Indians schaffen den Klassenerhalt

Erster Neuzugang der IndiansErster Neuzugang der Indians
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Mit

einem 4:1 im Gesamtergebnis bezwang Aufsteiger EC Hannover Indians im

Play-dow-Finale die Freiburger Wölfe und feierte somit zwei Spiele vor Ende der

Serie den Klassenerhalt.

Auch

wenn die Freiburger mit dem Rücken zur Wand standen, versuchten sie sofort offensive

Akzente zu setzen, und trafen dabei auf Indians die deutlich ihr Augenmerk auf

eine disziplinierte Defensive legten. Es entwickelte sich Eisschach, und bereits

in dieser Phase wurde klar, dass es nicht zu einem Torfestival wie am Montag

kommen würde. Die Gäste standen dabei mit fünf Mann im Mitteldrittel und

lauerten auf Konter wie in der achten Minute, als Anderson frei vor Ziffzer

auftauchte, und dieser sensationell reagierte. Als dann auch noch Gorgenländer

und Billich am ECH-Keeper scheiterten, hatte Glücksgöttin Fortuna endgültig die

Nase voll und senkte ihr Füllhorn auf der  Indiansseite aus. Wagner (10.) traf aus dem

Gewühl zum 1:0. Jetzt verschärfte Freiburg seine Bemühungen, kassierte aber

auch zwei Strafen und musste froh sein, dass die hannoverschen Blue-Liner nicht

genug Zielwasser getrunken hatten.

Das

zweite Drittel begann wie das Erste endete. Freiburg stand variabel im

Mitteldrittel mit einem Forechecker und versuchte mit schnellen Nadelstichen

die ECH-Defensive zu provozieren. Die Rothäute taten sich mit dieser Taktik

schwer und fanden nur mühevoll in ihr Spiel zurück. Da passte es natürlich

ausgezeichnet ins Konzept das der ECH-Hoffnungsträger vom Dezember - John Hughes

- in Spiellaune in der 27. Minute zweimal das Tor umrunden durfte und sein

Schuss als Abpraller vor Martens landete und dieser das 2:0 erzielte. Die

Badener wollten sich jedoch nicht kampflos von ihren mitgereisten Anhängern verabschieden,

und berannten weiterhin das ECH-Gehäuse. Bis zur 30. Minute. Dann wurde es

wieder spannend, als Anderson die Lücke zwischen Pfosten und Ziffzers Schoner

fand, und auf 2:1 verkürzte. Jetzt wankten die Indians, und die Breisgauer

versuchten nachzusetzen und wurden ausgekontert. Ausgerechnet der

Winning-Goal-Schütze vom Montag, Patrick Vozar, leistete sich zur Spielhalbzeit

eine Strafe und Jelitto (32.) bestrafte dies mit dem 3:1. Bevor sich die Gäste

fangen konnten setzten die Pferdetürmler zum Sturmlauf an, und hatten Erfolg. Innerhalb

von zwei Minuten erhöhten Doyle (33.) und Mares (34.) auf 5:1. Der Pferdeturm und

Markus Berwanger, wenn auch aus unterschiedlicher Sichtweise, tobten. Die Gäste

waren derart von der Rolle, dass Stas im Gegenzug sogar das leere Tor und damit

das 2:5 verfehlte.

Die

letzten 20 Saisonminuten sahen wieder eine offensive, aber ineffektive

Wölfe-Mannschaft. Selbst im Powerplay brachte man den Puck nicht einmal

gefährlich vor den Kasten, so dass die Indians selbst mit Kontern für mehr

Wirbel sorgten. Da das ganze auch noch sehr fair ablief, ergaben sich kaum

Torchancen für beide Mannschaften, und weil Freiburg wollte und nicht konnte

und der ECH sich für das vierte Drittel schonte, fingen die Fans ab der 48.

Minute mit dem Feiern an. Das spornte die Spieler an und der kleine Hughes (54.)

durfte schließlich in Überzahl per Rückhand das 6:1 und damit den letzten

Saisontreffer markieren. Der Höhepunkt dann 

in der 56. Minute, als Indians-Coach Joe West sich für die ausgezeichnete

Arbeit bei Scorpions-Leihgabe Ziffzer bedanke, ihn aus dem Spiel nahm und der Pferdeturm-Legende

Roman Kondelik, nach Beendigung seiner glanzvollen Karriere am Pferdeturm in

der letzten Saison, sogar noch einen umjubelten Zweitligaauftritt verhalf.

Stimmen: Joe West

(Hannover): „Ein verdienter Sieg. Wir haben den Erfolg im ersten Drittel vor

allem unserem Torwart zu verdanken. 

Jetzt wird erst einmal gefeiert.“

Markus Berwanger (Freiburg): „Die Indians haben die Serie zu Recht für sich

entschieden. Mir tun die jungen Spieler leid, die noch nicht so weit waren. Wir

hatten allerdings auch keinen erfahrenen Spieler, der das Heft an sich gerissen

hat. Jetzt muss ein Neuaufbau auf Freiburger Seite durchgezogen werden mit

allen Konsequenzen.“

Statistik: 1:0 (9:02)

Wagner (Bagu, Saggau), 2:0 (26:20) Leisenring (Martens, Hughes), 2:1 (29:03)

Anderson (Mizzi), 3:1 (31:29) Jelitto (Hughes, Leisenring) 5-4, 4:1 (32:25)

Doyle (Wagner, Huhn), 5:1 (33:10) Mares (Chamberlain, Doyle), 6:1 (53:55) Hughes

(Jelitto, Ziffzer) 5-4

Strafminuten:

Hannover 6 - Freiburg 8

Schiedsrichter:

Kadow

Zuschauer:

4012

Manfred

Schneider


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