Huskies unterliegen Frankfurt im Test-DerbyKassel Huskies

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Huskies-Trainer Rico Rossi konnte in dieser Woche drei neue Stürmer begrüßen. Während Austin Wycisk mit einem Vertrag bis Saisonende ausgestattet wurde, durften sich heute auch erstmals Sven Schlicht und Dominik Patocka im Rahmen eines Tryout-Vertrags beweisen.

Vor 32 handgezählten Löwen-Anhängern und ca. 800 Huskies-Fans, die eine echte Heimspielatmosphäre ins Wurmbergstadion zauberten, starteten die Schlittenhunde deutlich agiler und aggressiver in die Partie. Und die erste echte Torchance führte gleich zum Treffer: Matthias Bergmann zog einfach mal von der blauen Linie ab, der Puck schlug hoch im Löwen-Gehäuse zum 1:0 ein. Keine zwei Minuten waren zu diesem Zeitpunkt gespielt. Und in der Folge hätten die Schlittenhunde ihre Führung durchaus ausbauen können, jedoch vergaben Habermann mit einem Rückhandschlenzer und Meilleur im Alleingang gute Möglichkeiten. So waren es die Löwen, die sich nach ca. neun Minuten ein optisches Übergewicht erspielten und in Überzahl durch Taylor Carnevale ausgleichen konnten. Der Sohn von Bad Nauheims ehemaligen Trainer Frank Carnevale ließ dabei einen Schlittenhund sehenswert aussteigen und vollstreckte frei vor Nielsen trocken zum 1:1. Vor der ersten Pausensirene waren es aber wieder die Schlittenhunde, die zurückbissen. In Unterzahl erarbeitete sich Carter Proft in der neutralen Zone den Puck und legte für Michi Christ auf, der in der 16. Spielminute das 2:1 markierte.

Zum zweiten Drittel stellte Rico Rossi, wie schon Bietigheim, die Sturmreihen um, unter anderem stürmte Tryout Dominik Patocka neben Manuel Klinge und Mike Collins. 23 Minuten waren gespielt, als die Löwen den vermeidlichen Ausgleichstreffer bejubelten – jedoch verfrüht, denn Hauptschiedsrichter Plitz verweigerte dem Tor wegen Torraumabseits die Anerkennung. 90 Sekunden später schickte Adriano Carciola Mike Collins auf die Reise, dieser scheiterte jedoch bei seinem Alleingang am diesmal gut reagierenden Löwen-Torhüter Schroth. Nach 27 Minuten war Schroth allerdings das dritte Mal geschlagen. Eine Bergmann-Hereingabe fälschte Conor Morrison zum 3:1 ab. Die Löwen drängten in der Folge zwar auf den Anschlusstreffer, außer einem Pfostenschuss von Mueller nach dreißig Minuten und einem erneut nicht anerkannten Treffer zweieinhalb Minuten darauf wurde es aber selten gefährlich vor Huskies-Keeper Simon Nielsen. Auf beiden Seiten häuften sich Stockfehler und weitere Unkonzentriertheiten, die harte Vorbereitung machte sich bei beiden Kontrahenten bemerkbar. So wurde er Fokus auf handfeste Auseinandersetzungen gelegt, mit Marco Müller und Clarke Breitkreuz beziehungsweise Sven Schlicht und David Cespiva fanden sich die entsprechenden Pärchen. Alle Beteiligten kassierten 2+2 Spielminuten vom Hauptschiedsrichter.

Nachdem bis dato einiges für einen Erfolg der Huskies sprach, drehten die Löwen im letzten Abschnitt nochmal richtig auf und wendeten die Partie. Zunächst war es Clarke Breitkreuz nach 42 Minuten, der nach Innen zog und das 3:2 markierte. Und nur knapp zwei Minuten später glich Andreas Schwarz per Schlagschuss zum 3:3 aus. Zwar bemühten sich die Schlittenhunde in der Folge um die erneute Führung, erfolgreich waren aber erneut die Löwen. In der 48. Spielminute wurde Taylor Carnevale im Slot zu viel Zeit gelassen, der Kanadier ließ sich nicht zwei Mal bitten und netzte humorlos zum 3:4 ein. Nun war die Partie komplett gedreht und mit dem Selbstvertrauen der Comebacker im Rücken zauberten die Löwen nun in eigener Überzahl. Kyle Ostrow setzte mit einem herrlichen no look Rückhandpass erneut Carnevale in Szene, der frei das 3:5 markierte. Alle weiteren Bemühungen der Huskies blieb in der Folge ohne Wirkung. Die Löwen-Defensive war nicht mehr zu überwinden, auch wenn Rico Rossi kurz vor Schluss seinen Torhüter zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahm. Stattdessen ging der Schuss nach hinten los, Christian Wichert traf 72 Sekunden vor Schluss zum 3:6-Endstand.


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