Huskies unterliegen SC Langenthal mit 4:6Olten Cup in der Schweiz

Lesedauer: ca. 3 Minuten

Der SC Langenthal startete in der ersten Spielminute druckvoll, Markus Keller im Tor der Huskies musste zwei brandgefährliche Schüsse mit der Fanghand und den Schonern entschärfen. Danach kamen die Schlittenhunde aber besser in die Partie und erarbeiteten sich ihrerseits gute Torchancen. Jens Meilleur startete nach zweieinhalb Minuten über den rechten Flügel durch, verfehlte das Tor im langen Eck aber knapp. Auch das Powerplay der Schlittenhunde zeigte sich erneut brandgefährlich. Klinge per Handgelenksschuss im kurzen Eck, Heinrich mit einem Schlagschuss und Daoust scheiterten in dieser Situation aber genauso am starken SCL-Torhüter Marc Eichmann wie Sven Valenti, dessen Flachschuss knapp am Tor vorbei ging. Auch Carter Proft nach gerade abgelaufener Langenthal-Strafzeit erhielt aus aussichtsreicher Position die Chance zur Führung, wurde aber im letzten Moment von seinem Gegenspieler geblockt. Die dickste Huskies-Chance erarbeitete jedoch die vierte Sturmreihe um Lennart Palausch und Marco Habermann. Nachdem Palausch den Puck in der Offensivzone stibitzte, setzte er Marco Habermann in Szene, der frei auf Tigers-Torhüter Eichmann zulief, aber an ihm scheiterte. Und wie so oft – wenn man seine Torchancen nicht verwertet, rächt sich dies schnell. Selbiges passierte auch in der 14. Spielminute. Der SC Langenthal schaltete schnell um, lief einen 4 auf 2 Konter und verwertete diesen zum 0:1 aus Sicht der Schlittenhunde. Diese waren nur kurz geschockt. Nur eine gute Minute nach dem Gegentreffer verfehlte Jamie MacQueen aus hohem Slot den Winkel nur haarscharf. Und nach überstandener Unterzahlphase war es in der Schlussminute Manuel Klinge, der glänzend von Jean-Michel Daoust in Szene gesetzt wurde und mit seinem typischen Handgelenksschuss das hochverdiente 1:1. Zehn Sekunden vor der ersten Pause jubelten die Schlittenhunde erneut – jedoch verwehrte das Schiedsrichterduo Peer/Popovic dem Treffer die Anerkennung, obwohl der Puck nach Ansicht des Großteils der anwesenden Zuschauer regelkonform die Linie überquerte. „Schlittschuhtor“ lautete jedoch das Urteil der Offiziellen. So ging es mit einem 1:1 ins zweite Drittel. 58 Sekunden waren in diesem Abschnitt gespielt, als die Huskies erstmals ihr starkes Überzahlspiel in zählbares ummünzten. Erneut war es Jean-Michel Daoust, der diesmal mit einem No-Look-Pass die Torvorlage zu Jens Meilleurs 2:1-Führungstreffer gab. In der Folge arbeiteten die Schlittenhunde auch defensiv sehr stark. Meist war für die Tigers Endstation, bevor Markus Keller eingreifen musste. Auf der Gegenseite vergaben Merl und MacQueen in den Minuten 23 und 25 sogar gute Chancen auf eine höhere Führung.

Eine Szene in der 25. Spielminute sollte die Partie jedoch komplett in die entgegengesetzte Richtung drehen: Bei Huskies-Powerplay kam der Puck auf Umwegen zu Brent Kelly, der frei auf Markus Keller zulief und trocken den 2:2-Ausgleich markierte. Dies sollte einen sichtbaren Bruch im Spiel der Schlittenhunde bedeuten. Zwar vergab Carnevale kurz darauf nach starken Valenti-Querpass noch die Chance auf die erneute Führung, eine Minute darauf konterte der SCL aber wieder erfolgreich. Jamie MacQueen verlor im Angriffsdrittel den Puck, den folgenden 3 gegen 2 Gegenzug nutzte Nico Dünner zum 2:3 aus Huskies-Sicht.

Auch in dieser Phase machte die Chancenverwertung einen großen Unterschied zwischen beiden Teams aus. Während Pimm (29.) an Eichmanns Brust scheiterte und MacQueen nach Klinges Querpass vor dem Tor mit dem Abschluss zu lange wartete, schlugen die Tigers erneut eiskalt zu. Bei angezeigter Strafe in der 33. Spielminute „warf“ Josh Primeau den Puck von der blauen Linie in den Torraum, von wo er zwei Mal abgefälscht den Weg in die Maschen fand. 2:4 aus Sicht der Huskies, die drei Minuten vor der zweiten Pause zu allem Überfluss auch noch das 2:5 hinnehmen musste. Anton Ranov drang über die rechte Seite in die Defensivzone der Schlittenhunde und netzte per Schlagschuss mit Hilfe des Innenpfostens ein.

Im letzten Abschnitt versuchten die Huskies natürlich noch einmal, eine Aufholjagd zu starten. Nach einer Spielminute hatte Jean-Michel Daoust per Doppelchance die Möglichkeit zum Anschluss, scheiterte jedoch am überragend haltenden SCL-Schlussmann. Fortan verflachte das Spiel ein wenig; alle Huskies-Offensivbemühungen scheiterten nun an der sicher stehenden Abwehr der Schweizer.

Als sich bereits fast alle Anwesenden mit einer Finalteilnahme des SC Langenthal angefreundet haben, keimte doch nochmal etwas Hoffnung bei den ca. 30 mitgereisten ECK-Fans auf. Braden Pimm verkürzte acht Minuten vor Schluss aus kurzer Distanz auf 3:5. Umgehend nahm Cheftrainer Rico Rossi eine Auszeit, um seine Mannen für die Schlussphase neu einzustellen. Sichtlich offensiver und riskanter agierten sie, jedoch ging der Schuss nach hinten los. In der 58. Spielminute schloss Anton Ranov einen Alleingang zum 3:6 ab, das die endgültige Entscheidung bedeuten sollte. Jens Meilleurs Treffer zum 4:6 in Überzahl sollte nur noch Ergebniskosmetik bedeuten.


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