Huskies holen gegen Bad Nauheim den ersten Saison-DreierSieg im Hessenderby

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Zu Gast in der Kasseler Eissporthalle waren die Roten Teufel Bad Nauheim, die vor diesem 6. Spieltag in der Tabelle vier Ränge vor den Schlittenhunden platziert waren.
Die Gastgeber erwischten den besseren Start in die Partie und erarbeiteten sich optische Vorteile.
Nach knapp zwei Minuten prüfte Jean-Michel Daoust ECN-Torhüter Rämö mit einem Schlenzer,
den der Finne aber mit der Stockhand parieren konnte. Eine Minute später bekamen die Roten
Teufel im Konter die erste Torchance, die aber ebenfalls von Markus Keller vereitelt wurde.
In der vierten Spielminute wurde mit Bad Nauheims Verteidiger Joel Keussen der erste Spieler auf
die Strafbank geschickt und die Huskies wussten dies zu nutzen. Nachdem Taylor Carnevales
Flachschuss noch knapp am Tor vorbei ging, machte es Jamie MacQueen kurz darauf besser.
Nach schönem Querpass Carnevales netzte der Kanadier aus halblinker Position per Direktschuss
zum verdienten 1:0 ein (6.). Nach überstandener Unterzahlphase konnten die blau-weiß
gekleideten Fans erneut jubeln. Nachdem die Huskies zunächst noch Pech hatten, dass ein
Schuss vom rechten Innenpfosten an den linken Außenpfosten, aber nicht hinter die Linie sprang,
rappelte es 30 Sekunden nach dieser Szene wieder im Nauheimer Kasten. Kevin Maginot zog bei
angezeigter Strafe von der blauen Linie ab, sein Schuss wurde von einem Gästespieler unhaltbar
zum 2:0 abgefälscht.
Nun sahen sich die Gäste aus der Wetterau gezwungen, mehr ins Spiel zu investieren. Innerhalb
weniger Sekunden mussten Sven Valenti und Marco Müller die Strafbank aufsuchen, weswegen
die Roten Teufel in doppelter Überzahl agieren durften. Diesen Platz nutzten sie erfolgreich. Nach
Pass von Joel Johansson netzte Vitalij Aab aus halblinker Position frei zum 2:1-Anschlusstreffer
ein (15.). Mit diesem Ergebnis sollte es auch in den Mittelabschnitt gehen.
So richtig wach wirkten die Kassel Huskies zu Beginn des zweiten Drittels noch nicht, denn sie ließen einige gute Torchancen zu. Andreas Pauli (22.), Joel Keussen nach schöner Einzelaktion und Vitalij Aab kurz darauf hatten innerhalb einer Minute den Ausgleich auf dem Schläger, scheiterten aber an Markus Keller. Die Huskies wirkten verunsichert, auch bei eigener Überzahl in der 26. Minute wurden die Roten Teufel gefährlich, und zwar in Person von Stürmer Nick Dineen, der Jamie MacQueen den Puck abluchste, bei seinem Solo aber ebenfalls an Markus Keller scheiterte.
Erst durch eine Einzelaktion von Carter Proft, der zunächst einen Gegenspieler aussteigen ließ, aber dann an der Fanghand von Mikko Rämö scheiterte, zeigten sich die Schlittenhunde wieder in der Offensive. Diese Szene schien wie ein Weckruf gewirkt zu haben, denn plötzlich fanden die Gastgeber im Angriff wieder Zugriff. Nach 32 Spielminuten krönte Eric Stephan eine tolle Druckphase, zog von der blauen Linie ab und traf zur 3:1-Führung. Diese hätte Manuel Klinge zwei Minuten später sogar noch ausbauen können, er scheiterte aber zwei Mal frei am finnischen Gäste-Schlussmann. Vor der Pause konnten die Schlittenhunde von Glück reden, dass Cameron und Aab den Puck aus guten Positionen nicht im Tor unterbrachten und Markus Keller die Übersicht behielt. So ging es mit einer 3:1-Huskiesführung in den Schlussabschnitt.
Dort mühten sich die Gäste zunächst um den Anschlusstreffer. Nachdem die Huskies-Defensive zu Beginn noch sicher stand, bekamen sie ab der 48. Spielminute zusehens Probleme. Harry Lange verfehlte das lange (48.), Johansson das kurze Eck (50.) und Dusan Frosch scheiterte an Markus Keller (51.). Rico Rossi spürte, dass seine Mannen defensiv wackelten und nahm taktisch zum perfekten Zeitpunkt seine Auszeit, denn in der Folge ging die Abwehr der Gastgeber deutlich zupackender zu Werke. Maginot im Konter nach Carciola-Zuspiel nach 51 Minuten und MacQueen, der im Slot von Meilleur bedient wurde (54.) verpassten die Vorentscheidung knapp.
Und so wurde es nochmal spannend, denn gut zwei Minuten vor der Schlusssirene markierte Nick Dineen per Alleingang den 3:2-Anschlusstreffer. Die Roten Teufel setzten daraufhin alles auf eine Karte, nahmen Torhüter Mikko Rämö zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Doch auch diese Maßnahme sollte im Sande verlaufen, denn Markus Keller vereitelte alle weiteren Gäste-Chancen.
Große Erleichterung bei den Huskies, die sich im Hessenderby gegen die Roten Teufel Bad Nauheim zum ersten Dreier der Saison mühten.

Pressemitteilung Kassel Huskies