"In zwei Tagen wird eine andere Mannschaft auf dem Eis stehen"ESV Kaufbeuren

"In zwei Tagen wird eine andere Mannschaft auf dem Eis stehen""In zwei Tagen wird eine andere Mannschaft auf dem Eis stehen"
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Das erste Drittel begann durchwachsen und Heilbronn bekam früh die Chance im Powerplay, doch blieb diese ungenutzt. Besser machte es aber auch der ESVK nicht. In der 16. Minute klingelte es dann nach einer Einzelaktion Stefan Legeins, der zuerst einen Verteidiger links stehen ließ und dann Stefan Vajs düpierte. Danach hatte noch die zweite Reihe in Person Jordan Knackstedts eine Chance, bevor das erste Drittel abgelaufen war.

Im zweiten Abschnitt hatten sofort die Käthchenstädter eine Möglichkeit, als eine Kombination über Marcel Kurth und Grant Toulmin in der 22. Minute nur knapp scheiterte. Als die Gäste dann immer besser ins Spiel fanden, schossen die Falken durch Alexander Ackermann aus einem spitzen Winkel von der Bande aus ins Tor. Damit stand es nach 30 Minuten 2:0 für die Hausherren. Dadurch hatten sie nun wieder das Momentum, welches den ESVK nicht mehr zur Entfaltung kommen ließen.

Im Schlussabschnitt versuchten die Wertachstädter dann nochmal alles. Wie ausgewechselt kamen sie aus der Kabine und ein langer Pass Daniel Oppolzers auf Maximilian Hadraschek führte in der 43. Minute zum Anschlusstreffer. Hadraschek fand dabei eine Lücke über dem rechten Schoner von Falken-Schlussmann Florian Proske. Angespornt vom Tor waren die Angriffe nun mit viel mehr Zug zum Tor, so dass die Chance auf den Ausgleich unter anderem auf dem Schläger Knackstedts war. Die Hoffnung wurde jedoch sofort getrübt, denn die ausgelassene Einschussmöglichkeit rächte sich postwendend, weil Toulmin nach einem Aufbaufehler auf 1:3 erhöhtee. Geschockt vom Gegentreffer und durch zwei Unterzahlspiele gehandicapt, blieb anfangs noch eine wütende Offensive aus. Diese begann dann in den letzten Minuten, doch sie kam zu spät und im Abschluss fehlte auch das nötige Quäntchen Glück. Sinnbildlich für das Spiel war letztlich das Eigentor sechs Sekunden vor Spielende zum 1:4, als ein Pass zurück zum Verteidiger den Weg direkt ins verwaiste eigene Tor fand.

Auf der anschließenden Pressekonferenz sprach Juha Nokelainen davon, dass sie sich eigentlich viel mehr vorgenommen hätten, als letztlich gezeigt wurde. „Ich garantiere, dass in zwei Tagen eine andere ESVK-Mannschaft auf dem Eis steht", so Nokelainens Schlussworte. Der Sonthofener Falken-Trainer Gerd Wittmann analysierte das Spiel dann sehr detailliert und hob das wichtige 2:0 während der Druckphase der Gäste sowie die schnelle Antwort nach dem 2:1 hervor, da das Gegentor nichts Gutes erahnen lassen konnte. Es sei ein letztlich verdienter Sieg gewesen, doch habe das Spiel gezeigt, dass es eine offene Serie ist und es noch einige interessante Partien geben wird.