Indians unterliegen Ravensburg mit 2:4

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Lesedauer: ca. 3 Minuten

Die

Hannover Indians unterlagen einem, seinen Spitzenplatz unterstreichenden

Gegner, nach hartem Kampf verdient mit 2:4.

Die

Zutaten für einen denkwürdigen Abend waren vorhanden. Fast 4.000 Zuschauer

wollten Augen- und Ohrenzeugen sein, wie die heimischen Indians den Favoriten

aus dem Schwäbischen im gleichen Stil wie vor zwei Wochen den Spitzenreiter

München besiegen wollten. Doch gleich zwei Dinge sollten das Mahl versalzen:

Die Tower Stars hatten ihre Hausaufgaben gemacht und gleich drei Stürmer

(Philipps, Saggau und Jelitto) fehlten den Gastgebern gesperrt oder

verletzungsbedingt.

So

musste Indians-Coach Joe West mit drei Reihen arbeiten. Ein Nachteil, wie sich

im Spiel herausstellen sollte. Die Tower Stars wollten von Anfang zeigen, warum

sie an der Tabellenspitze stehen. Sofort stellte sich eine leichte

Überlegenheit ein, aber kampfstarke Indians hielten dagegen. Schon in dieser

Anfangsphase zeigte sich, dass ECH-Keeper Thomas Ower wieder einen starken Tag

hatte. Völlig überraschend dann die Führung für die Gastgeber. Ausgerechnet

Brad Bagu, vor einigen Jahren in Ravensburger Diensten, fälschte einen

Schlenzer an dem verdutzten Tower-Stars-Torwart Christian Rohde, seinerseits

ebenfalls mal beim ECH, zur 1:0 Führung (5.) in die Maschen. Die Folge war eine

Gästemannschaft, die geschockt sich erst einmal finden musste. Trotzdem gab es

einige Chancen für die Gäste, z.B. von Matt Kinch sowie Ben Thomson, die jedoch

allesamt im starken Ower ihren Meister fanden. Wie in den letzten Wochen üblich,

schoss dann der ECH ein Tor, als niemand damit rechnete. Die Gäste, die sich

den Konterattacken der Indians nicht immer mit fairen Mitteln zu erwehren wussten,

mussten zusehen, wie ein direkte Kombination von Thomas Ower und Kyle Doyle von

Jamie Chamberlain konsequent zum 2:0 (17.) ausgenutzt wurde. Der Spielstand zu

diesem Zeitpunkt glücklich aber nicht unverdient.

Im

zweiten Drittel zunächst ein überraschend stürmischer ECH, der die Gäste im

eigenen Drittel band. Die energischen Bemühungen der Indians, mit konsequentem

Körperspiel die Gäste zu stören, wurde dann jedoch, sehr zum Leidwesen von

Indians-Trainer Joe West gleich zweimal auf drastische Weise unterbrochen.

Zunächst mussten P.J. Atherton und Josh Olson nacheinander auf die Strafbank

und einige Minuten später mit Preston Mizzi und wiederum Olson sogar zeitgleich

zwei Akteure. Zwar konnten in beiden Fällen die gut stehende ECH-Defensive und

ein überirdisch haltender Thomas Ower die Gefahren bereinigen aber diese beiden

Kraftakte hatten die Batterien der Indianer zu sehr geschwächt. Mit zunehmender

Spielzeit übernahmen wieder die Gäste die Führung und immer wieder spielten

sich Hitchcock ähnliche Szenen vor dem Gehäuse der Hannoveraner ab. Schließlich

gelang es als erstem Gast den an diesem Tag sehr stark auftretenden Peter Boon,

den ECH-Keeper Ower in der 39. Spielminute zu überlisten.

Die

letzten zwanzig Spielminuten hatten kaum begonnen, da musste Jamie Chamberlain ein

Foul verbüßen, und diesmal konnten es die Tower Stars nicht schnell genug

schaffen. Nur neun Sekunden brauchte Christopher Oravec (42.), um einen

Abpraller zu versenken. Dieser Oravec mauserte sich schließlich auch zum „Spieler

des Drittels“, den er brachte schließlich nach einer schönen Kombination mit

Lukas Slavetinsky und Andras Kruck seine Farben in Führung (52.). Wer jetzt

wütende Angriffe der Indians als Antwort erwartet hatte, musste  feststellen, dass das zweite Drittel wohl zu viel

Kraft gekostet hatte. Das Aufbauspiel wurde immer fehlerhafter und die wenigen,

von den Tower Stars um einen starken Kerry Ellis-Toddington, zugelassenen

Chancen wurden Beute eines zu diesem Zeitpunkt unterforderten Christian Rohde.

Wie schließlich zu erwarten war, nahm Joe West 70 Sekunden vor Schluss seinen

Torwart vom Eis aber ein erneuter fehlerhafter Aufbau brachte Andreas Kruck (60.)

in Position und dieser konnte von der Mittellinie den Endstand unter dem Jubel

der mitgereisten, sehr fairen, Ravensburger Anhänger erzielen.

Stimmen: Joe West

(Hannover): „Wir waren im ersten Drittel sehr effektiv. Im Mitteldrittel waren

die Strafen entscheidend. Danach hat uns die Kraft gefehlt für eine Wende. Ich

kann meinem Team keinen Vorwurf machen.“

Peter

Draisaitl (Ravensburg): „Wir haben eine Zeit lang gebraucht, um in das Spiel zu

kommen. Im ersten Drittel haben wir wenige Chancen zugelassen, waren aber noch

nicht richtig im Spiel. Der entscheidende Punkt war das doppelte Überzahlspiel

im Mitteldrittel. Danach waren wir erheblich besser und haben mit Glück die

Punkte nach Hause geholt."

Statistik: 1:0 (4:51) Bagu

(Huhn, Rohatsch); 2:0 (16:00) Chamberlain (Doyle, Ower) 5-4; 2:1 (38:27) Boon

(Kostyrev, Samendinger); 2:2 (41:25) Oravec (Boon, Busch) 5-4; 2:3 (51:49)

Oravec (Slavetinsky, Koch); 2:4 (59:15) Kruck (Oravec, Busch) 5-6

Strafminuten:

Hannover 12 – Ravensburg 12

Schiedsrichter:

Dahle (Berlin)

Zuschauer:

3864

Manfred

Schneider


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Dresdner Eislöwen Dresden
1 : 4
EC Bad Nauheim Bad Nauheim
Selber Wölfe Selb
4 : 1
Krefeld Pinguine Krefeld
EV Landshut Landshut
4 : 1
Eisbären Regensburg Regensburg
EHC Freiburg Freiburg
3 : 2
ESV Kaufbeuren Kaufbeuren
Kassel Huskies Kassel
3 : 2
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Sonntag 03.03.2024
Krefeld Pinguine Krefeld
- : -
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Starbulls Rosenheim Rosenheim
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EHC Freiburg Freiburg
ESV Kaufbeuren Kaufbeuren
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Bietigheim Steelers Bietigheim
Lausitzer Füchse Weißwasser
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Eisbären Regensburg Regensburg
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