Irre Aufholjagd bleibt unbelohntDEL2 Play-Offs: Löwen Frankfurt - Fischtown Pinguins 4:6

Foto: Löwen FrankfurtFoto: Löwen Frankfurt
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Bremerhaven schafft durch den 6:4 Auswärtssieg den Ausgleich in der Serie und holt sich damit den Heimvorteil zurück.
David Cespiva und Nick Mazzolini erhielten nach dem Spiel vom Ostermontag eine nachträgliche Sperre und fehlten heute genauso wie der verletzte Clarke Breitkreuz.
Im Tor der Löwen begann wie immer Antti Ore.

Ruhiger Beginn des Spiels

Die Löwen versuchten gleich zu Beginn das Pendel auf ihre Seite zu ziehen und hatten in Überzahl die erste Chance des Spiels, doch der Schuss von Márton Vas wurde vom eigenen Mann geblockt (4.). Auch im weiteren Spielverlauf musste Meisner sein Team vor einem frühen Rückstand durch Ostrow und Gelke bewahren (7.). Als dann beide Teams mit einem Spieler weniger auf dem Eis agieren mussten, spielten die Löwen zu nervös und das nutzte der amtierende Meister aus. Guentzel hielt einfach mal drauf und Ore konnte nicht mehr rechtzeitig reagieren (14.). Nur wenig später hätten die Gäste den zweiten Treffer erzielen können, als Kopecky alleine auf Ore zulief, doch der Finne blieb Sieger im 1-gegen-1 (16.). In der 20. Minute war der Torschrei aus der Gästekurve schon zu vernehmen, doch eine Glanzparade des Löwen-Goalie hielt die Mannen von Tim Kehler im Spiel.

Bremerhaven das bessere Team

Zu Beginn des zweiten Abschnitts ging es rauf und runter. Erst hatte Weber die Möglichkeit den Ausgleich zu erzielen und im Gegenzug hielt Ore den One-Timer von Beck (23.). Vier Minuten später traf erneut Beck nur die Latte. Nun begann eine Drangphase der Gäste. Erst lief Cook alleine auf Ore zu, dann  musste der Finne einen Schlagschuss von Schmidt halten und bei der dritten großen Chance, dieses Mal durch Zuravlev, war der Goalie geschlagen (32.). Zu allem Übel erhielt wenige Sekunden später Richard Gelke eine Matchstrafe nach einem Check von hinten. Die Pinguins ließen in der Überzahl Puck und Gegner laufen und erhöhten durch Cook in der 35. Minute auf 0:3. Die letzte Chance des Drittels hatten zwar die Löwen, doch Gares Schuss verfehlte das Bremerhavener Tor (40.).

Kein Happy End im letzten Drittel

Mit drei Toren Rückstand suchten die Löwen ihr Heil in der Offensive und durften ab der 42. Minute 120 Sekunden in Überzahl agieren. Doch in dem Powerplay gelang ausgerechnet den Gästen der nächste Treffer. Hooton war der Torschütze (43.). Nun startete die famose Aufholjagd der Löwen. Als Elsner im Powerplay traf, keimte schon ein wenig Hoffnung in der Eissporthalle  (46.), als dann auch noch Martens das 2:4 erzielte (52.) waren die Fans nicht mehr zu halten. Nur 119 Sekunden später klingelte es erneut im Kasten von Meisner. Andreas Schwarz stand nach dem Schuss von Justin Kirsch goldrichtig und schob zum 3:4 ein. Die Halle war nun ein Hexenkessel und Mike Stewart musste eine Auszeit nehmen. Die Frankfurter warfen nun alles in die Waagschale, doch den Treffer erzielten wieder die Gäste. Ein Schuss von Dronia prallte von der hinteren Bande zurück und Verelst traf ins Löwenherz. Doch wer glaubte, das Spiel war nun entschieden, der irrte. Richard Mueller zog einfach mal aus extrem spitzen Winkel ab und traf genau in den Kreuzeck. Kehler nahm nun wieder Ore aus dem Tor, doch der Ausgleich wollte nicht mehr fallen und Cook traf drei Sekunden vor dem Ende ins leere Tor.

Löwen Frankfurt - Fischtown Pinguins 4:6 (0:1, 0:2, 4:3)
0:1 (13:02) Gabe Guentzel (Jan Kopecky, Andrew McPherson)
0:2 (31:19) Thomas Zuravlev (Andrew McPherson)
0:3 (34:34) Brendan Cook (Björn Bombis, Brock Hooton) PP1
0:4 (42:56) Brock Hooton (Brendan Cook) SH1
1:4 (45:16) David Elsner (Kyle Ostrow, Marton Vas) PP1
2:4 (52:00) Norman Martens (David Elsner, Dennis Reimer)
3:4 (53:59) Andreas Schwarz (Justin Kirsch, Richard Mueller)
3:5 (57:19) Sam Verelst (Pawel Dronia, Brock Hooton)
4:5 (58:49) Richard Mueller (Justin Kirsch) PP1
4:6 (59:57) Brendan Cook ENG

Strafminuten: Frankfurt 17 + 20 (Gelke) + 10 (Gelke)  – Bremerhaven 16

Zuschauer: 6.132.

Schiedsrichter: Bastian Haupt, C. Oswald – A. Flad, T. Lajoie

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