Indians geben die rote Laterne ab

Erster Neuzugang der IndiansErster Neuzugang der Indians
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Exakt

einen Monat nach dem letzten Heimsieg (4:0 gegen Freiburg) konnte der frischgebackene Aufsteiger

wieder punkten. Das 1:0 gegen die Niederbayern bedeutete nicht nur drei wichtige

Punkte auf der Habenseite, sondern auch die Abgabe der roten Laterne an die

Freiburger.

Die

Landshuter begannen wie die Feuerwehr und setzten die nervösen Gastgeber

bereits in den ersten Minuten schwer unter Druck. Nach 37 Sekunden der erste

Schuss auf das von Thomas Ower, dem ausgeliehenen Neuzugang aus Frankfurt,

ausgezeichnet gehütete Tor durch Eastman und als knapp eine Minute später Jan

Hemmes den erst 16-jährigen Tobias Rieder von hinten gegen die Bande checkte,

und völlig korrekte 2+10 Minuten erhielt, da musste dem ECH-Fan mulmig werden.

Das 0:1 schien nur eine Frage der Zeit. Die Gäste machten sich jedoch in dieser

Phase das Leben selbst schwer. Im Übereifer produzierten auch sie Strafen und

ließen die Rothäute wieder in das Geschehen eingreifen. Innerhalb von nur 37

Sekunden wanderte der wieder genesene Tobias Rieder sowie Matthias Wittmann auf

die Strafbank und diese, in dem Spiel einmalige, 5-3 Situation nutzte

Indians-Torjäger Jamie Chamberlain aus, als er einen schönen Pass von P.J.

Atherton aufnahm und den sehr guten Martin Cinibulk im Landshuter Tor zum 1:0

bezwang. In der Folgezeit zeigte sich die ECH-Defensive enorm verbessert. Das

Forechecking beider Mannschaften verlagerte sich ins Mittelfeld, so dass es nur

zu wenigen echten Torchancen kam, die wiederum von beiden Keepern problemlos

entschärft werden konnten.

Auch

zu Beginn des zweiten Drittels belagerten die Landshuter das Indians-Tor. Vor

allem die sehr schnelle und technisch versierte erste Sturmreihe des EVL mit Ty

Morris, Brad Leisenring und Günter Oswald versetzte die ECH-Defensive in helle

Aufregung. Markus Welz schien es vorbehalten, für den Ausgleich zu sorgen, verfehlte

jedoch knapp das Gehäuse. Der Druck der Niederbayern nahm jetzt noch einmal zu

und die Indians konnten sich stellenweise nur durch überzogenen Körpereinsatz

wehren. Nacheinander wanderten Josh Olson, D.J. Jelitto und Kyle Doyle auf die

Strafbank, aber Kapital konnten die Kannibalen aus den Überzahlsituationen

nicht schlagen. Im Gegenteil. Jetzt zeigten die Indians, warum sie zu Recht in

der zweiten Liga spielen. Über den Kampf zwangen sie den favorisierten Gästen

ein gleichwertiges Spiel auf und wenn nicht Martin Cinibulk mit einem Big-Save

gegen Preston Mizzi in der 37. Minute gerettet hätte, die Vorentscheidung wäre

gefallen.

Im

Abschlussdrittel dann das gleiche Bild wie im zweiten. Die Gäste bestimmten das

Spiel, der ECH stand fest in der Verteidigung, ließ sich nicht herauslocken und

versuchte über Konter zum Erfolg zu kommen. Man brauchte kein Prophet zu sein,

um zu erkennen, dass nur noch wenige Tore fallen würden.  Jedes überflüssige Foulspiel wurde auf beiden

Seiten vermieden und trotzdem hatten beide Teams noch Chancen. D.J. Jelitto

sowie Jamie Chamberlain hielten Martin Cinibulk warm, während auf der anderen

Seite Günter Oswald und Peter Abstreiter Thomas Ower prüften. Zwar nahm

Landshut Trainer Tobias Abstreiter 40 Sekunden vor Schluss seinen Keeper vom

Eis, um wenigstens eine Verlängerung zu erreichen, aber jetzt fehlte zum Glück

für die Hausherren bei den Gästen die Kraft für einen letzten konzentrierten

Angriff.

So

zeigte sich Indians-Coach Joe West nach der Partie erleichtert: „Das war eine

enge Kiste. Wir haben unsere Körper in die Schüsse geworfen, haben an der Bande

„gebissen“. Der Sieg war wichtig für die Moral. An diesem Wochenende hatten wir

wenig Strafminuten und wenig Gegentore, das hat mir gut gefallen.“ Landshuts

Trainer Tobi Abstreiter erkannte den Sieg der Indians an: „Hannover hat das

Spiel verdient gewonnen. Sie haben mit Leidenschaft die drei Punkte am

Pferdeturm behalten, haben uns das Leben schwer gemacht, und im letzten Drittel

wenig Chancen zugelassen.“

Statistik: 1:0 (11:30) Chamberlain

(Atherton, Olson) 5-3

Strafminuten:

Hannover 8 +10 für Hemmes - Landshut 8

Schiedsrichter:

Heffler (Dinslaken)

Zuschauer:

2511

Manfred

Schneider


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