Huskies verlieren Hessenderby gegen Frankfurt mit 2:5Kassel Huskies

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Vor Spielbeginn beeindruckte das Fanprojekt Nordhessen mit einer tollen Choreographie und gab dem Derby somit einen würdigen Rahmen.

Den Huskies gelang der bessere Start in die Partie, die Gäste agierten sichtlich defensiv und ließen die Schlittenhunde kommen. Schmölz und Collins konnten im Stochern in der ersten Spielminute den Puck nicht über die Linie bugsieren, Collins scheiterte nach fünf Minuten per Rückhand an Löwen-Keeper Ore und Daniel Schmölz fälschte in der neunten Minute einen Carciola-Schlagschuss erfolglos ab. Auch die Löwen hatten ihre Chancen, die beste in Person von David Cespiva, dessen Flachschuss knapp am Huskies-Tor vorbeizischte (10.) In der zweiten Hälfte des ersten Drittels konnten die Schlittenhunde ihre leichte Überlegenheit in Zählbares ummünzen. In Überzahl machte Mike Collins seinen Gegenspieler auf dem sprichwörtlichen „Bierdeckel“ nass und traf mit der Rückhand zum 1:0. Dieser Treffer gab den Gastgebern sichtlich Rückenwind. Kapitän Klinge hätte frei vor Ore den zweiten Treffer markieren können, scheiterte aber an Ore. Die bis dato eher vorsichtig agierenden Löwen schlugen jedoch vor der ersten Pause eiskalt zurück. Nachdem Gelke nach einer für ihn eher untypischen Einzelleistung noch den Ausgleich verpasste, netzte Lanny Gare 105 Sekunden vor der Sirene trocken zum 1:1 ein. Und die Huskies hatten sogar Glück, dass sie nicht mit einem Rückstand in die Kabine gingen – Marco Pfleger scheiterte frei vor Frazee.

Im zweiten Abschnitt glänzten die Gäste durch eine ähnliche Effizienz und Kaltschnäuzigkeit, mit denen die Huskies das letzte Aufeinandertreffen in der Mainmetropole gewannen. In der 22. Spielminute fand David Cespiva per Flachschuss die Lücke zwischen Frazees Schonern und markierte das 1:2. Und nur knapp zwei Minuten später legte Clarke Breitkreuz nach. In Überzahl verlud er Frazee und netzte zum 1:3 ein. Die Huskies waren nun sichtlich geschockt und die Löwen erspielten sich mehrere Chancen zum Ausbau ihrer Führung. Martens frei nach 25 Minuten und zwei Mal Richard Mueller, der über die Flügel durchbrach (29.), fanden aber in Jeff Frazee ihren Meister. Ein Überzahlspiel in der 30. Minute sollte die Huskies offensiv wieder zurück in die Spur bringen, wenngleich dieses Powerplay noch nicht von Erfolg gekrönt war, da der Löwen-Torhüter bei Schüssen von Klinge und Heinrich die Übersicht behielt. Nach 35 Minuten hatte Jens Meilleur nach Heinrich-Querpass schon die Möglichkeit zum Anschlusstreffer, wurde aber im letzten Moment am Abschluss gehindert. Kurz zuvor vergab Collins nach feiner Einzelleistung bereits den Torerfolg. Dieser kam dann aber – psychologisch perfekt – in der Schlussminute des zweiten Drittels. Als sich schon leichter Unmut unter den Huskies-Fans breit machte, fing Adriano Carciola in der neutralen Zone den Puck ab und bediente Daniel Schmölz, der frei vor Ore das 2:3 erzielte.

Auch im letzten Abschnitt suchten die Huskies – was blieb ihnen anderes übrig – ihr Heil in der Offensive. Und die Chancen zum Ausgleich waren tatsächlich da. Collins versuchte den Puck in der ersten Minute des letzten Drittels aus der Luft zu nehmen, verfehlte die Hartgummischeibe jedoch. Nach überstandener Unterzahlphase hatte Peter Flache nach 47 Minuten bei Huskies-Überzahl die vielleicht beste Ausgleichschance, vergab nach Collins-Zuspiel im Slot aber frei. Die Huskies waren in dieser Phase drauf und dran, das Spiel zu wenden – jedoch waren es nach 50 Minuten erneut die Löwen, die eiskalt und sehenswert die Vorentscheidung besorgten. Richard Mueller zog per Handgelenksschuss trocken aus dem hohen Slot ab und ließ Frazee mit diesem Schuss in den Winkel keine Abwehrchance. 2:4, und den Huskies war nun anzumerken, dass ein erneutes Herankämpfen am heutigen Abend zu viel des Guten ist. Zwar hatten Schmölz und Wycisk in den Minuten 51 und 53 noch die Chance auf den erneuten Anschlusstreffer, scheiterten aber am souveränen Antti Ore im Löwen-Kasten. Auch die Maßnahme, Jeff Frazee zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis zu nehmen, brachte keinen zählbaren Erfolg. Im Gegenteil – eine Sekunde vor Spielende markierte Richard Mueller ins leere Tor den 2:5-Endstand.

In einem rassigen, aber stets fairen Hessenderby waren es diesmal wieder die Löwen, die den Sieg verdient für sich verbuchen konnten.

Schiedsrichter: Klein (Stuttgart)

Zuschauer: 6.100


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