Huskies verlieren Platz 3 in letzter Sekunde3:4 nach verlängerung gegen Ravensburg

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Entsprechend kam es am 52. und letzten Hauptrundenspieltag zum direkten Aufeinandertreffen, indem entschieden werden musste, wer als Dritter und Vierter der Tabelle in die am kommenden Freitag startenden Playoff-Viertelfinals geht.
Die direkte Bilanz sprach dabei für die Gäste, die die drei bisherigen Duelle für sich entschieden.
Huskies-Cheftrainer Rico Rossi nahm im Vergleich zum Spiel in Rosenheim zwei Veränderungen
vor. Braden Pimm rückte für Taylor Carnevale zurück ins Team, das Tor hütete Jimmy Hertel für
Markus Keller.
Die erste Großchance der Partie verbuchten die Gäste, nach genau zwei Minuten tauchte Austin
Smith frei im linken Bullykreis auf, traf bei seinem Schlagschuss aber die Scheibe nicht voll. Auf
der Gegenseite gingen die Huskies mit der ersten Torchance in Front. Jamie MacQueen nagelte
aus dem Slot den Puck ans hintere Torgestänge, das Hauptschiedsrichter-Gespann gab nach
kurzer interner Beratung den Treffer zum 1:0. Danach waren es die Huskies, die näher am 2:0 waren. Daoust nahm nach drei Minuten die Scheibe sehenswert aus der Luft mit, scheiterte aber an Towerstars-Schlussmann Matthias Nemec. Eine Minute später kam Jamie MacQueen – wie schon bei seinem Torerfolg – im Slot frei zum Schuss, zielte diesmal aber zu hoch. In der 7. und 8. Minute prüfte Philipp de Paly Huskies-Torhüter Hertel zwei Mal, dieser parierte aber sicher mit den Schonern. Offensiv präsenter waren aber dennoch die Huskies, die ihre Torchancen allerdings nicht nutzten. Im Konter wurde Mike Little durch Jamie MacQueen in Szene gesetzt, sein Schuss blieb jedoch an Nemec‘ Schonern hängen. Auch Thomas Merl verpasste das 2:0, als er nach schönem Carciola-Zuspiel den Puck aus kurzer Distanz nicht aufs Tor brachte. So wurden die Schlittenhunde für die ausbaufähige Chancenverwertung bestraft. Towerstars-Topscorer Brian Roloff netzte nach 13 Minuten aus kurzer Distanz zum 1:1 ein. Zwar ließen sich die Gastgeber davon nicht sichtlich schocken, erspielten sich weiter gute Torchancen, die aber allesamt beim starken Matthias Nemec endeten. Nach 14 Minuten war es Adriano Carciola, der mit einer Doppelchance nicht zum Torerfolg kam, 30 Sekunden später parierte Nemec sehenswert mit der Fanghand gegen Jean-Michel Daoust. Selbst in eigener Unterzahl erspielte Kassel sich Torchancen, die Pimm und Daoust aber ebenfalls nicht nutzten. Da auch Manuel Klinge in der 19. Spielminute nach Scheibeneroberung in der neutralen Zone an Nemec Schonern scheiterte, ging es mit dem 1:1 ins zweite Drittel.
Auch dort ging das Duell der Huskies mit Matthias Nemec weiter. In den Minuten 22 und 24 prüfte Kapitän Manuel Klinge den Towerstars-Schlussmann mit zwei Versuchen, war aber ebensowenig erfolgreich wie Jamie MacQueen aus dem Slot in der 28. Und als Nemec dann doch mal geschlagen schien, rettete das Aluminium für ihn, so bei Daousts Lattentreffer nach einer halben Stunde.
Beinahe wurden die Huskies für das Auslassen ihrer Chancen wieder bestraft. Aber auch Jimmy Hertel zeigte sich hellwach, als nach 31 Minuten zwei Mal stark gegen Maximilian Brandl rettete. Eine Minute später wurde Mike Little durch Jamie MacQueen freigespielt, lief frei auf Nemec zu, schlenzte den Puck jedoch knapp drüber.
Die Schlittenhunde zeigten an diesem Abend eine starke Partie, lediglich das Entscheidende – nämlich die Chancenverwertung – war zu kritisieren. Es dauerte bis zur 34. Spielminute, ehe die blau-weißen Fans endlich jubeln durften. In Überzahl verhinderten die Huskies zunächst aufopferungsvoll die Befreiung durch Ravensburg und arbeiteten den Puck vor den Torraum, wo Jamie MacQueen im Stile eines echten Torjägers den Puck über den am Boden liegenden Nemec zum 2:1 ins Tor hob. Wenige Sekunden später hätten die Huskies bei einer erneuten Überzahl sogar noch nachlegen können, der Schuss ging jedoch nach hinten los. Bei einem zwei gegen zwei Konter zeigte Ravensburgs Top-Sturmduo Smith/Roloff seine ganze Klasse. Nach tollem Zuspiel des Goldhelms markierte Austin Smith aus kurzer Distanz das 2:2 (35.).
Sichtlich beeindruckt zeigten sich die Gastgeber von der eiskalten Chancenverwertung ihrer Gegner. In der Schlussphase des Mittelabschnitts konnten sie von Glück reden, dass die Gäste nach Littles Scheibenverlust in der Defensivzone nur Metall trafen. Nachdem Carter Proft in Überzahl in der 43. Spielminute aus kurzer Distanz einen Rebound nicht verwerten konnte, machte es Thomas Merl eine Minute später besser. Auf Vorlage von Manuel Klinge traf Merl hoch zum 3:2 aus kurzer Distanz. In der 48. Minute hatte Jamie MacQueen nach Meilleurs Puckeroberung den vierten Huskies-Treffer auf der Kelle, scheiterte aber mal wieder an Nemec‘ Schonern. Der rote Faden, der sich durch die gesamte Partie zog, war in der 49. Minute wiederzufinden: Die Gäste nutzten ihre wenigen Torchancen eiskalt. Diesmal war es Brandon MacLean, der die vorm Torraum freiliegende Scheibe zum 3:3 ins Netz beförderte. Bis zur Schlusssirene sahen 2.741 Zuschauer ein relativ ausgeglichenes Spiel, bei dem beide Teams noch jeweils eine Großchance auf den KO-Treffer bekamen. In der 57. Minute vergab Manuel Klinge nach Scheibeneroberung aus kurzer Distanz, in der Schlussminute verfehlte MacLean nach schöner Einzelaktion das Tor.
So musste die Verlängerung entscheiden, in der Jean-Michel Daoust nach einer guten Minute wegen unnötiger Härte auf der Strafbank Platz nehmen musste. Wie schon im gesamten Spiel verteidigte Kassel die numerische Unterlegenheit gut, letzten Endes aber nicht erfolgreich. 2:24 Minuten vor Schluss volledelte Brandon MacLean eine erneute Einzelaktion zum 3:4-Endstand.
Die Kassel Huskies zeigten in diesem Finale um Platz drei eine starke Leistung. Hauptgrund für die heutige Niederlage war aber sicherlich, dass die Gäste ihre Torchancen eiskalt ausnutzten, während die Schlittenhunde zu oft aus aussichtsreichen Positionen am bärenstarken Towerstars-Schlussmann Matthias Nemec scheiterten.
So rutschten die Huskies in der letzten Spielsekunde der nun abgeschlossenen DEL2-Hauptrunde auf den vierten Platz ab und treffen ab Freitag, den 11. März 2016 im Playoff-Viertelfinale auf die Löwen Frankfurt.

Pressemitteilung Kassel Huskies

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