In Selb kehrt die Ernüchterung einRelegation: Selber Wölfe

In Selb kehrt die Ernüchterung einIn Selb kehrt die Ernüchterung ein
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Biergartenwetter und eine fantastische Atmosphäre im Stadion: Das ist im Eishockey die Zeit der wichtigen Spiele. Und so eines war es am Sonntag für die Selber "Wölfe". Sie waren nach dem 0:6-Dämpfer in Frankfurt gierig nach den ersten Punkten in der Aufstiegsrunde zur zweiten Liga. Doch auch der zweite hessische Vertreter war eine Nummer zu groß für die Holden-Schützlinge. Die Kassel Huskies kamen nach ihrem 3:2-Auftaktsieg gegen Kaufbeuren mit breiter Brust in die Netzsch-Arena und gaben von Beginn an Vollgas. Der VER war überwiegend mit Defensivaufgaben beschäftigt, hielt mit großem kämpferischen Einsatz dem Druck der Gäste aber lange stand. Die erste wirklich gute Möglichkeiten hatten die Huskies erst nach zehn Minuten. Der herrlich freigespielte Klinge scheiterte aber am glänzend ragierenden Selber Keeper Suvelo.

In der 13. Minute kamen die "Wölfe" zu ihrer ersten Chance. Bei Geisbergers Schuss aus der Drehung hatte Torwart Kristian aber keine allzu großen Probleme. Die Selber Fans waren aber schon dankbar für jeden Angriff ihrer Mannschaft und standen wie ein Mann hinter den weiter aufopferungsvoll kämpfenden "Wölfen". Die hielten bis zur 19. Minute ihren Kasten sauber, ehe Kassels Topscorer Snetsinger im dritten Nachschuss erstmals Suvelo überwand. Ein Tor zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Allerdings auch nicht unverdient. Die Huskies waren schneller auf den Beinen, wirkten spritziger und ausgebuffter.

Im zweiten Drittel waren gerade einmal 85 Sekunden gespielt, da legte Kassel nach. Ein unglückliches Gegentor für Suvelo, der halb auf der Scheibe gesessen war und selbige aus den Augen verloren hatte. Nutznießer war Billich, der den Puck über die Linie stocherte. Doch die "Wölfe" gaben sich noch nicht geschlagen. Die Hallenuhr zeigte 18.55 Uhr, als die Wände der Netzsch-Arena wackelten. Nach Zuspiel von Heilman erzielte Schiener das erste Selber Tor der Aufstiegsrunde. Nun ging noch einmal ein Ruck durch das VER-Team. Spieler und Fans schöpften wieder Hoffnung. In der 30. Minute stand die Halle endgültig Kopf. Der Jubel nach dem Ausgleichstreffer von Mudryk war vermutlich bis ins tschechische Asch zu hören..

Die Huskies benötigten für ihre Antwort aber nur 35 Sekunden. Kostyrevs Treffer zum 2:3 war aus Selber Sicht ebenso unnötig und vermeidbar wie die beiden Tore kurz darauf durch Heinrich. Hier hatte die VER-Defensive alles andere als gut ausgeschaut. Und so war die Euphorie schnell wieder eingedämmt und der Ernüchterung gewichen im "Wölfe"-Lager. Als Kassel im Schlussdrittel nach nur 46 Sekunden gar auf 2:6 erhöhte, war das Spiel endgültig entschieden. Nun feierten die gut 250 mitgereisten Huskies-Fans ihre Party. Auf dem Eis schaltete Kassel einen Gang zurück. Beim VER erhielten Torwart Kümpel und die jungen Spieler ihre verdiente Eiszeit. Fur das stetige Bemühen um eine Ergebnisverbesserung wurden die "Wölfe" in der 52. Minute noch durch Moosbergers 3:6 belohnt. Mehr war nicht drin gegen den neuen Tabellenführer der Aufstiegsrunde.

Schiedsrichter: Plitz (ERSC Ottobrunn); Zuschauer: 2.891; Tore: 19. Min. Snetsinger 0:1, 22. Min. Billich (Doyle) 0:2, 25. Min. Schiener (Heilman) 1:2, 30. Min. Mudryk (Piwowarczyk) 2:2, 31. Min. Kostyiev (Heinrich) 2:3, 34. Min. Heinrich (Kostyiev) 2:4, 36. Min. Heinrich (Snetsinger, Doyle) 2:5, 41. Min. Valenti 2:6, 52. Min. Moosberger (Hördler) 3:6; Strafminuten: Selb 6, Kassel 4.


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