Jetzt platzt auch zu Hause der Knoten

Lesedauer: ca. 3 Minuten

Nach zuletzt jeweils drei Auswärtssiegen und Heimniederlagen am Stück sind die Joker zu Hause wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Vor nur 1.416 Zuschauern wurden die mit großzügigem Budget ausgestatteten Hannover Indians mit 3:0 in die Schranken verwiesen. Brady Leisenring sorgte mit einem eiskalt verwandelten Penalty für die Vorentscheidung. Stefan Vajs feierte seinen zweiten Shut-Out in den letzten drei Spielen und war ein Garant für den Sieg.

Nach einem eher zähen Beginn setzte Christian Grosch mit einem wuchtigen Schlagschuß ein erstes Ausrufezeichen (3.). Die Gäste brauchten nach langer Anreise ein wenig, um auch beide Füße aufs Eis zu bekommen. DJ Jelitto brachte in der neunten Minute jedoch die Jokerabwehr gehörig ins Schwitzen, war allerdings nicht effektiv. Doch diese Aktion gab den Gästen Auftrieb, die langsam Oberwasser bekamen. Zuerst fälschte Chamberlain einen Schlagschuß gefährlich ab und nur eine Minute später hatte der Ex-Joker Michael Fröhlich die große Möglichkeit zur Führung für seine Farben, verfehlte allerdings aus naher Position das Tor.

Auch gegen Drittelende zogen die Gäste noch einmal das Tempo an. Verteidiger Gleich hatte dabei die größte Chance auf der Kelle, als er mutterseelenallein vor dem Tor am starken Kaufbeurer Goalie Stefan Vajs scheiterte. Auch wenig später erneut gegen Michael Fröhlich blieb der Jokerkeeper Sieger.

Als im zweiten Drittel Verteidiger Gleich von den Gästen auf die Strafbank wanderte, lief das Powerplay der Joker zunächst ebenso durchsichtig wie im Eröffnungsdrittel. Rob McFeeters zog dann einfach mal von der Torlinie ab und Indians-Goalie Ower rutschte die Scheibe unter der Fanghand wohl knapp hinter die Linie. Schiedsrichter Vogl hatte gute Sicht und entschied trotz Protesten der Gäste auf 1:0 für die Joker. Das Spiel nahm jetzt langsam Fahrt auf. Ex-Joker Fraser Clair prüfte mit einem Bombenschuß den Schoner von Stefan Vajs. Als nur eine Minute später der agile Brady Leisenring allein davonzog, konnte dieser nur durch ein Foul gehindert werden. Den fälligen Penalty verwandelte der Amerikaner eiskalt und erhöhte damit auf 2:0 für seine Farben.

Auch zwei Unterzahlsituationen überstanden die Kaufbeurer folgenlos, wobei sie sich bei Stefan Vajs bedanken konnten, der erneut Fröhlich verzweifeln ließ. Unmittelbar als die Kaufbeurer wieder komplett waren, fuhr plötzlich Andrew McPherson allein auf Torhüter Ower zu und hatte ihn schon fast ausgespielt. Doch irgendwie brachte der Indians-Goalie noch ein Körperteil zwischen Puck und Tor. So ergab sich die kuriose Situation, dass anstatt des Pucks der Kaufbeurer Kanadier plötzlich mitsamt dem Goalie im Tor lag. Leider verletzte sich Ower in dieser Situation und musste für Peter Holmgren Platz machen.

Im Schlußdrittel wollten die Joker unbedingt den Sack zu machen. Doch auch die Gäste waren weiterhin gefährlich. Erneut scheiterte Markus Gleich aussichtsreich an Stefan Vajs (47.). Wenig später waren die Joker wieder am Drücker und es brannte mehrmals lichterloh vor dem Hannoveraner Kasten. Drei Minuten vor dem Ende wäre Fraser Clair beinahe der Anschlußtreffer gelungen. Tausendsassa Vajs war aber wieder zur Stelle und verdiente sich damit seinen zweiten Shut-Out in den letzten drei Spielen. Denn nur zwei Minuten später startete Rob McFeeters einen Gegenzug, passte auf Christoph Fröhlich, der keine Mühe hatte, den Puck zum 3:0 im leeren Kasten - die Gäste hatten zwischenzeitlich den Goalie vom Eis genommen, um noch das Unmögliche möglich zu machen - unterzubringen. Passend dazu skandierten die Fans: "Wir haben den besseren Fröhlich" in Anspielung auf den Abgang von Michael Fröhlich zu den Indians am Ende der vergangenen Saison.

In der anschließenden Pressekonferenz gratulierte Neu-Coach Christian Künast an alter Wirkungsstätte seinem Pendant Ken Latta zum verdienten Sieg. Auch wenn er zwei ordentliche Drittel gesehen hatte, war er überzeugt, dass auf sein Team noch jede Menge Arbeit wartet.

Ken Latta war natürlich sehr glücklich über das erste Sechs-Punkte-Wochenende der Saison. Auch schon am vergangenen Freitag in Crimmitschau habe sein Team sehr gut gespielt. Levi Nelson befand er auf Nachfrage allerdings noch nicht spielfit. Ein Sonderlob erhielt der überragende Stefan Vajs.

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Lausitzer Füchse Weißwasser
Heilbronner Falken Heilbronn
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Sonntag 31.01.2021
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