben sich noch nicht geschlagen. 90 Sekunden vor dem Ende nahm Gästetrainer nicht nur eine Auszeit, sondern auch seinen Torhüter Nastiuk vom Eis, um in Überzahl zum Anschlußtreffer zu kommen. Und diese Aktion sollte von Erfolg gekrönt werden. David Fischer brachte sein Team 57 Sekunden vor dem Ende mit dem Treffer zum 2:3 wieder ran und machte das Spiel somit noch einmal spannend. Doch erneut Alexander Thiel mit dem 4:2 nur Sekunden später machte den sprichwörtlichen Sack zu und bescherte damit den Jokern einen wichtigen Sieg im Kampf um die Play-Off-Plätze.

Dementsprechend niedergeschlagen wirkte Gästecoach Rico Rossi in der anschließenden Pressekonferenz. Er trauerte den verpassten Chancen im zweiten Drittel nach und haderte mit dem Kaufbeurer Führungstreffer, der "aus der Luft" gefallen war.

Ken Latta hatte die Heilbronner Falken am Saisonbeginn sogar zu den Geheimfavoriten gezählt und bescheinigte den Gästen, hart gearbeitet zu haben. Zudem war der Kaufbeurer Coach froh über die wichtigen Treffer zum 2:1 und 3:1, die genau im richtigen Moment gefallen waren.