Jamie Bartman: "Die Arbeitsstiefel anziehen"

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Der Tag danach in Heilbronn: Coach Jamie Bartman will das 0:4 gegen Schwenningen nicht verdrängen, aber er muss es abhaken und nach vorne blicken. Nichts ist verloren nach zwei Spieltagen, man baut weiter auf, wird Fehler abstellen und will dann erfolgreicher sein. Ganz klar ist die Marschrichtung. "Wir haben nur ein Tor geschossen, aber sieben kassiert. Davon war eines ein empty net goal, fünf in Unterzahl und nur eines bei fünf gegen fünf auf dem Eis", konstatiert der Trainer und zieht seine Schlüsse: "Wir müssen mehr aufs Tor gehen, wir müssen Strafzeiten vermeiden." Beim Spiel gegen Schwenningen sah er seine Stürmer viel zu harmlos vor Suvelos Tor auftauchen. "Marco hat den Puck gut im Auge gehabt, man muss für mehr Verkehr im Strafraum sorgen." Den Goalie verwirren, ihm nicht jeden Zug richtiggehend vorführen, so müsse man spielen. Und bissiger, kämpferischer im direkten Duell, fügt Bartman hinzu. "Wir müssen", sagt er, "die Arbeitsstiefel anziehen." Zu passiv sei das Team bislang in den beiden Liga-Spielen gewesen, nicht aggressiv genug. Okay, Nervosität vorm ersten Heimspiel sei sicherlich hinzugekommen, fügt er an, aber damit müssten Profis klar kommen. "Ich habe das Gefühl, wir haben eine gute Truppe", sagt der Coach, "wir werden jetzt noch härter arbeiten und uns vor allem verstärkt konzentrieren". Und zwar jeder auf sich selbst, fordert Bartman, "nicht so sehr auf die anderen achten, sondern das eigene Spiel immer im Blick haben". In der Kabine herrschte ein gewisser Frust nach der Niederlage, "jeder hat gewusst, wir haben noch nicht gut und konsequent genug gespielt", sagt der Trainer, der aber auch weiß, dass die Spieler jetzt erst recht zeigen wollen, was sie können. Angefangen bei Goalie MIke Rosati, "der ein hervorragender Torhüter ist, er wird uns noch viel helfen", sagt Bartman. Und zwar nicht nur auf dem Eis, der erfahrene Crack kann die Truppe auch mental unterstützen. Wie andere der erfahrenen Spieler. Die Mischung machts in Heilbronn und die ist gut. Die Älteren bringen die Routine mit, die Jungen die Begeisterung. Von den Jungadlern ist Bartman angetan, "natürlich machen auch sie anfangs noch ein paar Fehler, aber sie setzen sich großartig ein, sie werden bei mir Eiszeiten bekommen, ich bin sehr zufrieden mit ihnen". Außerdem hofft er auf ein gütigeres Schicksal als bisher. Die Heilbronner hatten in den letzten Wochen mit einigen Handicaps zu kämpfen gehabt: "Teilweise waren sieben Spieler verletzt, erst jetzt kann man so richtig aufbauen. "Das wird eine sehr harte Woche für uns", weiß Bartman, aber er ist guten Mutes, dass man zum Wochenende hin das System schon mehr verinnerlicht hat. Denn, eines ist schon klar, nach zwei Spielen: Bei fünf gegen fünf auf dem Eis müssen sich die Falken-Gegner warm anziehen. (A.v.B.)

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