Indians gehen mit Optimismus in die Play-downs

Erster Neuzugang der IndiansErster Neuzugang der Indians
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Spielfreudige Hannover Indians bezwingen die, vermutlich aus taktischen Gründen ohne zehn Spieler angetretenen, Eispiraten Crimmitschau deutlich mit 6:1 und gehen gestärkt in die am Dienstag beginnenden Play-Downs gegen den gleichen Gegner.

„Der Kopf muss für die Play-downs frei sein und dafür ist am besten, wenn die letzte Begegnung gewonnen wird“. Mit dieser Devise gingen die Indians in die Partie und begannen recht stürmisch. Bereits nach 14 Sekunden tauchte Chamberlain das erste Mal gefährlich vor ETC-Ersatzkeeper Güttner auf, verpasste aber knapp. In der Folge gab es für die knapp 2600 Zuschauer ein verteiltes Spiel mit leichten optischen Vorteilen für die Indians zu sehen. Völlig unnötig in der vierten Spielminute eine Strafe für Eispiraten Saurette, und erstmals zeigte sich die hoffentlich neue Qualität des Indians-Powerplays. Von Martens glänzend freigespielt scheiterte erst noch Leisenring an Güttner, bevor Hughes (5.) mit der Rückhand einnetzte. Die Spieluhr hatte noch keine weitere Runde geschafft, da kam der erneut eminent quirlige Saggau (6.) frei zum Schuss, und bezwang den chancenlosen Güttner. Die Indians blieben jetzt offensiv und brachten die, durch die taktischen Umstellungen nicht eingespielte, ETC-Abwehr wiederholt in die Bredouille. Diese konnte sich stellenweise nur durch Fouls der Angriffe erwehren und als auch die nächsten beiden Strafzeiten für Ballantyne und Heine jeweils mit Indians-Torerfolgen durch Hughes (9.) und Chamberlain (10.) bestraft wurden, beorderte Eispiraten-Coach Hynes seine Mannen erst einmal an die Bande, um Ruhe in die Aktionen zu bekommen. Die Hannoveraner zogen sich nach der beruhigenden Führung erst einmal zurück, mussten aber aufpassen, dass sie nicht ihren Rhythmus verloren. Die Gäste setzten kurzfristig auf eine verstärkte Defensive mit dem Versuch, über Konter zum Erfolg zu kommen. Diese Taktik der Piraten „lullte“ die Indians förmlich ein und der wiederum sehr sichere ECH-Keeper Münster bekam mehrfach die Gelegenheit sich auszuzeichnen, und hatte sogar einmal Glück, als ein Querschläger vor seinem Kasten von den frei stehenden Grosch und Schietzold verpasst wurde.

Der zweite Spielabschnitt hatte kaum begonnen, als der gute, allerdings stellenweise auch leichtsinnig agierende, Atherton auf die Strafbank musste und das folgende Powerplay von G. Albrecht (23.) ausgenutzt wurde. Wie locker in dieser Phase das Nervenkostüm der Indians sitzt, zeigte sich in den folgenden zehn Minuten, in denen es kaum zu einem konstruktiven Aufbauspiel kam und in denen verbissen, vor allem im Mitteldrittel, von beiden Seiten gekämpft wurde. Erst in der 26. Minute tauchte Doyle gefährlich vor Güttner auf und verfehlte knapp. Warum sich jetzt die Eispiraten wieder zurücknahmen, wird deren Geheimnis bleiben, denn sie waren zur Spielhalbzeit tonangebend. Kämpferisch besonders beeindruckt in dieser Phase der Gästeblock mit Heine, Grosch und Gunkel, die mit ihrem Forechecking die Abwehr der Indians auf Trab hielten. Gegen Ende des Drittels zogen die Gastgeber die Zügel wieder an und hatten auch Pech, als u.a. Wagner am Pfosten scheiterte.

Das letzte Drittel zeigte dann zwei Mannschaften, die wussten, dass an einem Sieg der Indians nicht mehr viel zu rütteln war und deshalb möglichen Verletzungen vor den Play-Downs aus dem Wege gehen wollten. Die beiden letzten Tore der Vorrunde für die Indians wurden von Saggau und dem „Spieler des Tages“ Priebsch erzielt, wobei letzterer sich für seinen, in den letzten Spielen deutlich erkennbaren Formanstieg, selbst belohnte.

Stimmen: Joe West (Hannover): „Ein verdienter Sieg, aber Crimmitschau hat heute ohne vier Ausländer gespielt und ich erwarte einen erheblich schwereren Kampf in den Play-downs. Wir haben Respekt, sind aber auch gut vorbereitet, zumal uns dann mit Anderson und Bagu zwei Stammspieler wieder zur Verfügung stehen.“

Wayne Hynes (Crimmitschau): „Die Indians haben eindeutig und klar gewonnen. Sie waren sehr gut vorbereitet und es wird ein harter Kampf in den Play-downs.“

Statistik: 1:0 (4:53) Hughes (Leisenring, Martens) 5-4, 2:0 (5:36) Saggau (Priebsch, Huhn), 3:0 (8:46) Hughes (Jelitto, Martens) 5-4, 4:0 (9:51) Chamberlain (Doyle, Mares) 5-4, 4:1 (22:53) G. Albrecht (H. Albrecht, Ballantyne) 5-4, 5:1 (52:18) Saggau (Huhn, Martens), 6:1 (58:33) Priebsch (Hughes, Atherton).

Strafminuten: Hannover 6 – Crimmitschau 10

Schiedsrichter: van Gameren (Berlin)

Zuschauer: 2579

Manfred Schneider

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