Indians mit zehnter Heimniederlage

Erster Neuzugang der IndiansErster Neuzugang der Indians
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Es

scheint momentan aber auch alles gegen die Hannover Indians zu laufen. Erneut

probierte es Trainer Joe West in der gestrigen Partie gegen den SC Riessersee

mit Reihenumstellungen, hatte darüber hinaus mit Stürmer Pielmeier und Torhüter

Ower zwei Förderlizenzspieler zur Verfügung, musste aber auf die gesperrten Atherton

und Stolikowski, sowie auf den verletzten Phillips verzichten.

Die

Maßnahmen sollten zunächst fruchten. Doyle traf bereits nach 36 Sekunden mit

dem ersten Angriff zur Führung, als er ein Solo mit einem satten Schuss

abschloss. Es waren erste 20 Minuten, in der die Indians ihr besseres Gesicht

zeigten, und durchaus berechtige Hoffnungen bei den über 4000 Zuschauern

hervorriefen. Und wer weiß, wie es gelaufen wäre, hätte Martens in der zwölften

Minute ins leere SCR-Gehäuse getroffen, oder wären bei 5-3 Überzahl Hughes oder

Doyle in der 13. Minute erfolgreich gewesen. Die Werdenfelser zeigten auf der

anderen Seite aber, warum sie zuvor drei Mal in Folge erfolgreich waren, kamen

durch Self (4.) und McPherson (15.) zu sehr guten Gelegenheiten.

Auch

im zweiten Durchgang ging das Vergeben von guten Torchancen auf Seiten der

Niedersachsen weiter, Saggau (23.) und Chamberlain (24.) mit wenig Glück im

Abschluss. So kam es wie es kommen musste. Der Altmeister kam durch Self eine

Minute später in Überzahl zum umstrittenen Ausgleich. Die Hausherren

reklamierten auf heftigste, monierten sie, dass Torhüter Ower zuvor seine Maske

verloren hatte. Wie so oft in dieser Saison brachte ein Gegentor die Indians

aus dem Konzept, es schlichen sich Unsicherheiten ein, ihr Spiel wurde ungenau.

Beispielhaft dabei die „Vorlage“ von Saggau vor dem 1:2, als er mit einem Katastrophenpass

in der eigenen Zone die Führung durch Sommerfeld einleitete. Dumoulins Treffer

in der 35. Minute schien die Vorentscheidung zu sein. Hoffnung kam durch

Wagners Anschlusstreffer (39.) auf, als zuvor Anderson den Puck an der Bande

durch gute Arbeit behauptete.

Mit

ihrem zweiten Treffer war dann aber das letzte Pulver auf Seiten der Indians

verschossen. Sommerfelds zweiter Treffer (44.) bedeutete die endgültige

Entscheidung, Vollmers Tor zum 2:5 nach 48 Minuten machte das Endergebnis in

einer Partie perfekt, in der die Hannoveraner sich insgesamt gesehen für höhere

Aufgaben in der zweiten Liga wenig gewappnet zeigten. Zu statisch und

einfallslos im Powerplay, mit wenig Glück – teils auch mit Unvermögen – vor dem

gegnerischen Tor, dazu teils mit haarsträubenden Fehlern in der Defensive. Das

die Kulisse am gestrigen Abend gar auf das erwartete Pfeifkonzert nach der

Schlusssirene verzichtete, zeigt wie groß die Ernüchterung rund um den Pferdeturm

ist. Weiterer Wehrmutstropfen für den Aufsteiger ist die Verletzung von Saggau,

der nach einem Zweikampf an der Bande in der 44. Minute direkt vom Eis ins

Krankenhaus gebracht werden musste. Eine genaue Prognose steht noch aus.

Stimmen: Joe West

(Hannover): „Garmisch ist der verdiente Sieger. Wir haben so viele Chancen,

machen keine Tore. Das erzähle ich jede Woche. Vor dem Ausgleich hatten wir die

Chance zum 2:0. Wenn wir jedes Spiel dem Gegner zwei Tore schenken und selbst keine

erzielen, ist das Gift. Auch war unser Überzahlspiel nicht gut. Wenn es nicht

läuft, bin ich der Verantwortliche.“

Maurizio

Mansi (Riessersee): „Wir haben gewusst was uns erwartet. Ein volles Haus, gute

Stimmung und motivierte Indians. Wir mussten aufpassen, denn sie waren im

ersten Drittel schneller, haben besser gespielt. Im zweiten Drittel hatten wir

mehr Luft, haben drei Tore geschossen, die Unterzahlsituationen überstanden.

Das vierte Tor hat uns Ruhe gegeben, danach mussten wir sicher und einfach

spielen. Das haben wir gemacht.“   

Statistik: 1:0 (0:36)

Doyle (Chamberlain, Jelitto); 1:1 (24:37) Self (Regan, Suchan) 5-4; 1:2 (28:14)

Sommerfeld (McPherson, Regan); 1:3 (34:08) Dumoulin (Suchan, McPherson) 4-4;

2:3 (38:47) Wagner (Anderson, Rohatsch); 2:4 (43:28) Sommerfeld (McPherson,

Kink); 2:5 (47:55) Vollmer (Biersack, Kink)

Strafminuten:

Hannover 18 + 10 für Anderson – Riessersee 24 + 10 für Dumoulin

Schiedsrichter:

Kadow (Eppelheim)

Zuschauer:

4211

Jens

Wilke


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