Indians unterliegen Dresden deutlich mit 0:4

Erster Neuzugang der IndiansErster Neuzugang der Indians
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Der

erste Schritt war getan. Nach der Trennung von Josh Olsen und Preston Mizzi

wurde vom finnischen Erstligisten Tappara Tampere der 21jährige Kanadier John

Hughes verpflichtet. Zusammen mit Christoph Koziol und D.J. Jelitto sollte er

nach dem Willen der Verantwortlichen der Indians für den nötigen Druck sorgen

und sein Einstand war dann auch recht passabel. Für die Kürze der Zeit zeigte

der junge Kanadier schon ein recht gutes Spielverständnis sowie ein gutes Auge

für den Nebenmann. Dass er ein guter Ersatz sein wird, scheint sicher. Aber wie

weit das reicht, muss sich relativ schnell zeigen. Sollte er für diese Zweck

geholt worden sein, ist er sicherlich der Richtige. Einen anderen Spielertyp brauchen

die Indians jedoch möglichst schnell: Einen Goalgetter!

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direkte Schüsse der Gastgeber musste Dresdens bester Mann, Kelley Briggs,

halten, von den zahlreichen abgeblockten soll gar nicht  gesprochen werden, und bei aller Klasse des

Dresdner Schlussmannes muss in aller Deutlichkeit von großer Abschlussschwäche

gesprochen werden. Wäre nämlich bei der durchaus passablen Anfangsoffensive ein

Schuss reingegangen, das Spiel hätte mit Sicherheit einen anderen Ausgang

genommen. 

Tatsächlich

begannen die Gastgeber sehr druckvoll. Mit drei Reihen versuchten sie die

Dresdner Defensive zu knacken, was jedoch nicht klappte. Die Gäste hatten

diesen Ansturm, wie Gästecoach Thomas Popiesch später zugab, erwartet und

mussten trotzdem anerkennen, dass in dieser Phase Briggs überragend hielt und

mit seiner „Bierruhe“ die eigenen Defensivkräfte wieder aufbaute. Die Gäste

hielten sich an die vorgegebene Taktik, mit einem Stürmer Forechecking zu

betreiben und mit drei Mann das Mittelfeld zuzustellen und brachten die

hannoverschen Stürmer in Anspielnöte. Trotzdem waren die Chancen für die

Indianer vorhanden. In der 13. Minute verfehlten innerhalb von Sekunden Jelitto

und Daniel Huhn das gegnerische Gehäuse. Wie man es besser macht, demonstrierte

Sami Kaartinnen dann in der 15. Minute. Völlig unmotiviert passte Koziol vor

das eigene Tor und dort nahm der Finne dankbar das Geschenk an und verwandelte

volley gegen den chancenlosen Youri Ziffzer. Die Folge war, dass den Gastgebern

auf einmal die Nerven flatterten und Fehlpässe en masse produziert wurden. Es

folgte die erste Strafe für die Indians, und prompt klingelte es im Kasten.

Patrick Jarrett (18.) hatte zugeschlagen. Erinnerungen an den Filmklassiker „Und

täglich grüßt das Murmeltier“ wurden wach.

Das

zweite Drittel zeigte deutlich, dass die Gastgeber es besser machen wollten.

Mit Schwung wurde wiederum das Tor berannt und die Gäste versuchten sich im

Konterspielen. Besonders auffällig in dieser Phase die Leichtigkeit, mit der

die Dresdner sich aus der versuchten Umklammerung lösten, um ihrerseits das

hannoversche Tor in Gefahr zu bringen. Auch die einzige Strafzeit in diesem

Drittel, ausgesprochen vom ausgezeichneten Schiedsrichter van Gameren gegen

Dresdens Vanelli konnte nicht genutzt werden und weil beim Aufbauspiel wieder

zahlreiche Fehler gemacht wurden, hätte sich niemand beschweren können, wenn

z.B. Alexander Dmitriev bereits in der 32. Minute das 0:3 besorgt hätte. Dies

besorgte dann Sami Kaartinen in der 38. Minute, als sich Mike Vanelli und der

Finne im Slot den Puck ungehindert quer zuspielen konnten, ohne dass ein

Hannoveraner entscheidend eingriff. Youri Ziffzer, ansonsten nicht immer sehr

souverän agierend, war auch hier chancenlos. 3100 Fans - 50 kamen aus Dresden -

waren enttäuscht, und die ersten Pfiffe waren zu hören.

Wie

üblich präsentierte sich der Gastgeber zu Beginn der letzten 20 Minuten

schwungvoll, aber wirkungslos. Nacheinander scheiterten Martens, Atherton und

Jelitto und es schien, als wollten die Dresdner den ECH austoben lassen, denn

ab jetzt übernahm der Gast wieder das Kommando. In der 49. Minute musste

Ziffzer erstmals eingreifen, als Jason Miller vor ihm auftauchte und in der

Folgezeit musste der Hannoveraner Schlussmann häufiger eingreifen als ihm lieb

war. Vor allem die sehr agilen Stefan Mann und Björn Bombis zeigten sich bei

ihren Aufbaustörversuchen sehr  erfolgreich. Langsam schwanden den Indians die

Kräfte und als in der vorletzten Spielminute Patrick Strauch Youri Ziffzer aus

Nahdistanz prüfte, konnte dieser die Spielscheibe nicht festhalten und

Dimitriev erzielte den 0:4 Endstand.

Stimmen: Joe West

(Hannover): „Wir sitzen zur Zeit unten fest und wir werden alles versuchen, um

aus dem Tal zu kommen. Jetzt liegt es an mir aber auch an der Mannschaft,

diesen Weg umzusetzen. Ich hoffe, dass bis zum nächsten Wochenende bei einem

weiteren Neuzugang Vollzug gemeldet werden kann.“

Thomas

Popiesch (Dresden): „Wir wussten, dass wir die Anfangsphase heile überstehen

mussten. Da können wir uns beim Keeper Briggs bedanken. Danach standen wir

sicher, haben die Räume eng gemacht und letztendlich einen verdienten Sieg

eingefahren.“

Statistik: 0:1 (15:32)

Kaartinen; 0:2 (17:26) Jarrett (Miller, Kramer) 5-4; 0:3 (37:55) Kaartinen (Vanelli,

Jarrett); 0:4 (58:13) Dmitriev (Strauch, Pyka)

Strafminuten:

Hannover 8 – Dresden 10

Schiedsrichter:

van Gameren (Berlin)

Zuschauer:

3189

Manfred

Schneider

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